Entspannung für Körper und Geist

Stress abbauen: Was durch Kneten, Mischen und Verzieren beim Backen ausgelöst wird

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Wer noch kein Fan von Backen ist, sollte es werden: Backen reduziert Stress- und Angstgefühle. Es entspannt den Körper und fördert die Konzentration – und man kann sich und andere noch kulinarisch verwöhnen.

Es gibt viele Möglichkeiten, den Geist abzuschalten und sich zu entspannen, sei es mittels Sport oder Meditation. Warum aber nicht zu besonderen und doch einfachen Maßnahmen greifen, wie dem Backen von Brot oder eines Kuchens? Gerade in Zeiten von Corona verzeichnete man eine extrem hohe Nachfrage von Hefe in Supermärkten. Der Grund: Menschen suchten Ablenkung und fanden diese in schwierigen Zeiten auch in Ursprünglichem, beispielsweise dem Backen.

Stress abbauen: Was durch Kneten, Mischen und Verzieren beim Backen ausgelöst wird

Beim Backen und Kneten entspannt sich der Geist, Stress wird nachweislich abgebaut.

Dass Backen eine therapeutische Wirkung zu haben scheint, beobachtet auch die renommierte Psychologin Dr. Tracy Thomas aus Kalifornien. „Ich betrachte dies als eine meiner größten Strategien für die psychische Gesundheit. Bereits seit 15 Jahren ist der Sonntag für mich persönlich der ‚Tag des Backens‘“, so Dr. Thomas. Aber warum genau ist Backen beispielsweise von Brot so gut für unser Gehirn und unsere Stimmung?

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Psychische Gesundheit stärken: Zehn Tipps, die Balsam für die Psyche sind

Eine Frau hält ein Fernglas in der Hand.
Offenheit und Neugierde für neue Erlebnisse schaffen nicht nur Abwechslung im Leben, sondern regen auch die Lebensgeister an. Wer seiner Seele etwas Gutes tun möchte, bleibt dem Leben gegenüber deshalb neugierig und sorgt immer wieder für neue Herausforderungen und Erfahrungen. © Vasily Pindyurin/IMAGO
Eine Frau sitzt im Schneidersitz im Gras und meditiert.
Um Ihre psychische Gesundheit zu stärken, sorgen Sie für genügend Entspannung in Ihrem Leben. Dabei gibt es verschiedene Techniken, wie zum Beispiel Meditation oder Yoga, die Sie hier unterstützen können. Finden Sie die für Sie passende Entspannungsmethode und lassen Sie einfach mal los. © Daniel Ingold/IMAGO
Eine Frau sitzt an einem Schreibtisch und stützt ihren Kopf auf ihre Hände.
Stress und Überlastung im Job können Gift für die psychische Gesundheit sein. Achten Sie deshalb darauf, dass Sie, wenn möglich, im beruflichen Alltag immer wieder kleine Pausen einlegen. Gehen Sie ein paar Schritte, atmen Sie tief ein oder aus oder schauen Sie einfach mal ein paar Minuten aus dem Fenster. Das wird Ihren Körper und Ihren Geist entspannen. © Rainer Berg/IMAGO
Eine Seniorin und ein junger Mann spielen zusammen Karten.
Wer anderen hilft, tut auch sich selbst etwas Gutes. Denn soziales Engagement fördert die Selbstwertschätzung und damit gleichzeitig die psychische Gesundheit. Seien Sie ehrenamtlich tätig und unterstützen Sie beispielsweise Senioren in ihrem Alltag. © Maskot/IMAGO
Freunde sitzen zusammen an einem Tisch.
Einsamkeit wirkt sich negativ auf die Psyche aus. Soziale Beziehungen und Freundschaften gehören zu einem guten Leben dazu. Deshalb sollten Sie diese pflegen und sich regelmäßig bewusst Zeit für Freunde und Familie nehmen. Wer zum Beispiel neu in einer Stadt ist und vor Ort noch keine Bekanntschaften hat, kann sich beispielsweise Vereinen oder Nachbarschaftstreffs anschließen, um Menschen kennenzulernen.  © IMAGO/Maskot
Eine Frau hält ein Bild in ihren Händen.
Malen, Zeichnen oder Schreiben: Künstlerisch oder kreativ tätig zu sein, wirkt sich bei vielen Menschen positiv auf ihre Stimmung und ihr Wohlbefinden aus. Greifen Sie deshalb gerne mal zu Pinsel und Farbe und toben Sie sich auf einer Leinwand aus.  © Emma Innocenti/IMAGO
Eine Frau umarmt einen Mann
Vermeidung ist keine gute Strategie, um Problemen aus dem Weg zu gehen. Anstatt sie zu verdrängen, holen Sie sich Unterstützung von anderen. Tauschen Sie sich zum Beispiel mit guten Freunden aus. Oder nehmen Sie eine Beratungsstelle in Anspruch, um Probleme anzugehen und Lösungen zu finden. Sich Hilfe zu holen, ist keineswegs ein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Sie beweisen damit Mut und Ehrlichkeit. © Maskot/IMAGO
Frau hält eine Tasse in der Hand und lacht.
Um sich wohlzufühlen, ist es wichtig, dass man seine ganz eigenen Bedürfnisse kennt. Trainieren Sie sich deshalb in Achtsamkeit sich selbst gegenüber. Nehmen Sie sich öfters Zeit nur für sich. Es empfiehlt sich dafür, das Handy einmal auszuschalten, um nicht gestört zu werden. Außerdem besteht dann weniger die Gefahr, dass man sich ablenken lässt. © "AntonioGuillem"/Imago
Eine Person trainiert an einem Sportgerät.
Sport kann ein guter Ausgleich zur Arbeit sein. Nebenbei macht er sogar noch glücklich. Schließlich schüttet der Körper Endorphine aus, bei denen es sich um die bekannten Glückshormone handelt. Dabei muss man nicht gleich Leistungssport betreiben. Auch andere Formen von Bewegung, wie etwa ein täglicher Spaziergang, unterstützen das Wohlbefinden. © Uwe Umstätter/IMAGO
Eine Person hält ein Fahrrad und eine Tasche mit Gemüse.
Wer allgemein auf einen gesunden Lebensstil achtet, der kann seine psychische Gesundheit damit positiv beeinflussen. Neben einer guten Ernährung gehören beispielsweise ein geregelter Tagesablauf, ausreichend Bewegung und genügend Schlaf und Erholung dazu. Außerdem sollten Sie auf Rauchen und übermäßigen Alkoholkonsum verzichten. © IMAGO/David Munoz

