Späte Schönheiten

Stauden für den Herbst: Winterharte Sorten mit üppiger Blüte

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Der Herbst-Eisenhut beginnt erst Anfang Oktober zu blühen.
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Im Herbst muss man keinesfalls auf einen schönen Garten verzichten. Möglich machen das winterharte Stauden mit beeindruckender Blütenpracht.

Um im Herbst die blühende Gartensaison zu verlängern, setzen viele auf Stauden wie Chrysanthemen, Anemonen oder Heidekraut. Aber man sieht die Blumen dafür auch in fast jedem Garten. Warum nicht einmal weniger bekannte winterharte Pflanzen wählen, die ab dem Spätsommer mit einer interessanten Blütenpracht überraschen?

Stauden für den Herbst: Winterharte Sorten, die nicht jeder kennt

Der Herbst ist eine schöne Zeit für den Garten. Die Blätter der Laubbäume schmücken die Landschaft mit warmen, intensiven Farben und die Herbststauden zeigen vor dem Winter noch einmal mit meist zahlreichen Blüten, was sie können. Wer nicht Jahr für Jahr die gleichen Blumen sehen möchte, dem bietet die Zeitschrift Fine Gardening ein paar Tipps für eine farbenprächtige Abwechslung:

Die Teppich-Myrten-Aster (Aster ericoides „Snowflurry“)

Es ist nicht immer einfach, einen Bodendecker zu finden, der im Herbst blüht, aber die zierliche Aster „Snow Flurry“, auch Septemberkraut genannt, hat eine niedrige, eher kriechende Wuchsform. Ihr nadelförmiges Laub erinnert an Wacholder. Wenn „Snow Flurry“ in der Herbstmitte blüht, verdecken die zahlreichen winzigen weißen Blüten die Blätter oft vollständig – wie ein Schneeteppich. Die Aster liebt die Sonne und einen durchlässigen Boden und ist die perfekte Wahl für den Stein- und den Staudengarten. Die Wuchsform kommt besonders gut zur Geltung, wenn man die Zweige über Steinmauern oder zwischen Felsen schlängeln lässt.

Die Zwerg-Silberkerze (Cimicifuga japonica „Cheju-do“)

Diese Silberkerze bevorzugt feuchte Böden und halbschattige Standorte und bildet mit ihren dunkelgrünen, gelappten Blättern attraktive Büschel. Die bis zu 80 Zentimeter hohen Stängel mit perlenartigen Blütenknospen öffnen sich zu kleinen weißen Sternen und machen diese Pflanze zu einem Lichtblick für dunklere Plätzchen.

Die Zwerg-Silberkerze hat einen niedrigen Wuchs und im Gegensatz zur Traubensilberkerze stehende Rispen.

Der Herbst-Eisenhut (Aconitum carmichaelii „Arendsii“)

Normalerweise beginnen die Blüten des Eisenhuts erst Anfang bis Mitte Oktober richtig an zu blühen. Dafür aber mit voller Kraft: Der bis zu zwei Meter hohe „Arendsii“-Eisenhut lenkt die Blicke mit dichten Rispen voller kobaltblauer Blüten auf sich. Sehr gut steht die stattliche, aber giftige Staude im hinteren Teil eines sonnigen bis halbschattigen Beetes in einem gleichmäßig feuchten, aber nicht zu nassen Boden.

Verwelktes abschneiden: Diese Blumen sollten Sie im Sommer für neue Blüten ausputzen

Wiesen-Phlox (phlox maculata) Nataschia
Was für eine Schönheit! Noch schöner wirds, wenn man den Wiesen-Phlox (Phlox maculata) sofort nach der ersten Blüte ausputzt. Dies gilt auch für die niedrigen Verwandten Polster- und Teppich-Phlox. © Depositphotos/Imago
Person schneidet welke Dahlienblüte ab.
Damit Dahlien bis zum Frost blühen, ist das regelmäßige Ausputzen nötig – sonst hören sie einfach irgendwann auf. © Panthermedia/Imago
Stauden-Lupinen und Katzenminze
Stauden-Lupinen und Katzenminze gehören ebenfalls zu den Blumen, deren Blüten man regelmäßig stutzen sollte. © Nature Picture Library/Imago
Frau steht zwischen Rosensträuchern
Bei „öfterblühenden Rosen“ schneidet man welke Blüten so schnell wie möglich einschließlich der ersten beiden Laubblätter ab, um den nächsten Flor anzuregen. © Cavan Images/Imago
Gelbes Sonnenauge (Heliopsis helianthoides)
Das Sonnenauge (Heliopsis helianthoides) belohnt das regelmäßige Entfernen welker Blüten mit kontinuierlicher Blütenbildung. © Pond5 Images/Imago
Blühender Lavendel im Sommer
Der Lavendel ist ein Paradebeispiel für einen gelungenen Rückschnitt: im Juli oder August nach der Blüte werden alle alten Blütenstände entfernt. Bis zum Herbst kommen dann neue nach. © Panthermedia/Imago
Frau schneidet Clematis
Manche Clematis benötigen einen Rückschnitt. Aber Vorsicht, nur die großblumigen Arten und Sorten der Schnittgruppe 2, die im Frühsommer an den vorjährigen Trieben blühen. Geschnitten wird die Blüte mitsamt dem ersten Blattpaar darunter. Im Spätsommer blüht die Pflanze dann erneut. © Redeleit/Imago
Purpur-Sonnenhut (echinacea purpurea)
Wer den Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) regelmäßig schneidet, verhindert die unkontrollierte Selbstaussaat. © bodenseebilder.de/Imago
Blau blühender Rittersporn
Beim Rittersporn lohnt sich ein besonders kräftiger Rückschnitt. Wenn er ein zweites Mal blühen soll, schneidet man Verblühtes eine Handbreit über dem Boden ab – je früher im Sommer das der Fall ist, desto besser. © Shotshop/Imago
Zwei Senioren begutachten Rhododendron-Blüten
Weniger Blume als Strauch, aber auch vom Rhododendron schneidet man Verblühtes zugunsten neuer Knospen ab. So verhindert man außerdem Schädlingsbefall und Pilzerkrankungen. © YAY Images/Imago

Die Japanische Wachsglocke (Kirengeshoma palmata)

Selbst ohne Blüten wäre die Japanische Wachsglocke aufgrund ihrer hübschen ahornähnlichen Blätter und ihrem ausladenden Wuchs eine wunderbare Ergänzung für den Garten. Diese pflegeleichte Staude wird bis zu 120 Zentimeter hoch und bevorzugt schattige Standorte mit feuchtem, gut durchlässigem Boden. Ab September öffnen sich die Blütenknospen zu buttergelben Glöckchen, die lange blühen.

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