Anzeichen richtig deuten

Prostatakrebs: Vermehrter Harndrang, insbesondere nachts, kann ein Hinweis sein

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Die Prostata zählt zu den Fortpflanzungsorganen des Mannes und kann einen bösartigen Tumor entwickeln. Symptome werden häufig spät erkannt. Umso wichtiger ist es, Anzeichen zu kennen.

Laut Deutsche Krebsgesellschaft erhalten jährlich etwa 62.000 Männer in Deutschland die Diagnose Prostatakrebs. Nach Lungenkrebs ist das Prostatakarzinom die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern, die tödlich verlaufen kann und etwa zwölf Prozent der Fälle ausmacht. Eine frühzeitige Entdeckung des Tumors verbessert die Behandlungsmöglichkeiten und Chancen auf Heilung, ähnlich wie beim Darmkrebs. Das Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken, steigt mit dem Alter. Zusätzlich können familiäre Veranlagung und Lebensstil die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung begünstigen. Ein vermehrter Harndrang kann ein mögliches Symptom für Prostatakrebs sein. Die Beschwerden und Symptome lassen zunächst nicht sofort auf eine Erkrankung schließen, ähnlich wie bei Blasenkrebs, bei dem ähnliche Beschwerden wie bei einer Blasenentzündung auftreten können.

Mögliches Anzeichen für einen Tumor: Probleme beim Wasserlassen

Harndrang zählt zu den häufigsten Symptomen, die mit einer Prostatakrebserkrankung zusammenhängen können.

Viele Betroffene bemerken anfangs in der Regel kaum oder keine Beschwerden. Symptome durch das Prostatakarzinom treten in der Regel dann auf, wenn der Tumor eine beträchtliche Größe erreicht hat und beispielsweise die Harnröhre beeinträchtigt oder wenn sich Metastasen außerhalb der Prostata gebildet haben, typischerweise im Knochen.

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Magenkrebs frühzeitig erkennen: Achten Sie auf Symptome wie Übelkeit, Blähungen und Gewichtsverlust

