VonSebastian Richterschließen
Hessen hadert mit der Hitze. Für die nächste Woche kündigt der Deutsche Wetterdienst zumindest Niederschläge an - doch bringt der Regen auch Abkühlung?
Kassel - Kaum Wolken, eine unbarmherzige Sonne, hochsommerliche Temperaturen, kaum Niederschlag: Der Juni 2023 weckt bisher Erinnerungen an den viel beschworenen Hitzesommer 2003. Der wurde damals durch die sogenannte „Omega-Lage“ ausgelöst. Also einem mächtigen Hochdruckgebiet über West- und Mitteleuropa, das von zwei Tiefdruckgebieten flankiert wird. Das führte vor 20 Jahren zu nur sehr geringen Niederschlägen - was wiederum die Böden austrocknete und die Pflanzenwelt arg in Mitleidenschaft zog.
In Hessen sieht es so aus, als bekämen wir mit kräftigen Regenfällen in der nächsten Woche zumindest eine kurze Atempause für die Pflanzen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet, dass sich die Niederschläge auch zu heftigen Unwettern ausufern können.
Wetter in Hessen: Wann kommt die Abkühlung? - DWD rechnet mit Gewittern
Während der Sonntag noch niederschlagsfrei bleibe, ziehen in der Nacht zu Montag immer mehr Wolken auf. Dann seien auch erste Schauer und vereinzelt Gewitter möglich, wie der DWD am Samstag mitteilte. Im Laufe des Montags intensivieren sich die Niederschläge, auch Starkregen werde nicht ausgeschlossen. Auch am Dienstag kommen den Meteorologen zufolge im Tagesverlauf Schauer und Gewitter auf, örtliche Unwetter mit Starkregen seien wahrscheinlich. Den Höhepunkt der Niederschläge werden am Donnerstag erwartet, zum Wochenende flaut der Regen dann voraussichtlich wieder ab.
Aber wie wirken sich die Niederschläge auf die Temperaturen aus? Eine große Abkühlung ist laut den Wetterexperten des DWD nicht zu erwarten. In Hessen bleiben die Temperaturen in der 10-Tage-Prognose eher stabil - und knacken wahrscheinlich trotzdem wieder die 30-Grad-Marke. (spr)
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