Ergebnisse einer Studie

Gefahr im Supermarktregal: Diese Lebensmittel können gleich mehrere chronische Krankheiten fördern

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    Kilian Bäuml
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Fast Food, Wurstwaren, Softdrinks – sie alle gehören zu den sogenannten UPFs und können die Gesundheit gefährden. Eine Studie liefert nun erschreckende Details.

Kassel – Dass hochverarbeitete Lebensmittel wie Fertigprodukte sind nicht gut für die Gesundheit sind, wissen wohl die meisten Menschen. Laut einer Studie erhöhen sie sogar die Multimorbidität. Diese bezeichnet im Allgemeinen das gleichzeitige Vorhandensein von zwei oder mehr chronischen Krankheiten bei einem Patienten. Die in „Lancet Regional Health – Europa“ veröffentlichte Studie stützt sich auf Daten aus der „European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition“ (EPIC) und beinhaltet 266.666 Teilnehmer, die zu Beginn keine Krankheiten aufwiesen.

Der Fokus lag darauf, die Effekte des Verzehrs von stark verarbeiteten Lebensmitteln auf den menschlichen Organismus zu analysieren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung definiert UPFs (Ultra-Processed Foods) wie folgt: „Verzehrfertige Produkte, die durch Kombination von lebensmittelbasierten oder synthetischen Zutaten hergestellt werden.“

Studie warnt: UPFs steigern das Risiko für chronische Krankheiten

UPFs sind in der Regel Lebensmittel, die eine niedrige Nährstoff- und eine hohe Energiedichte aufweisen. Sie enthalten oft viele ungesunde Fette und sind arm an Vitaminen und Mineralstoffen. Die Kategorie der UPFs umfasst Fleisch- und Wurstwaren, Backwaren, Softdrinks, Süßigkeiten, Fertiggerichte wie Tiefkühlpizza und Fast Food wie Burger. Laut den Forschern konsumierten die Studienteilnehmer durchschnittlich zwischen 413 Gramm (bei Männern) und 326 Gramm (bei Frauen) an stark verarbeiteten Produkten pro Tag.

Eine Studie fand heraus, dass hochverarbeitete Lebensmittel wie Tiefkühlpizza das Sterblichkeitsrisiko erhöhen. (Symbolbild)

Wie hoch verarbeitete Lebensmittel die Gesundheit gefärden können

Die Studie ergab, dass der Konsum von UPFs das Risiko für das Auftreten von zwei oder mehr chronischen Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Herzkrankheiten erhöht. Je höher der Verzehr von UPFs, desto größer das Risiko. Besonders negativ wirken sich ein hoher Verzehr von tierischen Produkten, wie Wurst oder panierten Schnitzeln, und künstlich gesüßten Getränken aus. Fast 4500 Studienteilnehmer entwickelten eine Multimorbidität. Es wird berichtet, dass das Risiko für diese Krankheiten ab einem UPF-Verzehr von knapp 260 Gramm pro Tag steigt.

