Vernichtendes Gesamtergebnis

13 Iso-Getränke fallen bei Öko-Test durch: Bester Drink kriegt nur ein „befriedigend“

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Öko-Test hat 23 isotonische Getränke unter die Lupe genommen und festgestellt, dass viele der Produkte bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten. Der beste Drink erhielt lediglich die Note „befriedigend“.

München – In einer gründlichen Untersuchung hat Öko-Test 23 isotonische Getränke getestet. Die Ergebnisse des Tests zeigen, dass keines der Produkte überzeugen konnte. Die besten Drinks erhielten lediglich die Bewertung „befriedigend“. 13 der getesteten Iso-Getränke fielen sogar durch. Sie wurden mit „mangelhaft“ oder „ungenügend“ bewertet.

Isotonische Getränke werden vor allem bei anspruchsvollen und intensiven Sporteinheiten empfohlen. Da sie den gleichen osmotischen Druck wie das menschliche Blut haben, kann der Körper die Flüssigkeit besonders gut aufnehmen, erklärt die Krankenkasse AOK. Des Weiteren sorgen Iso-Getränke laut Öko-Test durch enthaltenen Zucker wie Fruktose, Glukose und Saccharose für eine schnelle Energiezufuhr. Das enthaltene Natrium soll außerdem dem Salzverlust durch Schwitzen entgegenwirken.

Öko-Test untersucht isotonische Getränke: Fast alle enthalten zu wenig Natrium

Für die Untersuchung der 23 isotonischen Getränke zog Öko-Test unter anderem das Positionspapier der Arbeitsgruppe Sporternährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zurate. Hierbei wurden im Labor die Natrium- und Zuckergehalte gemessen.

Bei dem Test fiel positiv auf, dass die Zuckergehalte der untersuchten Produkte alle in der empfohlenen Spanne von drei bis fünf Prozent lagen. Allerdings stellte das Verbrauchermagazin in seiner Juli-Ausgabe fest: „Gerade einmal vier von 23 Produkten enthalten so viel Natrium, wie es die DGE-Arbeitsgruppe für Sportgetränke empfiehlt.“ Demnach wiesen die meisten Getränke einen zu geringen Natrium-Wert auf.

Weitere Mineralstoff- oder Vitaminzusätze seien nicht vonnöten, so die DGE. Allerdings fand Öko-Test in vier Getränken einen hohen Magnesium- und/oder Calciumgehalt. Dafür wurde eine Note abgezogen.

Öko-Test: Drei Produkte können annähernd überzeugen

Keines der getesteten Produkte erhielt die Note „gut“ oder „sehr gut“. Am besten schnitten drei Getränke mit der Bewertung „befriedigend“ ab:

  • Berg Quellen Iso Sport Grape Zitrone (0,51 Euro)
  • Förstina Sprudel Iso Aktiv Zitrone-Grapefruit (0,55 Euro)
  • Rhön Sprudel Iso Sport Grapefruit (0,63 Euro)

13 Iso-Drinks fallen bei Öko-Test durch

Insgesamt fielen 13 isotonische Getränke, die Öko-Test untersucht hatte, durch. 10 davon mit der Bewertung „mangelhaft“, drei sogar mit der schlechtesten Note „ungenügend“:

  • Adelholzener Pink Gaprefruit Sport Isotonisch (0,67 Euro)
  • Hella Aktiv Grapefruit Isotonisch (0,53 Euro)
  • Vivaris Isotonischer Sportiv-Drink Grapefruit-Zitrone (0,50 Euro)

Süßstoffe und Aromazusätze: Bekannte Iso-Drinks schneiden mit „mangelhaft“ ab

In fast allen Iso-Drinks waren Süßstoffe wie Acesulfam-K, Cyclamat und Saccharin enthalten. Süßstoffe werden unter anderem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) kritisiert. Die Süßstoffe könnten das Risiko für Übergewicht, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigern, so die WHO. Die enthaltenen Süßstoffe wurden daher negativ in die Bewertung aufgenommen, so Öko-Test.

Isotonische Getränke können vom Körper schneller aufgenommen werden als andere Flüssigkeiten.

Zudem kritisiert das Verbrauchermagazin, dass in manchen Iso-Getränken Farbstoffe verwendet wurden. So stellte Öko-Test bei den Drinks „Powerade Sports Mountain Blast“ (Note: mangelhaft) und „High Speed Sport Iso Blue Cool Erdbeer-Geschmack“ (Note: mangelhaft) den künstlichen Farbstoff Brillantblau (E 133) fest. Sowohl in diesen beiden Getränken als auch in sieben weiteren Produkten wurde zudem auf Aromazusätze zurückgegriffen. Zuletzt hatte Öko-Test ein gefährliches Hormongift in Dosentomaten nachgewiesen. Und auch bei veganen Burger-Patties fielen jüngst gleich mehrere Produkte durch. (jsch)

Rubriklistenbild: © Imago

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