Tricks für den Geldbeutel

Spritpreise für Benzin und Co.: So sparen Sie beim Tanken bares Geld

  • schließen

Egal, ob Benzin oder Diesel - Tanken ist momentan so teuer wie nie. Doch ein simpler Trick kann den Sprit um einiges günstiger in den Tank wandern lassen.

München - „Und kost‘ Benzin auch drei Mark zehn“, Sänger Markus war es 1982 egal: Er wollte Spaß - Sie erinnern sich vielleicht. Nimmt man den ursprünglichen Wechselkurs von 2:1, würde aber auch ihm bei den heutigen Preisen für Sprit vermutlich das Lachen vergehen: 4 Mark und mehr, das kostet Benzin momentan umgerechnet an deutschen Tankstellen. Doch die gute Nachricht ist: Wenn Sie eine Uhr besitzen, können Sie den maximal möglichen Spaß doch noch aus dem Zapfhahn holen.

Benzin: Preis hängt von der Uhrzeit ab

Es ist nämlich so: Je nach Tageszeit kommt es zu Schwankungen im Benzinpreis - und zwar bei nahezu allen Tankstellen. Das Phänomen betrifft auch Diesel, E10 und Co., doch bei Benzin ist die Preisfrage momentan am virulentesten - der derzeitige Spritpreis hat sogar schon so manche nicht empfehlenswerte Alternativbetankung verursacht, wie obiges Video zeigt.

Grund ist das alte Prinzip der Marktwirtschaft: Angebot und Nachfrage. Da verschiedene Tankstellen miteinander konkurrieren, passen sie den Spritpreis regelmäßig an, um möglichst viele Kunden für ihre Zapfsäulen zu begeistern - sogar ein Angebot für geistige Fitness gibt es manchmal gratis dazu. Für Verbraucher bedeutet der Wirkmechanismus überspitzt: Tanken Sie dann, wenn es sonst keiner tut.

Tanken: Benzin und Co. - Zu dieser Uhrzeit ist der Sprit am günstigsten

Ob Tankrabatt oder nicht - Wann Sie tanken sollten, ist also letztlich eine Frage des Timings. Mit ein bisschen Lebenserfahrung lassen sich die - wortwörtlich - günstigen, sowie ungünstigen Zeiten leicht ausmachen:

  • Teuer sind Benzin und Co. vor allem in der Früh; denn Pendler mit leerem Tank sind praktisch betrachtet gezwungen, die Zapfsäulen aufzusuchen. Da das Aufkommen an Berufsverkehr morgens zusätzlich sehr hoch ist, ist die Nachfrage also groß - und das Angebot entsprechend teuer.
  • Günstig ist Sprit laut dem ADAC hingegen in den Abendstunden zwischen 18 und 19 Uhr, sowie zwischen 20 und 22 Uhr - denn in diesen Zeiten tanken nicht viele Verkehrsteilnehmer ihr Gefährt auf.

Wer nun aber nicht genau zu diesen Uhrzeiten auf der Straße unterwegs ist, für den gilt folgende Regel: Über den Tag hinweg sinkt beim Sprit die Preiskurve. Höchstwerte beim Tanken lassen sich um 13 Uhr und 16 Uhr ausmachen - es gilt also: umso später, desto besser. Nur zu spät sollte es nicht werden, denn nach 22 Uhr sind Benzin, Diesel und Kollegen dann wieder deutlich teurer. Grund: Viele Tankstellen schließen nachts, sodass das Angebot geringer wird - und der Preis damit steigt.

Günstiger Sprit: Tanken von Benzin und Co. zum besten Preis - Das Expertenlevel

Wer diese Tipps beherzigt, wird damit gut fahren. Wenn Sie jedoch Experte auf dem Gebiet „Tanken ohne Teuer“ werden wollen, gibt es noch zwei Punkte, die sie für den Feinschliff beachten sollten:

  • Ort: Auch die Wahl der Tankstelle spielt bei der Frage, was pro Liter Sprit abgedrückt werden muss, eine wichtige Rolle. So sind Autobahn-Tankstellen in der Regel teurer als die abseits der Fernstraßen. Grund ist auch hier: Wenn die Tankanzeige auf einer „A“-Route leuchtet, hat man keine große Wahl - der Tank braucht Futter. Weiterhin gilt: Freie Tankstellen sind meist günstiger als die von Ölkonzernen. Besonders billig sind Benzin und Co. bei Jet oder Star. Der sog. Tank-Tourismus lohnt sich ebenfalls ab und zu.
  • App: Wer sich jetzt fragt, wie er die verschiedenen Optionen dauerhaft im Blick haben soll, der kann es sich leicht machen: Mittlerweile gibt es diverse Apps, die einem bequem die besten Angebote in puncto Tanken auflisten - mit personalisierter Suche und Preisalarm ein richtiger Geheimtipp für Sprit-Sparfüchse.

Dass es sich mit diesen Tricks unter den besungenen drei Mark zehn, also 1,60 Euro, pro Liter tanken lässt, wäre momentan zwar schon eine Meisterleistung, ein bisschen mehr Spaß bringt es aber schon, wenn Benzin, Diesel und Co. günstiger in den Tank wandern - Sie sollten es nur nicht übertreiben. (askl)

Rubriklistenbild: © Sven Simon/imago

Kommentare