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Der Anbau von Wildtomaten hat fast nur Vorteile: Sie sind robust, weniger krankheitsanfällig und benötigen weniger Dünger. Doch in Sachen Standort haben sie besondere Ansprüche.
Wildtomaten haben im Gegensatz zu Stabtomaten oftmals einen buschigen, ausladenden Wuchs. Für den Anbau auf dem kleinen Balkon sind die Tomaten also weniger gut geeignet, es sei denn, man zieht sie platzsparend als Hängetomaten in Eimern oder Ampeln. Wer einen geeigneten Standort gefunden hat, wird dafür mit zahlreichen, etwa murmelgroßen Mini-Tomaten belohnt, die sehr aromatisch schmecken. Wildtomaten haben noch andere Vorzüge, aber sie unterscheiden sich in der Pflege von ihren gezähmten Verwandten.
Wildtomaten sind pflegeleicht und oftmals resistent
Da auch das Ausgeizen der Wildtomaten in der Regel nicht nötig ist, wachsen sie – durch ein Rankgerüst oder an einem Zaun gestützt –, pro Pflanze zwei bis drei Meter weit in die Höhe und etwa zwei Meter in die Breite. Aufgrund ihrer Ursprünglichkeit sind sie oftmals auch gegen Pilzkrankheiten wie die Kraut- und Braunfäule resistent, daher vertragen sie auch Regen besser und benötigen keinen Regenschutz.
Ob mit roten, orangefarbenen oder gelben Früchten – es gibt inzwischen zahlreiche Sorten von Wildtomaten auf dem Markt, unter anderem:
- ‚Rote Murmel‘: Ab Mitte Juli rote süße Früchte.
- ‚Golden Currant‘: gelbfruchtige Sorte, die nur etwa einen Meter hoch, dafür aber umso breiter wird.
- Johannisbeertomate: mit roten oder gelben Tomaten, die ab Juli reif werden.
- Peruanische Wildtomate: Ernte der winzigen roten Früchte bis zum Frost; kommt gut mit Trockenheit klar.
- ‚Humboldtii‘ (Humboldt-Tomate): rote Früchte mit einem leichten Himbeeraroma.
- Galapagos Wildtomate: Rote und gelbe Sorten mit breiten, fruchtreichen Rispen.
Anspruchslos in Sachen Dünger und Gießen
In der Anzucht unterscheiden sich Wildtomaten nicht von anderen Tomatensorten. Beim Auspflanzen sollte man aufgrund ihres breiten Wuchses allerdings auf etwas Abstand der Pflanzen zueinander achten – vor allem im Gewächshaus kann es schnell eng werden.
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Im Freiland haben Wildtomaten auch den Vorteil, dass sie meist weniger Dünger und Wasser benötigen als ihre großfruchtigen Verwandten – im Kübel darf es von beidem wieder etwas mehr sein.
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