App springt auf Rot

Strom-Alarm ausgelöst – droht Baden-Württemberg jetzt der Blackout?

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Die App „StromGedacht“ gibt einen Überblick über die Stromversorgung in Baden-Württemberg.
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Als die „StromGedacht“-App am Mittwoch plötzlich auf Rot springt, ist die Verunsicherung groß. User werden aufgefordert, ihren Stromverbrauch zu reduzieren. Steht Baden-Württemberg kurz vor einem Blackout?

Am Mittwoch, dem 7. Dezember, springt die App „StromGedacht“ von TransnetBW plötzlich auf Rot – das erste Mal, wie echo24.de berichtet. Und fordert auf, den Stromverbrauch bis 15 Uhr zu reduzieren: Haushaltsgeräte sollen möglichst nicht genutzt werden, Geräte am besten im Akkubetrieb laufen. Geht Baden-Württemberg durch die Energiekrise plötzlich der Strom aus?

TransnetBW gibt Entwarnung, zumindest teilweise. Denn: Springt die App auf Rot, bedeutet das, dass die Situation im Stromnetz angespannt ist und das Netz mit mehr Aufwand als üblich stabilisiert werden muss. Deswegen fordert „StromGedacht“ User zum Handeln auf: „Reduziere jetzt deinen Stromverbrauch, um mitzuhelfen, das Stromnetz stabil zu halten.“

Stromverbrauch im Alltag senken: 12 einfache Tipps, um Geld zu sparen

Ein Mann legt Kleidung in eine Waschmaschine.
Tipp 1: Bei modernen Waschmaschinen genügt es schon, die Wäsche bei 40 Grad zu waschen. Wer anschließend die Wäsche an der Luft trocknen lässt, spart sich den Strom für den Trockner. © Cézaro De Luca/dpa
Haushaltsgeräte in NRW
Tipp 2: Nicht nur bei Waschmaschinen, sondern auch bei Spülmaschinen kann man mit den Ökoprogrammen viel Strom sparen. Auch wichtig: Immer voll machen. © Martin Gerten/dpa
Kalt duschen
Tipp 3: Mit einem Sparduschkopf, den man für wenige Euro im Baumarkt erhält, kann man im Jahr bis zu 250€ sparen. © dpa/ Jens Kalaene
Eine Frau wäscht sich unter der Dusche ihre Haare.
Tipp 4: Wer etwas kälter duscht und kürzer in der Dusche verweilt, spart einige Euro an Strom. © Patrick Pleul/dpa
Bauch durch Pandemie - Corona macht sich auf der
Tipp 5: Die Tür vom Kühlschrank so lange wie möglich geschlossen zu halten, spart viel Strom. Ebenfalls ist eine Temperatur von 7 Grad im Kühlschrank völlig ausreichend. © Lino Mirgeler/dpa
ein heißer Backofen
Tipp 6: Backen mit Umluft ist 15 Prozent energieeffizienter im Vergleich zum Backen mit Ober-, Unterhitze. © Monika Skolimowska/dpa
Kochtopf mit Deckel auf dem Herd
Tipp 7: Beim Kochen im Kochtopf hilft nicht nur der Deckel, sondern auch die kleinstmögliche Topfgröße, beim Strom sparen. © Pixabay
Halogenlampe
Tipp 8: Auch bei der Beleuchtung kann man Strom sparen: Neue LED-Birnen sparen gegenüber Halogen-Birnen 80 Prozent des Verbrauchs ein. © Patrick Pleul/dpa
Bett mit Nachttischlampe
Tipp 9: Einfach, aber effizient: Das Licht ausschalten, wenn es nicht benötigt wird. © pixabay
Energieversorgung
Tipp 10: Die meisten elektronischen Geräte fressen auch im Stand-By-Modus Strom. Deshalb: Bei Mikrowelle, Playstation, Ladekabel und Co. einfach mal den Stecker ziehen. © Sina Schuldt/dpa/Symbolbild

„StromGedacht“-App springt auf Rot: angespannte Situation in Baden-Württembergs Stromnetz

Eine Sprecherin von TransnetBW erklärt dem „SWR“: „Wir sprechen nicht von Warnung, sondern Hinweisen.“ Sobald zu wenig Strom auf lokalen Quellen ins Stromnetz fließe, springe die App auf Geld oder Rot, erklärt der „SWR“ weiter. Heißt im Klartext: Nur weil die App auf Rot springt, bedeutet das nicht, dass Baden-Württemberg kurz vor einem Stromausfall oder Blackout steht. Trotzdem kann es natürlich sinnvoll sein, auf den Ernstfall gut vorbereitet zu sein.

TransnetBW und „StromGedacht“

Die TransnetBW GmbH betreibt das Strom-Übertragungsnetz in Baden-Württemberg. Mehr als 11 Millionen Menschen werden so mit Strom versorgt.
Die „StromGedacht“-App soll Menschen rechtzeitig vor einer angespannten Situation im Stromnetz informieren und kann kostenfrei im App Store oder bei Google Play heruntergeladen werden.

Am Mittwoch musste TransnetBW in der Hauptschaltleitung „mehr als 700 Megawatt (MW) für Redispatch-Maßnahmen im Ausland“ ordern. „Damit sollte eine für Mittwoch zwischen 14 und 15 Uhr prognostizierte angespannte Netzsituation abgemildert werden“, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Unter einem Redispatch versteht man nach Erklärung von TransnetBW „eine Anforderung zur Anpassung der Wirk­leistungseinspeisung von Kraftwerken durch den Übertragungs­netz­betreiber, mit dem Ziel, auftretende Engpässe zu vermeiden oder zu beseitigen.“ 

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