Ständig Harndrang?

Blasenkrebs erkennen: Warnsignale, die Sie zum Arzt führen sollten – Blut im Urin, schmerzhaftes Wasserlassen

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Frühzeitig erkannt sind viele Krebserkrankungen erfolgreich therapierbar. Termine zur Krebsfrüherkennung sollten Sie deshalb auf jeden Fall wahrnehmen – und Warnsignale Ihres Körpers ernst nehmen.

Rund 31.000 Menschen in Deutschland erkranken jährlich an Blasenkrebs (Stand 11.06.2023). Mehr als die Hälfte davon sind Männer, die betroffen sind, wie Zahlen des Deutschen Krebsforschungszentrum zeigen. Mit jährlich knapp 15.850 Neuerkrankungen in Deutschland zählt der Blasenkrebs (auch Harnblasenkarzinom genannt) zu den häufigeren Krebsarten, so die Deutsche Krebsgesellschaft. Männer würden durchschnittlich im Alter von 74, Frauen im Alter von 77 Jahren erkranken.

Wie bei allen Krebserkrankungen gilt auch beim Blasenkrebs: Frühzeitig erkannt, steigen die Überlebenschancen der Patienten enorm. Eine spezielle Früherkennungsmaßnahme für Tumore der Harnblase gibt es zwar nicht, doch das Wissen um Risikofaktoren ist bereits ein wichtiger erster Schritt im Bereich der Vorsorge.

Raucher bekommen häufiger Blasenkrebs

Männer sind mehr als dreimal so häufig betroffen wie Frauen, wie die Deutsche Krebsgesellschaft informiert. Eine Erklärung dafür: Männer rauchen häufiger als Frauen und aktives und passives Rauchen sind die wichtigsten Risikofaktoren für Harnblasenkrebs. Das Bundesministerium für Gesundheit informiert, dass in Deutschland knapp 24 Prozent der Frauen und Männer ab 18 Jahren rauchen. Männer rauchen mit 27 Prozent häufiger als Frauen, die zu 20,8 Prozent rauchen, heißt es weiter.

Die Analyse von Urinproben kommt bei der Blasenkrebs-Diagnostik zum Einsatz.

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Vor allem Raucher sollten daher besonders auf Warnsignale ihres Körpers achten.

Krebserregende Viren: Diese Erreger können Krebs auslösen

Herpesvirus
Das Epstein-Barr-Virus (EBV) zählt zur Gruppe der Herpesviren. Dem Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) zufolge gilt als sicher, dass eine Infektion mit EBV zur Entstehung von B-Zell-Lymphomen beitragen kann, einer bösartigen Erkrankung von B-Lymphozyten. Mit Lymphom werden in der Medizin bösartige Tumoren des lymphatischen Systems bezeichnet. In Tumoren von T-Lymphozyten (T-Zell-Lymphome) konnte das Epstein-Barr-Virus ebenfalls nachgewiesen werden, so das dkfz. © Imago
Das Magenbakterium Helicobacter pylori
Das Magenbakterium Helicobacter pylori soll das Risiko in sich bergen, Magenkrebs zu fördern. Das Pikante daran: Etwa ein Viertel der deutschen Bevölkerung trägt es bereits in sich. Helicobacter soll Magengeschwüre begünstigen, welche sich dann zu Krebs ausweiten können. Allerdings ist eine Behandlung in den meisten Fällen mit einer Kombination aus Antibiotika und Magensäureblockern äußerst erfolgreich. © dpa
HIV: Eine Frau hat sich eine rote Schleife angeheftet
Die rote Schleife soll das Thema Aids und HIV in die Mitte der Gesellschaft rücken. Eine Infektion mit sogenannten HI-Viren (humane Immundefizienzviren) kann die Krankheit Aids auslösen. Menschen mit Aids sind häufiger von Krebs betroffen, vermutlich aufgrund ihres geschwächten Immunsystems, wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert.  © Oliver Berg/dpa
Impfausweis
Hepatitis B fördert Leberentzündungen. Auch diese können sich zu Leberkrebs weiterentwickeln. Allerdings können Sie sich gegen diesen Hepatitis-Typ beim Hausarzt impfen lassen. © Martin Wagner/Imago
Hepatitis C Viren
Gegen Hepatitis-C-Viren gibt es unglücklicherweise (noch) keinen Impfstoff. Die aggressiven Erreger zählen zu den häufigsten Ursachen für Leberkrebs. Wie das Deutsche Krebsforschungszentrum informiert, werden Hepatitis-C-Viren inzwischen aber auch mit weiteren Tumorarten in Zusammenhang gebracht: Auch Krebs der Gallenwege sowie das Multiple Myelom könnten durch eine Infektion begünstigt werden, heißt es.  © CAVALLINI JAMES/Imago
HPV (Humane Papillomviren)
Humane Papillomviren (HPV) sind meist ungefährlich - doch es gibt Arten, die krebserregend wirken und Gebärmutterhalskrebs auslösen sollen. Zudem stehen sie im Verdacht, Anal- oder Peniskrebs zu begünstigen. Allerdings gibt es auch hier eine sehr effektive Schutzimpfung, die gegen alle HPV-Typen helfen soll. © CAVALLINI JAMES/Imago

Tumore der Harnblase: Welche Symptome möglich sind

Folgende Symptome können der Deutschen Krebsgesellschaft und dem Deutschen Krebsforschungszentrum zufolge Harnblasenkrebs anzeigen:

Das Problem: Blut im Urin kann auch in kleinen, nicht sichtbaren Mengen, enthalten sein. Solche können nur ärztlich festgestellt werden.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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