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Jetzt Brokkoli und Erbsen säen, in wenigen Tagen junges Gemüse ernten

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Endlich frisches Grün: Sprossen, Keimlinge und Grünkraut stillen im Winter die Sehnsucht nach knackigem Gemüse. Hier lohnt der Griff zu ungewöhnlichem Saatgut.

Schonmal junge Sonnenblume gegessen? Es muss nicht immer Kresse sein. Wer sich in der kalten Jahreszeit mit gesunder Frischkost versorgen möchte, kann sich auf der Fensterbank mit wenig Aufwand auch etwas größeres Gemüse ziehen – innerhalb von zwei Wochen wachsen Sorten wie Zuckererbsen oder Brokkoli zu jungen Pflanzen heran, die das Butterbrot oder das Wokgemüse etwas extravaganter machen.

Sprossen, Keimlinge & Co.: Jetzt Erbsen und Brokkoli säen

Eine Anzuchtschale, Saatgut und eine Fensterbank – mehr benötigt man nicht, um Grünkraut wie Erbsen zu ziehen.

Wer sich zu Hause der Mini-Gemüsezucht widmen möchte, hat die Wahl zwischen Keimlingen, Sprossen und Grünkraut. Während Keimlinge lediglich aufgeplatzte Samen mit ganz zarten Wurzeln bezeichnen, handelt es sich bei der Sprosse schon um einen Stängel mit Keimblättern. Noch eine Nummer größer ist das Grünkraut, junge Pflanzen, die schon mehrere Blättchen haben, auch Microgreens genannt.

Essbar sind in der Regel alle Teile, nur beim Grünkraut sollte man auf die Wurzeln verzichten. Aus gutem Grund, denn während man Sprossen und Keimlinge nur in Wasser kultivieren kann, erfolgt der Anbau von Grünkraut am besten in etwas Erde, die nicht keimfrei ist und somit hygienisch bedenklich werden könnte. Einmal gesät, lassen sich die Pflanzen nach sieben bis 20 Tagen ernten und ergeben auf dem Teller nicht nur ein Topping, sondern schon fast eine kleine Gemüsemahlzeit. Neben Erbsen und Brokkoli sind auch folgende Sorten empfehlenswert:

  • Grünkohl
  • Radieschen
  • Rettich
  • Rucola
  • Fenchel
  • Rote Rüben
  • Sonnenblumen
  • Pak Choi
  • Senf

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Clever versorgt mit zehn Gemüsesorten, die Sie auch im Winter anbauen können

Eine frisch gepflanzte Rhabarber-Jungpflanze
Rhabarber ist sehr winterhart, die Pflanzen können an milden Tagen im November noch in die Erde. ©  Jochen Tack/Imago
Eine Frau setzt Knoblauchzehen in die Erde
Sogar im November und im Februar ist es möglich, Knoblauchzehen zu setzen.  © Westend61/Imago
Keimendes Weizengras in der Nahaufnahme
Vor allem im Hochbeet keimen Süßgräser wie Gersten- oder Weizengras auch im Winter. © Panthermedia/Imago
Kerbelrüben in der Nahaufnahme
Fast vergessene Gemüseart: Die Kerbelrübe (Chaerophyllum bulbosum) ist ein Frostkeimer und kann noch im Dezember gesät werden. © Leemage/Imago
Junge Spinatblätter wachsen im Beet
Spinat lässt sich wie auch Radieschen schon im Januar ins Frühbeet säen. © Panthermedia/Imago
Eine Meerkohlpflanze im Beet
Die Aussaat des Meerkohls (Crambe maritima) erfolgt im November oder Dezember im Freiland. © alimdi/Imago
Ein Mann erntet mit einer Schere Erbsen-Jungpflanzen (Microgreens)
Microgreens – das junge Gemüse von Brokkoli, Erbsen & Co. ist nach zwei Wochen erntereif. © Mint Images/Imago
Ein Beet mit frisch geernteten Möhren, in dem ein Hund sitzt
Wer man Möhren im Februar direkt ins Beet sät, kann sie ab Mai ernten.  © Mint Images/Imago
Topinamburknollen werden aus nassem Boden geerntet, daneben Gummistiefel
Ernte und Anbau liegen beim Topinambur nah beieinander: Vor dem ersten Frost können die Knollen noch in die Erde. © Westend61/Imago
Ein Korb mit Winterportulak
Der Name ist Programm: Winterportulak gedeiht auch bei Kälte im Beet oder im Gewächshaus. © Westend61/Imago

Die Vorteile von Microgreens sind zahlreich: Sie lassen sich auch ohne viel Platz und Zubehör schnell im Zimmer heranziehen. Außerdem sind sie ein richtiges Superfood: Direkt vor dem Verzehr geerntet, strotzen sie vor Vitaminen, vor allem Vitamin C und B-Vitaminen, sowie sekundären Pflanzenstoffen. Zusätzlich liefern sie wertvolles Eiweiß.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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