Organ gehört zu Verdauungstrakt

Speiseröhrenkrebs: Vier Symptome, die auf einen Tumor hindeuten können

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Mehrere Menschen erleiden in Kroatien Verätzungen der Speiseröhre. Welche Erkrankungen der Speiseröhre es gibt und wie sie untersucht wird, erfahren Sie hier.

In einigen Städten in Kroatien haben mehrere Menschen beim Trinken von Erfrischungsgetränken eine Verätzung der Speiseröhre erlitten. Wie Focus Online berichtet, besteht bei den Opfern der Verdacht auf eine chemisch bedingte Schleimhautverletzung. Bei den Betroffenen wurden laut Der Standard Online teilweise leichtere Verletzungen der Schleimhaut festgestellt. Stationär musste keiner der Opfer behandelt werden. Die Speiseröhre (auch Ösophagus genannt) ist ein ca. 25 cm langer Muskelschlauch zwischen dem unterem Rachen (Hypopharynx) und Magen. Erkrankungen der Speiseröhre können sich dabei durch verschiedene Symptome bemerkbar machen.

Speiseröhre: Wie äußern sich Probleme mit dem Organ?

Sodbrennen tritt als Symptom bei Erkrankungen der Speiseröhre auf und führt häufig zu einem starken Schmerz hinter dem Brustbein.

Laut Informationen der Pharmazeutischen Zeitung zählen folgende Beschwerden zu den Hauptsymptomen bei Speiseröhrenerkrankungen:

  • Schluckstörung (Dysphagie)
  • Zurückfließen von Mageninhalt in Speiseröhre und Mund (Regurgitation)
  • Sodbrennen
  • Gefühl von Kloß im Hals (Globus)
  • Brustschmerzen

Die Dysphagie gilt dabei als Alarmsymptom, welches in jedem Fall frühzeitig abgeklärt werden muss. Sodbrennen kann außerdem zwar auf eine Erkrankung der Speiseröhre hinweisen: Allerdings könnte es auch ein Anzeichen für einen sich ankündigenden Herzinfarkt sein. Denn beide Beschwerden führen häufig zu einem extrem starken Schmerz hinter dem Brustbein. Tritt Sodbrennen allerdings unabhängig von körperlicher Aktivität auf, ist dies ein erster Indikator dafür, dass es sich um ein Problem der Speiseröhre handelt. Bei einem Herzinfarkt äußert sich die Brustenge (Angina pectoris) hingegen in den meisten Fällen bei körperlicher Anstrengung.

Wie kann man die Speiseröhre untersuchen?

Die Speiseröhre ist so gut wie gar nicht über den Mund einsehbar. Wenn ein Arzt an diesem Organ Probleme vermutet, muss er beispielsweise eine Spiegelung der Speiseröhre (Ösophagoskopie) vornehmen. Ähnlich wie bei der Magenspiegelung (Gastroskopie) handelt es sich dabei um eine endoskopische Untersuchung, mit der ein Mediziner das Innere der Speiseröhre sozusagen ausleuchten kann. Bei dieser Untersuchung wird ein langer Schlauch mit einer eingebauten Lampe und einer sehr kleinen Kamera über den Mund in das Organ eingeführt.

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Was sind die ersten Anzeichen für Speiseröhrenkrebs?

Speiseröhrenkrebs (Ösophaguskarzinom) ist in Deutschland mit etwa 6.100 männlichen und 1.800 weiblichen Erkrankten pro Jahr eine relativ seltene Tumorerkrankung. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft sind Beschwerden beim Schlucken das häufigste Warnzeichen bei Speiseröhrenkrebs. Diese Schluckbeschwerden treten in der Regel im Anfangsstadium bei der Aufnahme von fester Nahrung auf. Später kommen sie auch bei flüssiger und weicher Nahrung vor. Die folgenden Symptome können weitere Hinweise auf ein Ösophaguskarzinom sein:

  • Sodbrennen oder häufiges Aufstoßen (Reflux)
  • Krämpfe der Speiseröhre verbunden mit Schmerzen
  • ungewöhnliches Würgen beim Schlucken von Speisen
  • Spätsymptome: Gewichtsverlust, Heiserkeit, Schmerzen

Auslösende Lebensmittel für Sodbrennen besser meiden – mit Hausmitteln und Medikamenten Beschwerden lindern

