Subventionen für Porsche-Fahrer? Staat soll E-Fuels fördern
VonMarcus Efler
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Viele Porsche-Fahrer wollen auch künftig per Verbrenner unterwegs sein. Den sauberen Sprit dafür soll der Steuerzahler bezuschussen, findet eine Vorständin des Sportwagenbauers.
Sportwagen und Elektromotoren, das passt wegen der beeindruckenden Leistungsentfaltung zwar hervorragend zueinander – trotzdem mag mancher zügige Autofahrer nicht auf den gewohnten Sound und die Charakteristik eines Benziners verzichten (weshalb Porsche an einer entsprechenden Akustik tüftelt). Die Lösung, die sich manche auch nach dem EU-weiten Verbrenner-Verkaufsverbot ab 2035 erhoffen, lautet: E-Fuels.
Subventionen für Porsche-Fahrer? Staat soll E-Fuels fördern
Die synthetischen Kraftstoffe lassen sich weitestgehend klimaneutral verbrennen. Allerdings gehen Experten davon aus, dass sie sehr teuer und für Autos kaum zur Verfügung stehen werden. Trotzdem setzt beispielsweise Porsche auf E-Fuels, um seinen Imageträger 911 auch künftig mit klassischem Boxermotor anbieten zu können. In Chile betreibt die VW-Tochter bereits eine Pilotanlage zur Produktion des grünen Sprits.
Mit Preisen, die noch höher liegen als die des teuren heutigen Kraftstoffs, ist indes auf jeden Fall zu rechnen. Muss also der Staat eingreifen, und Steuerzahler den synthetischen Sprit mitfinanzieren lassen? Diese Meinung vertritt jedenfalls Barbara Frenkel, Vorständin bei Porsche und für Beschaffung zuständig.
Subventionen für Porsche-Fahrer? E-Fuels sind viel zu teuer
„Der Kraftstoff, den wir herstellen, ist viel zu teuer, als dass wir ihn so verwenden könnten“, erklärte die Einkaufschefin laut dpa. Sie erwarte daher von der Politik, E-Fuels auf einer Stufe mit fossilen Kraftstoffen stellen. Das könne entweder über eine entsprechende Besteuerung der Emissionen beim klassischen Diesel und Benzin, oder aber über einen Bonus für CO₂-Vermeidung gehen, erläuterte sie auf einer Veranstaltung des Wirtschaftspresseclubs in Stuttgart.
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