Sternschnuppen fotografieren mit dem Smartphone: So gelingen die Aufnahmen
VonMilea Erzinger
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Jedes Jahr fliegen die Perseiden, aber kaum jemand bekommt sie gut aufs Foto. Warum das Handy nicht das Problem ist und was stattdessen wichtig ist.
Der Himmel leuchtet, Sternschnuppen jagen über die Nacht. Und auf dem Foto? Ein schwarzer Pixelhaufen. Dabei braucht es keine Profi-Ausrüstung, um die Perseiden richtig einzufangen. Wer weiß, wann und wie, kann mit dem Smartphone beeindruckende Bilder machen. Die Technik ist dabei nur ein Teil der Wahrheit.
Auch mit modernen Smartphone-Kameras sind Aufnahmen der Perseiden eine Herausforderung. Entscheidend sind vor allem Standort, Stabilität und die richtigen Einstellungen.
Die Perseiden sind jedes Jahr im August zu sehen, mit ihrem Höhepunkt rund um den 12. auf den 13. August. Bis zu 60 Sternschnuppen pro Stunde huschen dann laut der Deutschen Presseagentur (dpa) über den Himmel. Wer sich ein cooles Bild davon erhofft, scheitert oft nicht an der Kamera, sondern an fehlender Vorbereitung.
Fester Stand und dunkle Umgebung: Worauf es beim Fotografieren der Sternschnuppen ankommt
Die meisten unterschätzen, wie empfindlich die Technik bei Dunkelheit und langen Belichtungen reagier. Ein verwackelter Shot, zu viel Licht aus der Stadt oder ein leerer Akku machen schnell alles zunichte. Vor allem wer meint, spontan mit dem Handy in den Himmel zu halten, bekommt bestenfalls einen unscharfen Punkt.
Smartphones können mehr, als man denkt, aber nicht, wenn sie wackeln. Ein fester Untergrund oder ein kleines Stativ sind Pflicht, schreibt auch der SWR. Ohne festen Stand wird es schwer, weil die Belichtungszeiten lang sind. Auch ein Timer oder ein Fernauslöser machen Sinn. So lässt sich vermeiden, dass das Bild beim Tippen auf den Bildschirm direkt verwackelt.
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Ein zweiter Tipp ist der Standort. Wer Sterne jagt, muss raus – und zwar weit weg vom Stadtlicht. Je dunkler die Umgebung, desto größer die Chance auf gute Fotos. Optimal ist der Himmel laut der dpa zwischen zwei und vier Uhr nachts, da steht das Sternbild Perseus besonders hoch.
So gelingen Sternschnuppenfotos mit dem Smartphone: Einstellungen und Technik
Der Blitz muss in jedem Fall ausgeschaltet sein. Der ISO-Wert sollte idealerweise im Bereich zwischen 200 und 400 liegen, der Fokus manuell auf unendlich gestellt werden und die Belichtungszeit möglichst lang gewählt sein, empfiehlt die dpa. Viele Android-Smartphones verfügen bereits über einen Nacht- oder Profimodus in der Kamera-App, alternativ können Apps wie ProCam X dabei helfen, die Einstellungen manuell vorzunehmen, schreibt Chip.
Beim iPhone übernimmt der Nachtmodus viele dieser Anpassungen automatisch, allerdings funktioniert das nur zuverlässig, wenn der Blitz deaktiviert ist. Entscheidend für gelungene Aufnahmen sind außerdem absolute Ruhe, kein Zoomen und kein Autofokus. Das Handy sollte ruhig ausgerichtet werden, dann heißt es warten und regelmäßig auslösen.
„Einfach mal drauflos knipsen“: Perfekte Aufnahmen gelingen oft nicht auf Anhieb
Perfekte Aufnahmen gelingen oft nicht auf Anhieb, sondern entstehen erst im Nachhinein. Wer viele Bilder hintereinander aufnimmt, kann diese später übereinanderlegen und so ein einziges Bild mit mehreren Sternschnuppen erzeugen.
„Generell gilt bei Sternschnuppen die Taktik, einfach mal wild drauflos fotografieren und dann hinterher all die Bilder wegschmeißen, auf denen keine Sternschnuppen drauf sind“, empfiehlt Carolin Liefke, stellvertretende Leiterin des Hauses der Astronomie in Heidelberg.