Ernährung beeinflusst Erkrankungen

Studie zeigt: Fertiggerichte wie Pizza erhöhen das Risiko für Krebs in Mund, Rachen und Speiseröhre

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Zu viel Fett und Zucker sind ungesund, das wissen die meisten. Auch die Qualität ist entscheidend. Gerade verarbeitete Lebensmittel können das Krebsrisiko erhöhen.

Krebs steht weltweit an zweiter Stelle der häufigsten Todesursachen, direkt nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen, und gilt als eine besonders gefürchtete Erkrankung. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) führen Tumorerkrankungen jährlich zum Tod von etwa 8,2 Millionen Menschen. Allein in Deutschland verstarben im Jahr 2021 knapp 240.000 Patienten an Krebs.

Bekannte Auslöser von Krebs sind neben der genetischen Veranlagung auch Faktoren wie Zigarettenrauchen, exzessiver Alkoholkonsum, übermäßige UV-Strahlung, Infektionen mit Krankheitserregern wie den Humanen Papillomaviren (HPV) und insbesondere Übergewicht. Obwohl Risiken durch langjährige Studien von der Internationalen Agentur für Krebsforschung der WHO und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) bewertet werden, existiert kein absoluter Schutz vor Krebs. Doch es gibt Möglichkeiten, das Risiko zu beeinflussen und bestenfalls zu minimieren, beispielsweise durch eine gesunde Ernährung. Laut Experten sollen etwa 35 Prozent aller Krebserkrankungen in Deutschland durch eine ungesunde Ernährung begünstigt werden.

Transfette und Zucker können Krebsrisiko erhöhen

Fertigpizza aus dem Supermarkt oder aus dem Restaurant kann als Geschmacksträger Zucker und zudem Transfette enthalten. (Symbolbild)

Im Rahmen einer Studie, in dem ein Zusammenhang hoch-verarbeiteter Lebensmittel mit Adipositas und dem Risiko für Kopf- und Halskrebs sowie Speiseröhrenkrebs untersucht wurde, zeigte sich, dass von 450.111 Studienteilnehmern 910 Kopf-Hals-Tumore und 215 der Patienten Speiseröhrenkrebs entwickelte. Bei denen, deren Konsum von verarbeiteten Lebensmitteln um etwa zehn Prozent anstieg, erhöhte sich das Risiko und Vorkommen für Kopf-Hals-Tumore.

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Eine gesunde und ausgewogene Ernährung reduziert das Risiko für verschiedene Erkrankungen. Der Konsum von Zucker kann beispielsweise Übergewicht und Adipositas begünstigen, was das Risiko für Krebserkrankungen erhöht. Insbesondere bei Darmkrebs, Schilddrüsenkrebs, Leberkrebs, Magenkrebs und Gallenblasenkrebs zählt ein zu hohes Körpergewicht zu einem der bedeutendsten Risikofaktoren. Gemäß der Weltgesundheitsorganisation (WHO) steigt das Risiko für mindestens 13 verschiedene Krebsarten mit zunehmendem Übergewicht. Die Wahrscheinlichkeit, eine dieser Krebsarten zu entwickeln, erhöht sich ab einem Body-Mass-Index (BMI) über 30. Ein Wert zwischen 18,5 und 24,9 gilt als Normalgewicht.

Hochverarbeitete Lebensmittel können Risiko für Erkrankungen erhöhen

Transfette, die nicht nur Übergewicht und demnach das Krebsrisiko fördern, sind häufig in verarbeiteten Lebensmitteln enthalten und stehen im Verdacht, Entzündungen im Körper zu begünstigen. Zudem ist bei Lebensmitteln wie Pommes frites, Donuts und Krapfen Vorsicht geboten, da sie den chemischen Stoff Acrylamid enthalten können, der mit einem erhöhten Risiko für eine Krebserkrankung verbunden ist. Verarbeitete Lebensmittel sollten nur in Maßen oder wenig bis gar nicht konsumiert werden, um das Risiko für Folgeerkrankungen zu reduzieren:

  • Hoher Zuckerkonsum
  • Verarbeitetes Fleisch und Fleischwaren
  • Rotes Fleisch
  • Hochverarbeitete Wurstwaren
  • Fertig-Burger, die häufig Transfette enthalten
  • Frittierte Pommes frites
  • Kartoffelchips
  • Tiefkühlpizza
  • Industriell hergestellte Backwaren wie Croissants, Donuts und Krapfen

Die Deutsche Krebshilfe empfiehlt auf 15 Lebens- und Ernährungsgewohnheiten zu achten, um das Krebsrisiko zu senken.

