VonLukas Einkammererschließen
In einigen Kaufland-Filialen gibt es seit Kurzem eine interessante Neuerung. Damit will der Discounter-Gigant seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
Neckarsulm – Egal ob Privatpersonen oder millionenschwere Konzerne: Beim Umweltschutz ziehen alle an einem Strang. Nachdem Anfang des Jahres bereits Plastiktüten in den deutschen Supermärkten verboten wurden, hat die Discounter-Kette Kaufland eine weitere Änderung vorgestellt, die den Wocheneinkauf in Zukunft wesentlich ökologischer gestalten dürfte.
Denn ähnlich wie es in einigen, unabhängigen Läden schon seit geraumer Zeit möglich ist, können Kunden auch beim Einzelhandels-Giganten in Zukunft Lebensmittel an sogenannten „Unverpackt“-Stationen kaufen – Naturbewusst und ganz ohne lästigen Plastikmüll.
Wir wollen weiter #Plastik reduzieren. Aktuell testen wir schon in insgesamt 8 Kaufland-Filialen die #Unverpackt-Stationen mit Lebensmitteln in Bio-Qualität.
— Kaufland (@kaufland) August 10, 2022
Dabei gehören 40 Grundnahrungsmittel wie Reis, Müsli, Nudeln und Nüsse zum Sortiment. pic.twitter.com/Pnnh6rDmQL
Kaufland stellt neues „Unverpackt“-Konzept vor: Einkaufen ohne Plastikmüll
Wie der Name schon sagt, steht bei den „Unverpackt“-Stationen das Einkaufen ohne überschüssigen Plastikabfall im Vordergrund. Anstatt der üblichen Verpackungen, werden Produkte in praktischen Spendern angeboten, die ein wenig an Hotelbüffets erinnern dürften. Wer bei Kaufland shoppt und seine eigenen Behälter mitbringt, kann diese nach vorherigem Wiegen dann nach Belieben an der Station füllen und spart sich so das Wegwerfen von leeren Tüten und Dosen. So einfach geht umweltfreundlich.
Wie das Unternehmen mit Sitz in Neckarsulm auf der Kurznachrichtenplattform Twitter verkündete, sollen im Angebot der „Unverpackt“-Stationen 40 Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis und Müsli enthalten sein. Produkte wie Fleisch und Fisch gibt es zwar nach wie vor erstmal nur in den allbekannten Plastikverpackungen, ein großer Schritt nach vorne ist es aber trotzdem.
An diesen Kaufland-Standorten gibt es die praktischen „Unverpackt“-Stationen bereits:
- Berlin-Niederschönweide, Schnellerstraße 21
- Hamburg-Bramfeld, Bramfelder Dorfplatz 18
- Heidelberg-Pfaffengrund, Eppelheimer Straße 78
- Köln-Ehrenfeld, Thebäerstraße 9
- Leipzig, Paunsdorfer Allee 1
- München-Moosach, Bunzlauer Platz 5-7
Pfungstadt, Eberstädter Straße 200 - Steinheim a. d. Murr, Steinbeisstraße 15
Kaufland stellt neues „Unverpackt“-Konzept vor: Positive Reaktionen von Kunden
Nachdem es letzten Sommer an den Standorten Pfungstadt und Steinheim/Murr eingeführt wurde, ist das „Unverpackt“-Konzept mittlerweile in acht Kaufland-Filialen im Einsatz, darunter auch in München-Moosach. In den sozialen Medien reagieren Supermarkt-Einkäufer auf die bahnbrechende Neuerung mit Begeisterung. „Das ist ja endlich Mal eine gute Idee“, lobt ein Kunde, „Damit die Umwelt hoffentlich bald wieder lächeln kann“, tut es ihm ein anderer gleich.
Bei aller Euphorie lassen sich jedoch auch kritischere Stimmen vernehmen. Vor allem der Preis der verpackungslosen Lebensmittel scheint nicht ganz so gut anzukommen. „Solange unverpackt noch mehr kostet als verpackt, wird das wohl nur sehr zögerlich umsetzbar sein“, schreibt ein Einkäufer auf Twitter.
Wie sich die „Unverpackt“-Stationen angebotsmäßig und preislich entwickeln, bleibt noch abzuwarten. Einige Kaufland-Kunden wünschen sich unterdessen eine weitere Neuerung, die vor allem Pizza-Liebhabern sehr gefallen dürfte. (le)
Rubriklistenbild: © dpa/Jens Wolf
