Verletzungsgefahr

Hundespiel „Stöcken werfen“ – Martin Rütter: „Es ist gefährlich“

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Fast jeder Hund liebt es, seinem Herrchen oder Frauchen Dinge zu apportieren. Oft ist das auf Spaziergängen ein Stock. Doch das kann für das Tier gefährlich werden.

Tierexperte Martin Rütter hilft seit Jahren Menschen dabei, einen neuen Zugang zu ihren Hunden zu finden und die Beziehung zwischen Hund und Mensch einem breiten Publikum zu erklären. In der TV-Sendung „Die Unvermittelbaren“ versucht Martin Rütter für besonders problematische Hunde Besitzer zu finden. Oft kommen die Hunde aus dem Ausland, haben dort schon schreckliche Dinge erlebt und reagieren deswegen auf Menschen sehr empfindlich. Doch auch das Verhalten ihrer Herrchen oder Frauchen ist nicht immer einwandfrei, denn selbst das Stöckchen werfen will gelernt sein.

Stöckchen werfen – Martin Rütter behauptet: „Es ist gefährlich“

Beim Stöckchenwerfen können sich Hunde verletzen.

Einige Hunde sind unausgelastet und finden deswegen schlecht zur Ruhe. So zum Beispiel auch Mischlingshund Horst, den Martin Rütter in der TV-Sendung „Die Unvermittelbaren“ bei Besitzerin Doro besucht. Doro hat mit Horst zu kämpfen, denn der kläfft immer wieder wie verrückt. Das Problem: Sie besitzt eine Schneiderei, in die sie Horst tagsüber mitnimmt. Wenn Kunden kommen, kläfft Horst diese ohne Unterlass an und verscheucht sie letztlich. Für Doro entsteht so nicht nur ein privates Problem, sondern auch ein berufliches. Ihre Existenz scheint durch ihren eigenen Hund bedroht zu sein.

