Wasserkosten senken

Stiftung Warentest prüft Sparduschköpfe – die besten und schlechtesten Modelle

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Sparduschköpfe sind im Alltag besonders effektiv, um Energie und Geld zu sparen. Stiftung Warentest hat 20 Produkte genauer unter die Lupe genommen.

München – Ob Strom, Gas oder Öl: Die Inflation treibt die Energiekosten in die Höhe. Um den Verbrauch zu senken und bares Geld zu sparen, braucht es nicht viel. Auch für den Haushalt gibt es hilfreiche Tipps zum Energie sparen. Dazu gehört nicht nur bei Elektrogeräten im Standby-Modus, wie etwa Fernsehern, den Stecker zu ziehen. Auch beim Duschen lässt sich der ein oder andere Euro sparen.

Eine leicht umzusetzende und noch dazu effektive Sparmaßnahme ist der Sparduschkopf. Dieser ist leicht zu montieren und muss nicht viel kosten. Den eigenen Wasserverbrauch verringert er dagegen deutlich, somit auch die entstehenden Kosten. Stiftung Warentest hat 20 Sparduschköpfe unterschiedlicher Marken und Preisklassen getestet – mit überraschendem Ergebnis.

Sparduschköpfe können erheblich Wasser und Energie sparen.

Sparduschköpfe bei Stiftung Warentest: Die meisten Produkte mit „Gut“ bewertet

Die getesteten Handbrausen kosteten dem Verbrauchermagazin zufolge zehn bis 130 Euro. Vertreten waren Hersteller wie Ikea, Hagebau, Hansa, Hans­grohe und Prisma. Das Ergebnis fällt überraschend positiv aus. 14 der 20 getesteten Modelle erhalten die Note „Gut“, fünf Produkte bekamen dagegen ein „Mangelhaft“.

Möbel, Kühlschränke, Beleuchtung: Sieben Tipps, um in den eigenen vier Wänden Strom zu sparen 

Paar wechselt Glühbirne
Energiesparlampen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Zusätzlich können sie im Flur, im Keller oder anderen Räumen, die nicht so oft durchquert werden, einen Bewegungsmelder installieren. Der sorgt dann für Licht, wenn es nötig ist.  © marcus/Imago
Eine Frau duscht.
Im Winter ist ein Vollbad etwas Herrliches, der Wasserverbrauch ist aber hoch und das geht ins Geld. Duschen geht schneller und verbraucht dreimal weniger. Allerdings nur, wenn wir weniger als fünf Minuten unter der Dusche verbringen. Und: beim Einseifen das Wasser besser abstellen.  © Lightpoet/Imago
Küche mit Kühlschrank
Kühl- und Gefriergeräte gehören zu den größten Stromfressern im Haushalt. Am besten sind Kühlschränke mit einer Energieeffizienzklasse A+++. Zudem sollte er nicht zu nah am Herd oder anderen Wärmequellen stellen. Ansonsten muss er mehr Strom verbrauchen, um die Temperatur zu halten. Das Gefrierfach sollte zudem ein- bis zweimal im Jahr abgetaut werden.  © Pro Creators/Imago
Eine Hand hält eine Fernsehbedienung.
Ihr Fernseher ist ständig auf Stand-by? Dann schalten Sie über Nacht besser aus. Das zieht viel Strom und das kostet. Dann sparen Sie sich viel Geld im dreistelligen Bereich.  © Patrick Daxenbichler/Imago
Person räumt Geschirrspüler aus.
Geschirrspüler sind so schön praktisch und verbrauchen sogar weniger als das Spülen von Hand. Aber nur, wenn man den Geschirrspüler immer voll belädt und das Geschirr nicht mit der Hand vorspült. Die Energieeffizienzklasse ist genauso wichtig zu beachten wie das Wählen von Energiespar- und Kurzprogrammen.  © Ute Grabowsky/Imago
Ein Wohnzimmer
Größere Möbel wie Sofas oder Schränke sollten Sie nie zu nah an die Außenwände schieben. Je näher es an der Wand steht, desto stärker sinkt die Wandtemperatur. Die Folge kann Feuchtigkeit und Schimmel sein. Optimal ist daher ein Abstand von fünf bis zehn Zentimetern.  © Pro Creators/Imago
Ein Mann wärmt eine Mahlzeit in einer Mikrowelle auf.
Speisen sind schnell in der Mikrowelle aufgewärmt. Zudem ist sie sparsamer, was den Energieverbrauch angeht, als der Herd. Deshalb kann sie in der kalten Jahreszeit gerne öfters in Gebrauch sein.  © Monkey Business 2/Imago

Ein herkömmlicher Duschkopf verbraucht durchschnittlich 15 Liter Wasser pro Minute. Bei viermal duschen pro Woche für etwa zehn Minuten summieren sich die verbrauchten Liter auf rund 31.000, rechnete Stiftung Warentest vor. Beim Aufheizen mit Gas kommen jährlich etwa 263 Euro, mit Strom sogar 545 Euro zusammen. Ein Haushalt mit mehreren Personen und Duschen kann also richtig ins Geld gehen.

Der sparsamste Duschkopf im Test verbraucht dagegen lediglich 5,5 Liter pro Minute. Das sind bei gleichem Verbrauch im Jahr 96 Euro beim Aufheizen mit Gas und 200 Euro mit Strom, berichtete das Verbrauchermagazin. Das Rechenbeispiel zeigte also: Der Umstieg auf ein Sparmodell kann ordentlich Geld sparen.

Sparduschköpfe: Das sind die Verlierer bei Stiftung Warentest

Die meisten Modelle im Test bei Stiftung Warentest hatten einen Durchfluss von rund neun Litern pro Minute. Gleich drei Modelle lagen aber deutlich darüber. Sie verbrauchten mehr als zwölf Liter und fielen deshalb mit der Note „Mangelhaft“ durch:

  • Hagebau Wellwater Natua
  • Prisma Premium Duschkopf Wellness
  • Sanitop-Wingenroth AquaSu Armi

Sparduschköpfe: Das sind die Testsieger bei Stiftung Warentest

Neben den Verlierern gibt es aber auch drei Testsieger. Diese Produkte wurden von Stiftung Warentest mit der Note „Gut“ (1,9) am besten bewertet:

  • Damixa Pine Handbrause
  • Duravit Handbrause 3jet 110 MinusFlow 
  • Grohe Vitalio SmartActive 130 Cube

Allerdings könnte es sein, dass bei Sparmodellen mit sehr geringem Wasserdurchlauf das „Ausspülen des Shampoos aus langen Haaren etwas länger“ dauert, räumte Stiftung Warentest ein. Hier empfiehlt das Verbrauchermagazin eher Duschköpfe mit einem Durchfluss von acht bis neun Litern. Zuletzt verglich Stiftung Warentest die Qualität von Marken- und No-Name-Produkten. (kas)

Rubriklistenbild: © Symbolfoto: Valentyn Semenov/imago

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