Andere skeptisch

Studie zeigt Supermarkt-Trend zum Sparen – aber es besteht auch Skepsis

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Kosten reduzieren und Produktmangel umgehen? Zahlreiche Konsumenten erkennen die Vorzüge von Eigenmarken. Allerdings gibt es in einigen Bereichen noch Vorbehalte.

Kassel – Der Blick auf die Preisschilder im Supermarkt entfacht nicht immer Freude. Besonders Waren von bekannten Herstellern garantieren zwar Qualität, kosten zum Teil aber auch ein Stück mehr. Die meisten Supermärkte bieten ihren Kunden auch Eigenmarken an. Und einige dieser Produkte konnten auch im ARD-Test überzeugen.

Immer mehr Deutsche greifen zu Eigenmarken der Supermärkte, berichtet marktspiegel.de. Konsumenten sehen einige Vorteile. Einerseits sind sie weniger oft von Produktengpässen und Lieferschwierigkeiten betroffen. Dies ist besonders bei Produkten wie Obst und Gemüse, Milchprodukten oder Hygieneartikeln der Fall. Aber auch das Preis-Leistungs-Verhältnis kann sich sehen lassen. Meist kann man sich bei Eigenmarken im Vergleich zum Markenprodukt ein paar Euro einsparen.

Umfrage zeigt: 78 Prozent sehen Eigenmarken im Supermarkt als Sparlösung

Eine aktuelle Umfrage von Knuspr in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Appinio bestätigt diesen Trend: 78 Prozent der Befragten betrachten Eigenmarken als die beste Möglichkeit, beim Lebensmitteleinkauf Geld zu sparen. Eine Personengruppe greift hier besonders gerne zu: Die Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen. Die Umfrage hebt hervor, dass Kunden beim Kauf von Eigenmarken vor allem auf den Preis (81 Prozent) und die Qualität (71 Prozent) achten. 38 Prozent lassen sich von ihrer Zutatenliste leiten.

78 Prozent sehen Eigenmarken im Supermarkt als Sparlösung

In einigen Kategorien wird öfter zu Eigenmarken gegriffen als in anderen. Die beliebtesten sind dabei:

  1. Vorratsschrank (Nudeln, Konserven, Müsli usw.) (45 %)
  2. Haushaltsprodukte (Putzen & Reinigen, Hygieneprodukte usw.) (41 %)
  3. Kühlregal (37 %)
  4. Tiefkühlprodukte (36 %)
  5. Getränke (36 %)

Bei regionalen Produkten und Tiefkühlprodukten sehen Kunden aber noch Verbesserungspotential. Hier wird eher zur Marke gegriffen. Auch bei Premiumprodukten, Fleisch und Fisch, Getränken sowie bei Bio-Produkten fehlt einigen Verbrauchern die Auswahl.

Skepsis gegenüber Supermarkt-Eigenmarken nimmt im Alter ab

Trotz der vielen Vorteile, die Eigenmarken bieten, bleibt bei einigen Verbrauchern laut Studie eine gewisse Skepsis bestehen. Rund 30 Prozent der Befragten empfinden die Qualität und den Geschmack von Eigenmarken als schlechter im Vergleich zu Markenprodukten. Zudem greifen 53 Prozent der Konsumenten für besondere Anlässe lieber zu Markenprodukten. Oft steckt aber sogar eine Marke hinter einem No-Name Produkt.

