Symptome ernst nehmen

Leberzirrhose erkennen und vorbeugen: Welcher Lebensstil die häufige Leberkrankheit begünstigt

  • schließen

Ist die Leber krank, kann sie ihrer wichtigen Aufgabe als Entgiftungsorgan nicht mehr ausreichend nachkommen. Wichtige Fakten rund um Leber für Sie zusammengefasst:

  • Die Leber ist das wichtigste Entgiftungsorgan und baut schädliche Substanzen wie Alkohol und andere Giftstoffe ab. Auch der Abbau von Medikamenten fällt in den Aufgabenbereich des Organs.
  • Die häufigste Lebererkrankung ist die Fettleber, die unbehandelt zur Schrumpfleber (Leberzirrhose) führen kann.
  • Eine Leberzirrhose führt zur Vernarbung des Lebergewebes und beeinträchtigt Entgiftungsvorgänge. Auch Verdauung und Blutgerinnung können durch eine Leberzirrhose eingeschränkt sein.
  • Organversagen und Leberkrebs sind lebensgefährliche Folgen einer Leberzirrhose.
Bewegungsmangel ist ein Hauptrisikofaktor für Fettleber. Auch schlanke Menschen können betroffen sein.

Nichts verpassen: Alles rund ums Thema Gesundheit finden Sie im regelmäßigen Newsletter unseres Partners 24vita.de.

  • Nach Informationen der Deutschen Leberhilfe leiden rund 500.000 Menschen in Deutschland an einer Leberzirrhose und jährlich sterben über 20.000 Menschen an den Folgen einer Leberkrankheit.
  • Hauptursachen für eine Leberzirrhose sind übermäßiger Alkoholkonsum, chronische Virushepatitis, Drogenmissbrauch, Stoffwechsel- und Autoimmunkrankheiten sowie Fettleber.
  • Hautveränderungen, Infektionsanfälligkeit, Müdigkeit, Gewichtsverlust, dunkler Urin, Schwitzen, psychische Verstimmung, Juckreiz, Verfärbungen an Fingernägeln, Oberbauchschmerzen, Regelstörungen (bei Frauen) und Wasserbauch sind mögliche Symptome einer Schrumpfleber.
  • Im schlimmsten Fall kommt es im Rahmen einer Leberzirrhose zu Leber-Hirn-Störungen, die mit Koma verbunden sein können.
  • Um Lebererkrankungen vorzubeugen, sollte der Alkoholkonsum begrenzt und eine ausgewogene Ernährung eingehalten werden.
  • Auch eine Impfung gegen Hepatitis B beugt gefährlichen Lebererkrankungen vor.
  • Ein gesunder Lebensstil mit Bewegung und Vermeidung von Genussmitteln wie Zigaretten, Zucker und fettreicher Kost ist hilfreich, um die Leber gesund zu halten.
  • Regelmäßige ärztliche Untersuchungen sind wichtig, um Lebererkrankungen frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Schlechte Angewohnheiten können Ihre Leber zerstören

Frau geht joggen
Sport unterstützt den ­Stoffwechsel und kann Leberfett abbauen. Durch eine Fettleber steigt die Gefahr, Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Auch Herz-Kreislauf-Krankheiten werden durch eine verfettete Leber gefördert.  © Angel Santana Garcia/Imago
Weiße und rote Pillen liegen auf einer Fläche
Manche Medikamente, wie zum Beispiel Paracetamol, werden über die Leber abgebaut. Daher sollten Sie, wenn Sie Arzneien zu sich nehmen, stets den Beipackzettel studieren. Besonders dann, wenn Sie infolge der Einnahme unter Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder sogar Oberbauchbeschwerden leiden. Dann sollten Sie besser zu Ihrem Hausarzt gehen und checken lassen, ob es von den Medikamenten kommen könnte. © Imago
Sympolbild: Mann mit nacktem Oberkörper und großem Bauchumfang steht am Strand mit einer Entenmaske auf dem Kopf
Übergewicht bringt meist schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich: Von Diabetes, über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu einer Leberverfettung. Denn überschüssiges Fett wird aus Ermangelung an Platz nicht nur in den Depots unter der Haut gelagert, sondern auch um die inneren Organe herum. Das sogenannte viszerale Fett soll Studien zufolge hochaktiv sein und Entzündungen an Leber und Co. auslösen können. Wer allerdings regelmäßig Sport treibt, der beugt Übergewicht und damit einer Leberschädigung vor. © Oscar Carrascosa Martinez/Imago
Toast mit Margarine-Flocken
Sie befinden sich in Burger, Kekse oder auch in der ach so gesunden Margarine: die Transfettsäuren. Dabei handelt es sich um künstliche Fette in stark verarbeiteten Lebensmitteln, welche bei übermäßigem Verzehr schnell zu Übergewicht führen können. Das haben jetzt auch Ernährungswissenschaftler erkannt – seitdem stehen sie in Verruf. Wer also in Zukunft darauf verzichten will, sollte stets auf die Zutatenliste einer Ware achten. Schließlich müssen die Transfettsäuren durch den Hinweis „…-Öl, zum Teil gehärtet“, gekennzeichnet sein. © Imago
Mann trägt Sixpacks: Cola und Fanta
Cola, Limo und Co. stehen schon lange in Verruf, dick zu machen. Außerdem enthalten diese oftmals den vermeintlich gesunden Fruchtzucker. Doch zu viel des Guten plus etwaiges Übergewicht sorgt für eine doppelte Vergiftung der überforderten Leber. Die Folge: eine nichtalkoholische Fettleber. Wenn sich diese zusätzlich entzündet, kann am Ende sogar eine Leberzirrhose drohen. © Michael Gstettenbauer/Imago
Frauen essen Wassermelone
Im Gegensatz zu Glukose muss Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, erst in der Leber umgewandelt werden, damit es als Energielieferant den Zellen zur Verfügung stehen kann. Wer allerdings zu viel Fruchtzucker in Form von Obst isst, der soll Studien zufolge sogar eine Fettleber riskieren. Experten raten daher zu maximal 25 Gramm Fruktose pro Tag. Zum Vergleich: In 100 Gramm Apfel stecken bereits rund sechs Gramm Fruktose. © Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.

Rubriklistenbild: © Pond5/IMAGO

Kommentare