Kaffeebohnen
Auch wenn es die Kaffeeliebhaber unter den Sodbrennen-Geplagten weniger wahrhaben möchten: Der morgendliche Wachmacher regt nachweislich die Produktion der Magensäure an. Dabei kommt es auf die Art und Dauer der Röstung an. Je länger der Kaffee geröstet wurde, desto weniger Magen-reizende Chlorogensäure ist enthalten. Es kann schon helfen, die Kaffeesorte zu wechseln, um Sodbrennen zu minimieren oder ganz zu vermeiden.  © Nenov Images/Imago
Nussschnecke
Hmmm, lecker! Ein süßes Teilchen zum Kaffee schmeckt einfach köstlich. Doch Vorsicht: Frische Hefebackwaren wie Nussschnecken und Krapfen sowie Kekse gehören bei vielen Menschen, die für Sodbrennen anfällig sind, ebenfalls zu den typischen Auslösern. Das liegt zum einen an der enthaltenen Hefe, zum anderen an dem raffinierten Zucker, raffinierten Weißmehl und den gesättigten Fettsäuren, die Sodbrennen fördern. © azur13/Imago
Kohlensäure im Glas
Der Auslöser für zu viel Magensäure versteckt sich bereits im Wort selbst: Kohlensäure. Dabei enthält Sprudelwasser keine Säure, vielmehr gelöstes Kohlendioxid. In Mineralwasser und anderen Getränken enthalten, kann das gelöste Kohlendioxid Sodbrennen auslösen, da sich dadurch der Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen öffnet. So kann der Mageninhalt mitsamt der Säure in die Speiseröhre aufsteigen, was die typischen Refluxbeschwerden mit sich bringt. © Westend61/Imago
Gläser mit Alkohol
Auch alkoholische Getränke können bei einigen Menschen zu Sodbrennen führen. Insbesondere Sekt mit viel Kohlensäure und Weißwein mit erhöhter Säure bei einem ph-Wert von 2,8 bis 3, können den Reflux von vermehrtem Magensaft anregen. © Zoonar.com/Katerina Solovyeva/Imago
Frisch gepresste Zitronen
Säurehaltiges Obst wie Zitronen bestehen aus reichlich Säure, die Sodbrennen begünstigen kann. © Westend61/Imago
Grapefruit
Auch der Genuss frischer Grapefruit oder sauren Beeren kann bei manchen Menschen das Risiko für Sodbrennen erhöhen. © LuboIvanko/Imago
Salat mit Beeren und rohen Zwiebeln
Rohe Zwiebeln gelten als ein Lebensmittel, das einen Reflux von Magensäure begünstigen kann. In einer Studie, die im „American Journal of Gastroenterology“ veröffentlicht wurde, konnte festgestellt werden, dass eine einzige Zwiebelscheibe bereits zu einem signifikanten Anstieg von Wasserstoff-Ionen im Magen führt. Dies hat eine deutliche Zunahme von Sodbrennen zur Folge, wie das „Ärzteblatt“ berichtet. © Elet/Imago
Bruschetta-Brot mit frischen Tomaten
Auch Tomaten können die Magensaft-Produktion anregen und Sodbrennen begünstigen. Selbst nach dem Verzehr von Tomaten-Ketchup kann sich der Effekt einstellen. © ildi/Imago
Rote Paprika
Neben den Zwiebeln zählen auch rohe Paprika zu den Gemüsesorten, die Sodbrennen auslösen können. Um ihre Verdauung anzukurbeln, muss der Körper mehr Magensäure produzieren, wodurch es zu einem Rückfluss über die Speiseröhre bis in den Rachen kommen kann. © Vladdeep/Imago
Hering-Fisch
So gesund sie aufgrund ihrer Omega-3-Fettsäuren sind, fette Fischsorten wie Hering, Aal und Karpfen regen die Magensäureproduktion an und können durch übermäßigen Rückfluss zurück in die Speiseröhre und den Rachen Sodbrennen verursachen. © blickwinkel/Imago
Burger
Fettes und stark gewürztes Fleisch sowie fetthaltiger Käse können nach dem Verzehr – erst recht in Kombination wie bei einem Burger – die Produktion der Magensäure anregen und Sodbrennen verursachen. Wer auf Käse und gebratenes Fleisch reagiert, sollte den Konsum möglichst gering halten.  © Alex9500/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

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