Vitamin D gegen Demenz: Untersuchung belegt einen Zusammenhang mit Nahrungsergänzungsmitteln
VonNatalie Hull-Deichsel
schließen
Forscher entdecken die Wirkung eines Nahrungsergänzungsmittels bei Demenz-Patienten. Vitamin D scheint Einfluss auf das Voranschreiten der Erkrankung zu nehmen.
Das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt mit dem Alter, da das Alter eine entscheidende Rolle bei der Entstehung dieser Erkrankung spielt. Neben dem Alter und einer genetischen Veranlagung können auch Lebensumstände wie Übergewicht, Alkoholkonsum, Rauchen, Diabetes, unbehandelter Bluthochdruck einen nicht zu vernachlässigenden Einfluss auf das Auftreten von Demenz und Alzheimer nehmen.
„Wir wissen, dass Vitamin D einige Wirkungen im Gehirn entfaltet, die Auswirkungen auf das Voranschreiten einer Demenz haben könnten. [...] Unsere Ergebnisse geben wichtige Einblicke für Patienten-Gruppen, die in zukünftigen Studien zur Vitamin-D-Supplementierung gezielt angesprochen werden könnten“, so Dr. Zahinoor Ismail, Leiter der Studie und Professor an der Cumming School of Medicine und der University of Exeter.
Vitamin D-Einnahme scheint besonders Demenz bei Frauen zu beeinflussen
Britische Forscher stellen im Zuge einer Untersuchung fest, dass Menschen mit Demenz, die Vitamin-D-Präparate einnehmen, möglicherweise ein geringeres Risiko für Demenz haben.
Während sich die Einnahme von Vitamin D in allen Gruppen als vielversprechend erwies, stellte das Team fest, dass der Einfluss des Hormons bei Frauen mit Demenz im Vergleich zu Männern deutlich größer war.
Vitamin D: welche Funktionen das Hormon im Körper übernimmt
„Der Zusammenhang mit Vitamin D in dieser Studie legt nahe, dass die Einnahme von Vitamin-D-Nahrungsergänzungsmitteln bei der Vorbeugung oder Verzögerung von Demenz hilfreich sein kann, aber wir brauchen klinische Studien, um zu bestätigen, ob dies wirklich der Fall ist.“
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.