Zehn Hunderassen mit dem stärksten Biss

Malinois werden auch als belgische Schäferhunde bezeichnet. Durch ihre hohe Aufmerksamkeit eignen sie sich als Wachhunde und werden auch als Diensthunde bei Polizei und Militär eingesetzt. Weil sie viel Energie besitzen, müssen sie entsprechend ausgelastet werden. (Symbolbild)
Platz 10: Der Malinois oder auch belgische Schäferhund hat eine Beißkraft von 200 PSI. Die Rasse ist sehr aufmerksam und eignet sich deswegen auch als Wachhund. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Wegen ihres üppigen Fells, werden Chow-Chows auch als „Löwenhunde“ bezeichnet. Sie sind zwar sehr ausgeglichene Tiere, aber auch etwas eigensinnig. In der Regel werden sie bis zu 56 Zentimeter groß. (Symbolbild)
Platz 9: Die flauschigen und ausgeglichenen Chow-Chows können mit bis zu 220 PSI zubeißen. Die Rasse kommt aus China und wird dort auch „Löwenhund“ genannt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Weil Holländische Schäferhunde so athletisch und lernwillig sind, werden sie häufig als Diensthunde bei Polizei, Militär und Zoll eingesetzt. Ihre Vorfahren sind die gleichen, wie die der Mallinois, den belgischen Schäferhunden. (Symbolbild)
Platz 8: Holländische Schäferhunde beißen mit 225 PSI zu. Sie sind sehr lernwillig und sportlich. Mit den Mallinois sind sie verwandt. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
Mit einer Beißkraft von 235 PSI sind American Pit Bull Terrier früher oft in Hundekämpfen zum Einsatz gekommen. Die Rasse ist dadurch als äußerst aggressiv in Verruf geraten. Bei guter Erziehung aber, sind auch sie sehr freundliche Hunde. (Symbolbild)
Platz 7: American Pit Bull Terrier haben eine Beißkraft von 235 PSI. Durch Hundekämpfe sind sie in Verruf geraten. Doch bei guter Erziehung sind sie sehr menschenfreundlich. Deswegen werden sie heute auch, trotz ihres Stigmas, als Assistenz- und Therapiehunde eingesetzt. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Deutsche Schäferhunde wurden zwar zum Hüten gezüchtet, haben aber auch einen starken Jagdtrieb. Zubeißen können sie mit 240 PSI. Ihr Gebiss ist in erster Linie auf das Fangen, Festhalten, Zerreißen und das Zerkleinern der Beute spezialisiert. (Symbolbild)
Platz 6: Deutsche Schäferhunde wurden zwar zum Hüten gezüchtet, haben aber auch einen starken Jagdtrieb. Zubeißen können sie mit 240 PSI. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Hunde der Rasse American Bulldog sind loyal und freundlich. Ihre Statue ist klein, aber kräftig. So auch ihr Kiefer, mit dem sie eine Beißkraft von 300 PSI erreichen können. (Symbolbild)
Platz 5: Der American Bulldog ist klein und muskulös. Sein breiter, kräftiger Kiefer kommt auf eine Beißkraft von 300 PSI. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Rottweiler sind sehr aufmerksam und können auch ein ausgeprägtes Schutzverhalten an den Tag legen. Mit ihrem kräftigen Gebiss erreichen sie Kräfte von bis zu 330 PSI. (Symbolbild)
Platz 4: Rottweiler können mit 330 PSI zubeißen. Sie sind bekannt für ihr freundliches und tapferes Wesen. Doch auch für ihre Körperkraft und ihren starken Kiefer. (Symbolbild) © teamwork/Imago
Der English Mastiff gilt als ruhig und würdevoll, aber auch tapfer und beschützend. Rüden können bis zu 100 Kilogramm schwer werden. Mit einer Beißkraft von 560 PSI ist auch ihr Kiefer besonders kräftig. (Symbolbild)
Platz 3: Den drittstärksten Hundekiefer besitzt der English Mastiff. Mit 560 PSI kann er zupacken. Sein Wesen ist ruhig und beschützend, weswegen er sich auch sehr gut als Wachhund eignet. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Der Dobermann gilt als sensibel und oft wird ihm ein aggressiver Charakter nachgesagt. Auch wenn sie nicht so schwer werden, haben sie dennoch eine Beißkraft von bis zu 600 PSI. (Symbolbild)
Platz 2: Auch wenn der Dobermann gerade mal bis zu 45 Kilogramm schwer wird, hat er dennoch eine sehr große Beißkraft von 600 PSI. (Symbolbild) © Zoonar/Imago
Der Kangal-Hirtenhund kann mit 740 PSI kräftiger als ein Löwe zubeißen. Der Kangal ist ein Herdenschutzhund und wird zur Überwachung von Nutztieren eingesetzt. (Symbolbild)
Platz 1: Den stärksten Kiefer unter den Hunderassen hat der Kangal-Hirtenhund. Mit ganzen 740 PSI kann er zubeißen und ist damit sogar kräftiger als ein Löwe, der auf 691 PSI kommt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

Um Horst mehr Auslastung und Ruhe zu schenken, geht sie jeden Mittag mit ihm spazieren. Dann kann Horst sich richtig austoben und reagiert nicht mehr so aufgeregt auf fremde Menschen. Das Beste an diesen Spaziergängen sind für Horst die kleinen Spieleinheiten, die Doro zwischendrin einbaut. Dabei kann er sich richtig auspowern. Als Martin Rütter die beiden dabei begleitet, fällt ihm jedoch das Stöckchen werfen negativ auf.

Stöckchen werfen: Hund kann sich verletzen

Gerade das Stöckchenwerfen gehört gefühlt zum Standardritual eines jeden Hundebesitzers, wenn er mit seinem Liebling unterwegs ist. Doch Martin Rütter sieht das kritisch. Das Problem beim Stöckchenwerfen kann vielseitig sein:

  • Hunde können kleine Holzsplitter abkauen, die dann im Hals stecken bleiben. Daraus bilden sich dann Abszesse.
  • Hunde tragen die Stöcke nicht immer quer im Maul, sondern auch schon mal wie eine Zigarette. Im schlimmsten Fall kann er sich den Stock so beim Spiel in den Hals rammen.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Das gut gemeinte Stöckchenwerfen sollten sich Hundebesitzer also lieber zweimal überlegen. Ungefährlicher ist es, wenn Frauchen und Herrchen beim Apportieren einfach ein spezielles Hundespielzeug aus dem Fachgeschäft nutzen.

Rubriklistenbild: © rimmi/Imago

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