Abnehmen wird verhindert: Zehn Lebensmittel begünstigen Bauchfett

Margarine
Transfette sind künstliche Fette. Sie stecken vor allem in abgepackten und verarbeiteten Lebensmitteln. Dazu zählen beispielsweise Margarine, Fertigsoßen und -dressings sowie Süßigkeiten und Backwaren. Diese Fette fördern laut Studien das Bauchfett und schaden gleichzeitig der Herzgesundheit und den Gefäßen. Daher sollten Sie auf diese Lebensmittel besser verzichten. © tycoon/IMAGO
Würfelzucker
Bei der Entstehung von ungesundem Bauchfett spielt der Konsum von Zucker ebenfalls eine wesentliche Rolle. Denn wie Wissenschaftler herausgefunden haben, führt die Aufnahme von überschüssigem Zucker zu Fettspeicherungen sowohl im Bauch als auch in der Leber. Infolgedessen kann es zu einer Insulinresistenz kommen. Diese erschwert das zukünftige Abnehmen zusätzlich. Greifen Sie deshalb bei Heißhunger auf etwas Süßes besser zu Obst anstatt zur Schokolade. © Pond5/IMAGO
Wurst
Verarbeitetes Fleisch wie etwa Wurst schadet nicht nur der Gesundheit: Der Speck setzt auch am Bauch an und ist somit schlecht für eine schlanke Linie. Denn diese Lebensmittel sind meist ziemlich verfettet. So fördern sie Zivilisationskrankheiten und begünstigen Entzündungen im Körper, die wiederum zu Fettablagerungen an den Organen führen und den Muskelaufbau hemmen. © Zoonar.com/monticello/IMAGO
Bier
Alkohol ist kalorienreich und trägt maßgeblich zu einem Kalorienüberschuss bei. Dieser führt zwangsläufig zu Übergewicht. Zudem hat der Abbau von Alkohol für den Körper oberste Priorität. Denn die Leber möchte die Giftstoffe loswerden. Allerdings kommt dadurch der restliche Stoffwechsel und somit auch die Fettverbrennung zum Erliegen. So kann dies zu einer Fettleber sowie zum Ansetzen von Bauchfett führen.  © Cavan Images/IMAGO
Softdrinks
Nicht nur bestimmtes Essen, sondern auch gesüßte Getränke wie Limonade, Eistee oder Fruchtsäfte fördern das sogenannte Viszeralfett, das in der Bauchhöhle sitzt und die inneren Organe umgibt. Dabei machen die zahlreichen flüssigen Kalorien, die beim Trinken solcher Flüssigkeiten aufgenommen werden, noch nicht einmal satt. Stattdessen sind sie in gewissen Mengen auch noch schlecht für die Gesundheit. Möchten Sie am Bauch abnehmen, dann sollten Sie auf gesunde Getränke wie Wasser oder ungesüßten Tee umsteigen. © Boarding_Now/IMAGO
Getrocknete Feigen
Obst ist zwar gesund, in Form von Trockenfrüchten sind jedoch beispielsweise Datteln oder Feigen aufgrund der großen Menge an hochkonzentriertem Fruchtzucker echte Kalorienbomben. Wer Bauchfett reduzieren möchte, sollte daher besser zu frischem Obst greifen. Dieses enthält weniger Kalorien und viel mehr Wasser als Trockenobst. © monticello/IMAGO
Kleine Schüssel mit Soße
In fertigen Soßen oder Salatdressings wie etwa American Dressing oder French Dressing stecken meist große Mengen an raffiniertem Zucker, Salz und ungesunden Fette. Wenn Sie am Bauch abspecken möchten, sollten Sie deshalb Soßen und Dressings immer selbst zubereiten – so wissen Sie zumindest immer genau, was in Ihrem Essen drin ist. Verzichten Sie dabei jedoch auf fettreiche Zutaten wie Sahne und Zucker. © Boomeart/IMAGO
Semmel
Wer außerdem einen flachen Bauch haben möchte, sollte einfache Kohlenhydrate in Form von Brot und Nudeln aus Weißmehl besser reduzieren oder ganz vermeiden. Kohlenhydrate werden in den Körperzellen gespeichert und vom Organismus in Fett verwandelt, wenn sie nicht für Sport oder Bewegung benötigt werden. Dieses Fett sammelt sich insbesondere in der Bauchregion an. Komplexe Kohlenhydrate, beispielsweise Vollkornprodukte und Gemüse, sollte man hingegen verzehren – vor allem vor anstrengenden Trainingseinheiten.  © Zoonar.com/Heiko Kueverling/IMAGO
Bohnen
Zwar sind Hülsenfrüchte gesund, jedoch sind sie für viele Menschen gleichzeitig schwer verdaulich. Dadurch sammelt sich jede Menge Luft im Bauch. Dies lässt ihn dick und aufgebläht aussehen. Für einen flachen Bauch empfiehlt es sich daher, kurzfristig auf Hülsenfrüchte zu verzichten, beispielsweise wenn man ein enges Kleid tragen möchte. © Westend61/IMAGO
Wasserglas
Ähnlich wie mit den Hülsenfrüchten verhält es sich auch mit Mineralwasser, das mit Kohlensäure versetzt ist. Dieses lässt den Bauch dick und aufgebläht aussehen. Daher sollten Sie für einen flachen Bauch lieber stilles Wasser trinken – davon jedoch reichlich. Denn Wasser ist nicht nur gesund, sondern bringt auch die Verdauung in Schwung und hilft so beim Abnehmen. © Norman Posselt/IMAGO

Die Wissenschaftler konnten keinen Zusammenhang zwischen einem erhöhten Risiko für Multimorbidität und dem Verzehr von stark verarbeiteten Getreideprodukten wie Brot feststellen. Reynalda Córdova, die Leiterin der Studie, äußerte sich wie folgt: „Unsere Studie unterstreicht, wie wichtig es ist, den allgemeinen Zugang zu frischen und weniger verarbeiteten Lebensmitteln sicherzustellen. Darüber hinaus unterstreichen unsere Ergebnisse die Bedeutung einer differenzierten Analyse der Untergruppen hoch verarbeiteter Lebensmittel.“ Kürzlich fand eine Studie heraus, wann man essen sollte, um Krankheiten zu vermeiden.

Die Redakteurin oder der Redakteur hat diesen Artikel verfasst und anschließend zur Optimierung nach eigenem Ermessen ein KI-Sprachmodell eingesetzt. Alle Informationen wurden sorgfältig überprüft. Hier erfahren Sie mehr über unsere KI-Prinzipien.

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