Beim Backen sind viele Sinne gefragt: Fühlen, Riechen, Sehen und natürlich Schmecken. „Der multisensorische Aspekt des Backens kann für manche Menschen sehr therapeutisch sein, besonders, wenn sie starke und positive Erinnerungen mit dem Backen verknüpfen“, erklärt Dr. Thomas aus eigener Erfahrung. Unser sogenanntes episodisches Gedächtnis, auch autobiografisches Gedächtnis genannt, ist sehr eng damit verbunden, wie wir Situationen im Leben verarbeiten und fühlen. Episodische Erinnerungen beinhalten die erlebten Empfindungen, wie im Fall des Backens beispielsweise den Geruch von gebackenem Brot oder das Gefühl des Teigs, wenn wir ihn kneten.

Stress abbauen: Backen fördert die Konzentration

Die körperliche Aktivität und Gefühle, die mit dem Backen verbunden sind, können auf ängstliche oder überforderte Menschen sehr erdend wirken. Das Bewusstsein für den eigenen Körper und die Konzentration auf den Moment werden geschärft. Beides kann Stress abbauen und die Stimmung verbessern“, weiß Dr. Thomas aus der Praxis. Auch Putzen könne die Konzentration fördern, dabei könnte sich die eigene Stimmung positiv heben und der Kopf entspannen.

Stress reduzieren: Backen hilft, achtsamer für Körper und Geist zu sein

Es ist der Schritt-für-Schritt-Prozess, der die die Achtsamkeit fördert. Man kennt Achtsamkeit als wichtiges und treibendes Prinzip aus der Meditation. Dabei geht es im Kern darum, ganz präsent und engagiert bei einer Aufgabe zu sein, anstatt Multitasking – was gerade Eltern als Herausforderung empfinden – zu betreiben oder auf äußere Ablenkungen zu reagieren. Das Backen konzentriert sich darauf, den Schritt-für-Schritt-Anleitungen zu folgen. Im Vergleich zu anderen Aktivitäten erfordert es viel Aufmerksamkeit, Kreativität sowie Koordination.

Stress abbauen: Kneten und Verzieren hilft

Die sich wiederholenden Bewegungen beim Kneten, Mischen, Messen und Verzieren können beruhigend und Stress-reduzierend sein. All diese Faktoren wirken zusammen und erzeugen eine Art „konzentrierte Entspannung“. Erklären Sie doch auch mal Ihren Sonntag zum „Tag des Backens“, jede Menge Entspannung garantiert!

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Annette Riedl/dpa

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