Juckreiz vorbeugen

Mückenspray selbstgemacht: Welche Duft- und Pflanzenstoffe vor lästigen Stichen schützen

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Selbstgemachtes Mückenspray kann gerade für Kinder aufgrund der besseren Hautverträglichkeit eine gute Alternative sein.
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Mit dem Sommer kommen auch die Mücken. Dank pflanzlicher Repellents und bestimmter Düften können Sie die Insekten abwehren – do it yourself!

Sobald die Temperaturen steigen, sind sie wieder da: Mücken – und damit auch die juckenden Stiche. Viele greifen zu chemischen Mitteln, um sich zu schützen, doch es gibt auch natürliche Alternativen, die mindestens genauso effektiv sind. Mit einem selbstgemachten Mückenspray und einigen duftenden Pflanzenstoffen können Sie die unliebsamen Insekten fernhalten.

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Düfte, die Mücken abwehren

Ätherische Öle sind nicht nur angenehm für die Nase, einige wirken effektiv gegen Mücken. Folgende Duftöle eignen sich gut zur Insektenabwehr – ein Paar Tropfen beispielsweise in eine Duftöllampe oder einfach in ein Schälchen mit Wasser geben:

  • Lavendel
  • Zitronengras
  • Eukalyptus
  • Pfefferminze
  • Teebaum

Schutz vor Stichen: Mückenspray selbst gemacht

Ein selbstgemachtes Mückenspray ist nicht nur effektiv, sondern auch frei von synthetischen Chemikalien. Dank weniger Inhaltsstoffe kann man es auch schnell zu Hause herstellen – es eignet sich für Erwachsene, aber auch für Kinder. Insbesondere die Wirkung von Eukalyptus zur Mückenabwehr hat sich in Studien bestätigt:

Zutaten

  • 100 ml Wasser
  • 20 Tropfen ätherisches Öl (beispielsweise Eukalyptus, Lavendel, Zitronengras, Teebaum, Rosmarin oder Pfefferminze)
  • Optional: 1 TL pflanzliches Glycerin (für bessere Haftung auf der Haut) und/oder 50 ml Hamameliswasser

Anleitung

  • Wasser und optional Hamameliswasser in eine saubere Sprühflasche abfüllen
  • Eines oder mehrere der ätherischen Duftöle sowie bei Bedarf das pflanzliche Glycerin hinzugeben
  • Flasche gut schütteln und gleichmäßig auf die unbedeckte Hautstellen sprühen

Vor jedem Gebrauch sollten Sie die Flasche erneut schütteln, damit sich die Inhaltsstoffe in der Lösung gut verteilen können.

Zehn Mücken und Bremsenarten, um die Sie einen großen Bogen machen sollten

Gemeine Stechmücke (Culex pipiens)
Die zu den Hausmücken zählende Gemeine Stechmücke (Culex pipiens) ist eine der häufigsten Arten in Deutschland. Sie kann vermutlich Viren von Vögeln auf den Menschen übertragen. © Westend61/Imago
Kriebelmücke auf Grashalm
Sie sieht aus wie eine Fliege: Spätestens, wenn eine der 57 Kriebelmückenarten in Deutschland schmerzhaft zubeißt, erkennt man seinen Irrtum. Es folgen starker Juckreiz, Schwellungen oder sogar Blutergüsse.  © Pond5 Images/Imago
Zwei Tigermücken auf Haut, eine mit Blut vollgesaugt
Die invasive Tigermücke wurde erstmals im Jahr 2007 in Deutschland nachgewiesen. Heute gibt es sie schon in mehreren Bundesländern. Sie trägt eine schwarz-weiße Musterung mit fünf weißen Streifen an den Hinterbeinen – und kann das Chikungunya- und Dengue-Virus auf den Menschen übertragen. © agefotostock/Imago
Ringelmücke Culiseta annulata an Blüte
Die sehr häufige Ringelmücke (Culiseta annulata) wird mit ihren etwa 13 Millimetern Körpergröße und den weißen Streifen oft mit der Tigermücke verwechselt. Ihr Stich ist sehr schmerzhaft. © blickwinkel/Imago
Asiatische Buschmuecke, Japanischer Buschmoskito Aedes japonicus
Ursprünglich in Asien heimisch, ist der Japanische Buschmoskito (Aedes japonicus) seit 2008 auch in Deutschland etabliert. Die Mücke könnte das West-Nil-Virus, das Dengue- und das Chikungunya-Virus übertragen. © blickwinkel/Imago
Stechmücke Aedes vexans
Die auch „Rheinschnake“ genannte Stechmücke Aedes vexans tritt in Feuchtgebieten und bei Überschwemmungen massenhaft auf. Sie kann das West-Nil-Virus übertragen. © blickwinkel/Imago
Gnitze, Bartmücke ( Ceratopogonidae ) auf Blatt
Die dämmerungs- und nachtaktiven Gnitzen (Bartmücken) sind mit etwa drei Millimetern sehr klein, mit rund 200 Arten in Deutschland aber auch sehr zahlreich. Stiche sind ziemlich schmerzhaft. © STAR-MEDIA / Imago
Pferdebremse (Tabanus sudeticus) sitzt auf einem Blatt
Eigentlich sieht die Pferdebremse (Tabanus sudeticus) eher unscheinbar aus. Aber ebenso wie die Rinderbremse kann sie mit ihren großen Mundwerkzeugen sehr empfindlich stechen. Erst entstehen Quaddeln, dann eine stark juckende Rötung. © IMAGO/M. Woike
Regenbremse (Haematopota pluvialis)
Die Regenbremse (Haematopota pluvialis) ist hierzulande die häufigste Bremsenart. Theoretisch kann sie Borreliose übertragen, daher sollte man Einstichstellen im Auge behalten. © Karina Hessland/Imago
Goldaugenbremse (Chrysops relictus)
An ihren schillernden Augen erkennt man die Goldaugenbremse (Chrysops relictus) recht gut. Sie bevorzugt beim Stechen die Hals- und Kopfregion. Juckende Stellen nicht aufkratzen! © Pond5 Images/Imago

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Mückenstiche verhindern – Pflanzen als natürliche Abwehr

Bestimmte Pflanzen enthalten natürliche Stoffe, die Mücken fernhalten. Im Garten oder als Topfpflanze drinnen schrecken sie die kleinen Plagegeister ab:

  • Citronella: Citronella-Pflanzen und das daraus gewonnene Öl sind bewährte Mückenabwehrmittel. Pflanzen Sie Citronella in Ihrem Garten oder verwenden Sie das Öl in Ihrem selbstgemachten Mückenspray.
  • Basilikum: Der aromatische Duft von Basilikum hält Mücken fern. Pflanzen Sie Basilikum in Töpfen oder im Garten und reiben Sie gelegentlich die Blätter zwischen den Fingern, um den Duft freizusetzen.
  • Ringelblume: Ringelblumen sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern vertreiben auch Mücken. Pflanzen Sie sie in der Nähe von Sitzplätzen im Freien.
  • Katzenminze: Diese Pflanze enthält den Stoff Nepetalacton, das Mücken effektiv abschreckt. Katzenminze ist eine gute Wahl für den Garten und kann auch getrocknet in Beuteln verwendet werden.
  • Rosmarin: Rosmarin duftet nicht nur herrlich, sondern hält auch Mücken fern. Pflanzen Sie Rosmarin im Garten oder platzieren diesen in Töpfen auf der Terrasse.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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