Farbenprächtiges Gehölz

Mehr Herbst geht nicht: Amberbaum besticht mit seiner schönen Laubfärbung – und ist sehr pflegeleicht

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Wer sich den „Indian Summer“ in den eigenen Garten holen möchte, sollte einen Amberbaum pflanzen. Der ist nicht nur sehr dekorativ, sondern auch hitzetolerant.

In seiner Heimat Nordamerika gilt der Amerikanische Amberbaum (Liquidambar styraciflua) nach der Eiche als wichtigster Baum im Wald. Er ist eine Schönheit: Der Baum besitzt einen sehr aufrechten Stamm, sein Harz duftet ausgesprochen fruchtig und angenehm und er trägt ein farbenprächtiges Herbstlaub wie kaum ein anderer Baum – damit ist er auch einer der Hauptdarsteller im amerikanischen „Indian Summer“. Der in Europa bisher unterschätzte Amberbaum bietet aber noch mehr Vorzüge, die ihn für einen Anbau im eigenen Garten sehr attraktiv machen.

Der Amberbaum ist sehr tolerant gegenüber Hitze, Trockenheit und Sturm

Typisch für den Amerikanischen Amberbaum sind seine handförmig gespaltenen Blätter, die sich im Herbst prächtig gelb, orange und rot färben.

In seiner Heimat wird der Amberbaum bis zu 40 Meter hoch, in einem deutschen Garten wird er sich auf etwa 15 Meter begrenzen, ist aber immer noch sehr stattlich. Wem das zu groß ist, der kann in Baumschulen Züchtungen finden, die nur drei bis fünf Meter hoch werden.

Der Amberbaum erfüllt nahezu alle Anforderungen, denen ein „moderner“ Baum gerecht werden sollte: Seine lange Pfahlwurzel macht ihn sehr wetterfest, sodass er künftigen Stürmen gut gewappnet ist. Mit vorübergehenden Überschwemmungen kommt die winterharte Pflanze gut klar. Aber besonders seine Widerstandsfähigkeit gegen Hitze und Trockenheit macht ihn für den Anbau in unseren Breiten sehr interessant. Für Krankheiten und Schädlinge ist er ebenfalls nicht anfällig – am überzeugendsten bleibt jedoch seine Attraktivität.

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Amerikanischen Amberbaum anbauen und pflegen

Der Amerikanische Amberbaum hat folgende Ansprüche an Pflanzung und Pflege:

  • Standort: sonnig bis halbschattig.
  • Boden: am besten durchlässig, kalkfrei und nährstoffreich, aber der Baum gedeiht auch auf anderen Böden.
  • Bewässerung: Amerikanische Amberbaum bevorzugt viel Wasser.
  • Schnitt: Kein regelmäßiger Pflege- oder Erhaltungsschnitt nötig.

Herbst im Garten: Die zehn schönsten Pflanzen in Gelb, Orange und Rot

Gelbe Blätter eines Ginkgobaumes.
Der Ginkgo (Ginkgo biloba) stammt aus China und wird bis zu 40 Meter hoch.  © M. Henning/Imago
Eine Zaubernuss mit orangefarbenen Blättern.
Der Name ist bei der Zaubernuss (Hamamelis) Programm: Mit ihren hübschen Blättern von Gelb bis Karminrot verzaubert der Baum von Herbst bis in den Winter hinein. © lianem/Imago
Blatt des Essigbaum (Rhus typhina) in Herbstverfärbung.
Saure Blätter und gesunde Beeren charakterisieren den Essigbaum (Rhus typhina).  © Harry Laub/Imago
Nahaufnahme eines Japanischen Ahorns mit gelben Blättern.
Was wäre der Herbst ohne den Japanischen Ahorn (Acer)? Der hübsche Baum liebt einen sonnigen Standort. © Jochen/Imago
Wilder Wein an einer Hausfassade.
Der Wilde Wein (Parthenocissus quinquefolia) gehört zu den Kletterpflanzen und kann bis zu 50 Jahre alt werden. © H. Baesemann/Imago
Eine Apfelbeere mit roten Blättern.
Die Apfelbeere (Aronia) ist für ihre leckeren und gesunden Beeren bekannt.  © Hans-Roland Müller/Imago
Eine Felsenbirne zwischen einer Hecke.
Die Früchte der Felsenbirne (Amelanchier) sind essbar.  © Gottfried Czepluch/Imago
Eine Schönfrucht mit lilafarbenen Früchten.
Die im Herbst erscheinenden Beeren der Schönfrucht (Callicarpa dichotoma) sind zwar schön, aber giftig.  © Hans-Roland Müller/Imago
Nahaufnahme einer Blutberberitze.
Die Blätter der Berberitze (Berberis) erstrahlen im Herbst in tiefem Rot, Orange oder Violett. © IMAGO/Gottfried Czepluch
Die Laubfärbung beim Amerikanischen Amberbaum im Herbst.
Der Amberbaum (Liquidambar) verfärbt sich im Herbst besonders schön. © Gottfried Czepluch/Imago

Die Pflanzung des Amberbaums ist an frostfreien Tagen und außerhalb der Hochsommerhitze das ganze Jahr über möglich.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

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