ADAC übt Kritik

Spritpreise im Oktober: Diesel fast so teuer wie im März

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Die Spritpreise haben sich im Oktober unterschiedlich entwickelt. Während Diesel teurer wurde, sank der Preis für Super E10 im Vergleich zum Vormonat.

Über die Sommermonate sorgte der Tankrabatt in Deutschland für niedrigere Spritpreise. Kaum war die Steuersenkung ausgelaufen, mussten die Autofahrer für Benzin und Diesel wieder deutlich tiefer in die Tasche greifen. Seither sinken die Preise jedoch wieder – ungeachtet der reduzierten Fördermenge der OPEC. Allerdings gilt das nicht für alle Kraftstoffsorten.

Im Oktober haben sich die Preise für Benzin und Diesel in entgegengesetzte Richtungen entwickelt. Eine Auswertung des ADAC zeigt, dass Super E10 im vergangenen Monat 3,1 Cent weniger kostete als noch im September. Im Monatsmittel lag der Preis bei 1,909 Euro pro Liter.

Diesel war im Oktober wieder fast so teuer wie im März.

Spritpreise im Oktober: Diesel fast so teuer wie im März

Beim Diesel nahm die Entwicklung im Oktober derweil einen anderen Verlauf. Im Monatsmittel kostete der Liter 2,105 Euro und war damit 2,7 Cent teurer als noch im September. Im Vergleich zum Rekord-Monat März war Diesel nur noch 3,5 Cent günstiger. Benzin hingegen kostete im Oktober 16 Cent weniger als im März.

Spritschleudern der Autogeschichte: 43,5 Liter auf 100 Kilometer

Ein Chevrolet Camaro.
Mit dem Camaro reagierte Chevrolet Ende 1966 auf den beleibten Ford Mustang. Das Muscle Car aus Detroit erwies sich mit dem V8-Motor und 7 Litern Hubraum jedoch als sehr durstig: Bis zu 43,5 Liter auf 100 Kilometern waren keine Seltenheit. © Chevrolet
Ein roter Lamborghini Countach.
Im Heck des ersten Lamborghini Countach verrichtete ein V12-Motor mit 5 Litern Hubraum seinen Dienst. Mit bis zu 33,5 Litern auf 100 Kilometern war der Sportwagen jedoch alles andere als sparsam. Die Neuauflage dürfte dank Hybrid-Antrieb deutlich weniger verbrauchen. © Thomas Zimmermann/Imago
Rolls Royce Corniche Cabrio Baujahr 1984
Der Rolls-Royce Corniche ist mit rund drei Tonnen wahrlich kein Leichtgewicht. Kein Wunder also, dass sich auch der V8-Motor mit 7 Litern Hubraum als Schluckspecht erwies. Bis zu 29 Liter gönnte sich der edle Brite auf 100 Kilometer. © Sebastian Geisler/Imago
Ein Dodge Charger.
Auch der Dodge Charger ist ein Klassiker der amerikanischen Automobil-Geschichte. Getreu dem Motto „Höher, schneller, weiter“ fällt auch sein Spritverbrauch üppig aus. Bei frühen Modellen waren bis zu 27 Liter auf 100 Kilometer möglich. © Panthermedia/Imago
Aston Martin Lagonda
Optisch kann man vom Aston Martin Lagonda halten, was man möchte. In Sachen Spritverbrauch zählt der Brite, mit bis zu 26,1 Liter auf 100 Kilometern, aber zu den durstigsten Autos, die jemals gebaut wurden.  © Tim Graham/Imago
Hummer H1
Der Hummer H1 wurde ursprünglich vom US-amerikanischen Militär-Herstellers AM General gebaut. Dieser verkaufte die Markenrechte schließlich an General Motors. So wuchtig wie der Geländewagen aussieht, war auch sein Verbrauch, der bei bis zu 24,5 Liter auf 100 Kilometer lag. Die Neuauflage des Klassikers ist im übrigen rein elektrisch unterwegs. © Sebastian Geisler/Imago
Bentley Arnage
Bis 2010 baute Bentley den 2,6 Tonnen schweren Arnage, auf dem auch die State Limousine der verstorbenen Königin Elisabeth II basierte. Mit dem größten Motor war ein Verbrauch von 24,2 Liter auf 100 Kilometer möglich.  © Sebastian Geisler/Imago
Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport L Edition Type 35
Der Bugatti Veyron war eines der ersten Autos mit Straßenzulassung, das mehr als 1000 PS unter der Haube hatte. Der Motor des „Super Sport“ leistete sogar 1.200 PS. Die Folge: ein Verbrauch von durchschnittlich 24,1 Litern auf 100 Kilometer. Innerorts sind sogar bis zu 37,2 Liter möglich. © Sebastian Geisler/Imago
Dodge Challenger RT
Neben dem Charger eroberte Dodge auch mit dem Challenger den US-Muscle-Car-Markt. Letztere zeigte sich mit einem Verbrauch von 23,5 Litern auf 100 Kilometer etwas „sparsamer“. © Andre Poling/Imago
Dodge Viper RT10
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Das gilt auch für Dodge, denn auch die Viper erweist sich als besonders durstig: bis zu 21,1 Liter auf 100 Kilometer waren möglich. Gebaut wurde der Sportwagen von 1992 bis 2017. © Eibner/Imago

Der teuerste Tag zum Tanken war laut der ADAC-Auswertung der 16. Oktober. Für den Liter Super E10 waren an diesem Tag 1,96 Euro fällig. Der Dieselpreis lag bei 2,149 Euro pro Liter. Mit 1,872 Euro pro Liter war Benzin am 28. Oktober am günstigsten. Diesel-Fahrer zahlten mit 2,011 Euro indes am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) am wenigsten.

Spritpreise im Oktober: Autofahrer sollen sich vor dem Tanken informieren

Der ADAC übte zudem erneut Kritik daran, dass die Spritpreise im Verhältnis zum Ölpreis deutlich zu hoch seien. „Jahreszeitlich bedingte Sonderfaktoren wie eine stärkere Heizölnachfrage sowie der hohe Dieselbedarf der Industrie als Gasersatz spielen zwar eine wichtige Rolle. Das Niveau des aktuellen Dieselpreises rechtfertigt dies jedoch nicht“, betont der Automobilclub.

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Entsprechend rät der ADAC Autofahrern, „sich vor dem Tanken über die aktuellen Spritpreise zu informieren und dann den günstigsten Anbieter anzusteuern“. Helfen können dabei beispielsweise Preisvergleich-Apps fürs Smartphone. Zudem ist sinnvoll, in den Abendstunden zu tanken, da es dann in der Regel am preiswertesten ist.

Rubriklistenbild: © Sven Simon/Imago

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