VonJudith Braunschließen
Unterdrückter Stuhlgang kann nicht nur harmlose Beschwerden nach sich ziehen. Um böse Konsequenzen zu vermeiden, sollte der Darm schnellstmöglich entleert werden.
Zwar kommt es ab und zu vor, dass keine Toilette in der Nähe ist und der Stuhlgang deshalb unterdrückt werden muss: Aufgrund der gesundheitlichen Folgen ist dieses Verhalten jedoch keine gute Idee. Denn unterdrückter Stuhlgang kann schlimme Konsequenzen mit sich bringen, die weit über die eher harmlosen Beschwerden wie Blähungen und Bauchschmerzen hinausgehen.
Welche bösen Folgen es haben kann, wenn der Stuhlgang unterdrückt wird
Wenn der Kot aus dem Darm muss, möchte der Körper ihn schnellstmöglich loswerden. Dann signalisiert er uns dies und wir gehen normalerweise zur Toilette, um ihn zu entleeren. Wird der Kot allerdings nicht abgeführt – weil man sich beispielsweise in einer Situation befindet, in der ein Toilettengang gerade nicht möglich ist – kann von oben nichts nachkommen. Dadurch wird der Darm blockiert. Schließlich kann dieser seiner Aufgabe nicht mehr nachkommen.
Unterdrückt man den Stuhlgang und wird der Darm aufgrunddessen nicht rechtzeitig entleert, kann dies zu Verdauungsproblemen, Völlegefühl, Blähungen oder Übelkeit führen. Da Kot außerdem nicht nur aus Nahrungsbestandteilen, sondern auch aus Schadstoffen besteht, sollte er nicht zu lange im Darm bleiben.
Unterdrückter Stuhlgang kann schließlich zu Hämorrhoiden führen
Verweilt der Stuhlgang zu lange im Darm, kann er sich irgendwann verhärten und ziemlich schmerzhaft werden. Infolge des harten Kots muss man beim Toilettengang mehr pressen, was wiederum zu Hämorrhoiden führen kann. Da der Darm sehr empfindlich ist, kann es letztendlich auch zu einer Analfissur kommen.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
Rubriklistenbild: © Paulus N. Rusyanto/IMAGO