Mann mit Tasse Kaffee
Wer bemerkt, dass ihm gewohnte Lieblingsspeisen wie das Schnitzel oder der tägliche Kaffee plötzlich gar nicht mehr schmeckt, sollte die Dauer dieses Gefühls und Zustands unbedingt beobachten. Magenkrebspatienten berichten laut „Deutsches Krebsforschungszentrum“, dass sie bereits Monate vor der Diagnose auf einmal eine Abneigung gegen bestimmte Speisen wie Fleisch und Getränke entwickelten. © Lian Fei/Imago
Mann mit Magenschmerzen
Immer wiederkehrendes und anhaltendes Druckgefühl im Oberbauch kann auf eine ernste Erkrankung wie Magenkrebs hindeuten – Magenschmerzen zählen zu den typischen Frühsymptomen. © YAY Images/Imago
Frau muss aufstoßen
Durch das Druckgefühl im Oberbauch ist es nicht untypisch, dass betroffene Personen häufig auch unangenehm aufstoßen müssen, nicht nur unmittelbar nach dem Essen und Trinken. © Thomas Trutschel/photothek/Imago
Mann, dem übel ist
Etwa 40 bis 70 Prozent der Menschen, die Magenkrebs entwickeln, verspüren häufige Übelkeit, insbesondere nach dem Essen. Tritt dieses frühe Symptom regelmäßig und über Wochen auf, sollten Sie zum Arzt. © AndreyPopov/Imago
Mann hat keinen Appetit.
Bedingt durch die Übelkeit besteht bei Betroffenen mit einem entstehenden Magentumor häufig anhaltende Appetitlosigkeit, sodass sie wesentlich weniger Nahrung zu sich nehmen. © Monkey Business 2/Imago
Mann trinkt aus dem Glas
Wer an sich bemerkt, dass er zusätzlich nicht mehr gut schlucken kann und dadurch das Essen sowie Trinken behindert ist, sollte zur Abklärung einen Arzt aufsuchen. Schluckbeschwerden können auf eine Tumorerkrankung hindeuten, jedoch kann die Ursache in jedem Fall auch eine andere sein. © seacat/Imago
Mann fasst sich an vollen Bauch
Es sind Beschwerden, die womöglich jeder schon mal hatte und kennt: Völlegefühl nach dem Essen. Zeigt es sich regelmäßig oder hält länger an und kommen Schmerzen sowie Druckgefühl im Oberbauch hinzu, kann auch eine Erkrankung wie Gastritis oder gar Magenkrebs dahinter stecken. © Thunderstock/Imago
Mann mit Sodbrennen
Ständiges Sodbrennen kann ein Anzeichen und Auslöser für Magenkrebs sein. Sodbrennen kann einerseits als Symptom auf einen Magentumor hindeuten, wenn die Geschwulst bereits so groß ist, dass sie auf den Magen drückt. Als Auslöser für Magenkrebs führt Sodbrennen zu einer Veränderung der Schleimhautzellen, die durch die konstante Reizung zu Krebszellen entarten können. © Igor Stevanovic/Imago
Frau mit Blähungen
Kommen zu der Übelkeit und den Magenschmerzen noch regelmäßig Blähungen hinzu, die mitunter auch schmerzhaft sind, könnte dies ein Anzeichen für eine Erkrankung wie Magenkrebs sein. © psodaz/Imago
Mann prüft seinen Mundgeruch
Betroffene bemerken an sich selbst einen schlechten Atem oder werden von Angehörigen darauf angesprochen. Stellen Sie selbst einen Unterschied zum Schlechten fest – und das, obwohl Ihre Mundhygiene gleichbleibend gut ist – sollten Sie sich an Ihren Hausarzt und gegebenenfalls einen Gastroenterologen wenden. Eine Magenspiegelung zur Abklärung auf ein Tumorwachstum im Magen könnte sinnvoll sein. © Naoki Nishimura/AFLO/Imago
Frau mit starker Übelkeit
Bei etwa 30 Prozent der Betroffenen, die einen Magentumor entwickeln, kommt es zusätzlich zu Erbrechen. Dieses Symptom kann mit fortschreitendem Krebs zunehmen. © AndreyPopov/Imago
Mann steht auf Waage
Aufgrund der Symptome wie Übelkeit, Appetitlosigkeit und Erbrechen kommt es nicht selten zu starkem Gewichtsverlust. Doch auch eine ungewollte Abnahme des Gewichts gilt als Anzeichen für Magenkrebs. © Zoonar.com/Dasha Petrenko/Imago
Mann mit Erschöpfung
Wie auch bei Darmkrebs fühlen sich Personen, die an Magenkrebs leiden, zunehmend und über längere Zeit erschöpft und müde sowie wenig leistungsfähig – aufgrund der wachsenden Geschwulst und der anderen Symptome. © Monkey Business 2/Imago
Toilette mit Toilettenpapier
Tritt eine ungewöhnliche Dunkelfärbung des Stuhls auf, könnte dies ein Zeichen für Blutungen im Magen sein. Zur Abklärung sollten Sie einen Arzt aufsuchen, über den der sogenannte „Teerstuhl“ untersucht werden kann, um eine Diagnose zu stellen. © Lutz Wallroth/Imago

Wann bei Blasenbeschwerden zum Arzt?

Auch wenn die Symptome in den meisten Fällen auf eine gutartige Prostatavergrößerung hindeuten könnten: Es ist dennoch ratsam, Ihren Arzt aufzusuchen, wenn Sie eine oder mehrere dieser Beschwerden bei sich beobachten, wie die Deutsche Krebsgesellschaft empfiehlt.

Ist die Prostata durch die Geschwulst bereit deutlich vergrößert, drückt sie auf die Blase und Harnröhre, was zu verschiedenen Beschwerden wie starkem und häufigem Harndrang, besonders während der Nacht (Nykturie), führen kann. Zudem kommen nicht selten Probleme beim Wasserlassen hinzu, indem der Harnfluss schwach oder unterbrochen ist.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © AndreyPopov/Imago

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