Magenkrebs frühzeitig erkennen: Achten Sie auf Symptome wie Übelkeit, Blähungen und Gewichtsverlust

Mann mit Tasse Kaffee
Wer bemerkt, dass ihm gewohnte Lieblingsspeisen wie das Schnitzel oder der tägliche Kaffee plötzlich gar nicht mehr schmeckt, sollte die Dauer dieses Gefühls und Zustands unbedingt beobachten. Magenkrebspatienten berichten laut „Deutsches Krebsforschungszentrum“, dass sie bereits Monate vor der Diagnose auf einmal eine Abneigung gegen bestimmte Speisen wie Fleisch und Getränke entwickelten. © Lian Fei/Imago
Mann mit Magenschmerzen
Immer wiederkehrendes und anhaltendes Druckgefühl im Oberbauch kann auf eine ernste Erkrankung wie Magenkrebs hindeuten – Magenschmerzen zählen zu den typischen Frühsymptomen. © YAY Images/Imago
Frau muss aufstoßen
Durch das Druckgefühl im Oberbauch ist es nicht untypisch, dass betroffene Personen häufig auch unangenehm aufstoßen müssen, nicht nur unmittelbar nach dem Essen und Trinken. © Thomas Trutschel/photothek/Imago
Mann, dem übel ist
Etwa 40 bis 70 Prozent der Menschen, die Magenkrebs entwickeln, verspüren häufige Übelkeit, insbesondere nach dem Essen. Tritt dieses frühe Symptom regelmäßig und über Wochen auf, sollten Sie zum Arzt. © AndreyPopov/Imago
Mann hat keinen Appetit.
Bedingt durch die Übelkeit besteht bei Betroffenen mit einem entstehenden Magentumor häufig anhaltende Appetitlosigkeit, sodass sie wesentlich weniger Nahrung zu sich nehmen. © Monkey Business 2/Imago
Mann trinkt aus dem Glas
Wer an sich bemerkt, dass er zusätzlich nicht mehr gut schlucken kann und dadurch das Essen sowie Trinken behindert ist, sollte zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Schluckbeschwerden können auf eine Tumorerkrankung hindeuten, jedoch kann die Ursache in jedem Fall auch eine andere sein. © seacat/Imago
Mann fasst sich an vollen Bauch
Es sind Beschwerden, die womöglich jeder schon mal hatte und kennt: Völlegefühl nach dem Essen. Zeigt es sich regelmäßig oder hält länger an und kommen Schmerzen sowie Druckgefühl im Oberbauch hinzu, kann auch eine Erkrankung wie Gastritis oder gar Magenkrebs dahinter stecken. © Thunderstock/Imago
Mann mit Sodbrennen
Ständiges Sodbrennen kann ein Anzeichen und Auslöser für Magenkrebs sein. Sodbrennen kann einerseits als Symptom auf einen Magentumor hindeuten, wenn die Geschwulst bereits so groß ist, dass sie auf den Magen drückt. Als Auslöser für Magenkrebs führt Sodbrennen zu einer Veränderung der Schleimhautzellen, die durch die konstante Reizung zu Krebszellen entarten können. © Igor Stevanovic/Imago
Frau mit Blähungen
Kommen zu der Übelkeit und den Magenschmerzen noch regelmäßig Blähungen hinzu, die mitunter auch schmerzhaft sind, könnte dies ein Anzeichen für eine Erkrankung wie Magenkrebs sein. © psodaz/Imago
Mann prüft seinen Mundgeruch
Betroffene bemerken an sich selbst einen schlechten Atem oder werden von Angehörigen darauf angesprochen. Stellen Sie selbst einen Unterschied zum Schlechten fest – und das, obwohl Ihre Mundhygiene gleichbleibend gut ist – sollten Sie sich an Ihren Hausarzt und gegebenenfalls einen Gastroenterologen wenden. Eine Magenspiegelung zur Abklärung auf ein Tumorwachstum im Magen könnte sinnvoll sein. © Naoki Nishimura/AFLO/Imago
Frau mit starker Übelkeit
Bei etwa 30 Prozent der Betroffenen, die einen Magentumor entwickeln, kommt es zusätzlich zu Erbrechen. Dieses Symptom kann mit fortschreitendem Krebs zunehmen. © AndreyPopov/Imago
Mann steht auf Waage
Aufgrund der Symptome wie Übelkeit, Appetitlosigkeit und Erbrechen kommt es nicht selten zu starkem Gewichtsverlust. Doch auch eine ungewollte Abnahme des Gewichts gilt als Anzeichen für Magenkrebs. © Zoonar.com/Dasha Petrenko/Imago
Mann mit Erschöpfung
Wie auch bei Darmkrebs fühlen sich Personen, die an Magenkrebs leiden, zunehmend und über längere Zeit erschöpft und müde sowie wenig leistungsfähig – aufgrund der wachsenden Geschwulst und der anderen Symptome. © Monkey Business 2/Imago
Toilette mit Toilettenpapier
Tritt eine ungewöhnliche Dunkelfärbung des Stuhls auf, könnte dies ein Zeichen für Blutungen im Magen sein. Zur Abklärung sollten Sie einen Arzt aufsuchen, über den der sogenannte „Teerstuhl“ untersucht werden kann, um eine Diagnose zu stellen. © Lutz Wallroth/Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin XY sorgfältig überprüft.

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