Beim Einkauf Geld sparen: Welche Tipps und Tricks Verbraucher kennen sollten

Bei der Auswahl im Supermarkt entstehen oft Impulseinkäufe.
Tipp 1: Bei der riesigen Auswahl im Supermarkt entstehen oft unnötige Impulseinkäufe. Mit einem Essensplan kann man gezielt die Lebensmittel kaufen, die man für seine Gerichte auch braucht. So spart man nicht nur an der Kasse einiges an Geld, sondern kann auch eventueller Lebensmittelverschwendung entgegenwirken. © Oleksandr Voskresenskyi via imag
Hungrig sollte man nicht einkaufen gehen.
Tipp 2: Niemals hungrig einkaufen gehen. Wer Hunger hat, neigt dazu, alles was er gerne isst einfach in den Einkaufswagen zu packen und steht am Ende mit einem teureren Einkauf als geplant an der Kasse. Am besten, man geht nach dem Frühstück oder Mittagessen einkaufen. © Bernd54 via www.imago-images.de
Einkauf in einem Supermarkt oder Discounter zu Zeiten voTipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor Allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der meist in Liter oder Kilogramm angegeben wird.n Inflation. Fleisch, Schweinefleisch, Billigfleisch, Rindfleisc
Tipp 3: Auf den Grundpreis achten: Vor allem der Vergleich zwischen Markenprodukt und Eigenmarke lohnt sich. Meist bekommt man für weniger Geld genauso gute Eigenmarkenprodukte. Um einfacher vergleichen zu können, gilt es auf den Grundpreis zu schauen, der überwiegend in Liter oder Kilogramm angegeben wird. © IMAGO/Martin Wagner
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten die man in großen Mengen gebraucht lohnt es sich bei solchen Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: bei reduzierter Ware neigen wir dazu sie zu kaufen obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben.
Tipp 4: Auf Angebote achten und vergleichen: Fast jeder Supermarkt hat Aktionen und Angebote. Besonders bei Produkten, die man in großen Mengen braucht, lohnt es sich bei Aktionen zuzuschlagen. Doch es ist Vorsicht geboten: Bei reduzierter Ware neigen wir dazu, sie zu kaufen, obwohl wir sie gar nicht brauchen. Das kann den Preis in die Höhe treiben. © IMAGO/Frank Hoermann/SVEN SIMON
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können.
Tipp 5: Große Packungen kaufen: Ein Tipp der Verbraucherzentrale ist es, größere Packungen zu kaufen – sie haben meist einen günstigeren Grundpreis. Natürlich rentieren sich Großpackungen nur, wenn sie auch wirklich verbraucht werden können. © IMAGO/Jakub Porzycki
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren.
Tipp 6: Einkaufsfallen erkennen: In Supermärkten gibt es viele Einkaufsfallen, die für einen teureren Einkauf sorgen können. Dazu gehören irreführende Aktionsschilder, „Mogelpackungen“ und bewusste Produktplatzierungen. Ein Trick, welcher vermutlichen vielen bereits bekannt ist: Die teuersten Produkte stehen in der Regel auf Augenhöhe. Ober- und unterhalb sind die günstigeren. © IMAGO/McPHOTO/BilderBox
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie.
Tipp 7: Panikkäufe vermeiden: Panikkäufe, wie etwa aufgrund des Ukrainekriegs, sollten unbedingt vermieden werden. Diese führen ebenfalls zu Preissteigerungen. Außerdem wollen wir doch alle nicht, dass es wieder zum Kampf um die letzte Packung Klopapier im Supermarkt kommt – so wie zu Beginn der Corona-Pandemie. © IMAGO/MANUEL GEISSER
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen.
Tipp 8: Verzichte mindestens ein mal in der Woche auf Fleisch: Fleisch ist eines der teuersten Lebensmittel, schadet der Umwelt und den Tieren. Ganz einfach kann man auch fleischlose Gerichte zaubern, ohne Ersatzprodukte kaufen zu müssen. © IMAGO/Larissa Veronesi
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser.
Tipp 9: Saisonales Obst und Gemüse kaufen: Saisonale Produkte sind meist günstiger als nicht-saisonale. Das liegt an den hohen Importkosten, die für Obst und Gemüse aus dem Ausland anfallen. Außerdem schmecken die saisonalen Früchte auch besser. © EIBNER/EXPA/Stefanie Oberhauser
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mit halten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen.
Tipp 10: Wasser aus dem Hahn statt aus der Flasche: Das Hahnenwasser wird in Deutschland streng kontrolliert und kann im Normalfall mit dem aus der Flasche mithalten. Es spart also sowohl Geld als auch Energieaufwand beim Kisten schleppen. © IMAGO/Anastasiya Amraeva

Fast die Hälfte der Befragten ist zudem bereit, für ein Lieblings-Markenprodukt deutlich mehr zu zahlen, selbst wenn eine vergleichbare Eigenmarke verfügbar ist. Diese Tendenz nimmt aber mit steigendem Alter ab, zeigt die Umfrage. Nurmehr etwa 33 Prozent der 55- bis 65-Jährigen würde das doppelte für ein Markenprodukt ausgeben. Markennamen müssen nicht immer über die Qualität aussagen. Auch eine Lidl-Creme schlug unlängst im Stiftung-Warentest ein teureres Markenprodukt. (nr)

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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