VonAdrian Kilbschließen
Nach der Haushaltseinigung der Koalition ändert sich für Bürger einiges. Neben dem CO₂- steigt auch der Strompreis. Das bedeutet: Mehrkosten für Verbraucher.
In vielen Bereichen kommen nach den Ampel-Beschlüssen am Mittwoch auf die Bürger Belastungen zu. So steigt jetzt der CO₂-Preis zum 1. Januar 2024 auf 45 Euro pro Tonne. Laut „ADAC“ müssen Nutzer von Benzin-Autos mit Zusatzkosten von 1,4 Cent pro Liter rechnen – bei Diesel-Fahrern sind es 1,6 Cent pro Liter mehr.
Aber auch der Strompreis wird teurer. Die Koalition hat den eigentlich geplanten 5,5 Milliarden schweren Bundeszuschuss zu den Stromnetz-Kosten gestrichen. Das heißt für die Verbraucher: Die zu zahlenden Netzentgelte steigen. Diese verdoppeln sich für 2024 auf durchschnittlich 6,43 Cent pro Kilowattstunde, wie die Übertragungsnetzbetreiber mitteilten. Doch wie wirkt sich das konkret auf den Geldbeutel aus?
Strompreise steigen 2024 – Mehrkosten kommen auf Verbraucher zu
Bei einem Durchschnittshaushalt mit 3.500 Kilowattstunden Jahresverbrauch müssen die Haushaltskunden um die 60 Euro mehr berappen. Diese Rechnung stellte das Unternehmen 50Hertz, ein Betreiber der Stromautobahnen, auf.
Die Deutsche Industrie- und Handelskammer kritisierte, auch der Wirtschaft insgesamt drohten zum Jahreswechsel deutlich steigende Strompreise. Vor allem für große Industrieunternehmen gibt es aber deutlich reduzierte Netzentgelte.
Stromsteuer für produzierendes Gewerbe soll sinken
Die Koalition hält außerdem an der geplanten Senkung der Stromsteuer für das produzierende Gewerbe fest. Die staatlichen Gas- und Strompreisbremsen dagegen laufen infolge des Urteils bereits Ende des Jahres aus – ursprünglich sollte das erst Ende März geschehen.
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Die Bundesregierung musste nach dem Haushaltsurteil des Bundesverfassungsgerichts Milliarden zusammenkratzen, um Löcher zu stopfen. Die Koalitionäre müssten allein im Kernhaushalt für das kommende Jahr 17 Milliarden Euro zusammenbekommen, im Sonderfonds für Investitionen in Klimaschutz und eine moderne Wirtschaft noch einmal 12 Milliarden.
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