„Deutlich zu hoch“

Spritpreise in Deutschland: Diesel und Benzin werden erneut teurer – ADAC gibt Spartipps

  • schließen

Die Spritpreise steigen weiter. Diesel und Benzin trennen weniger als neun Cent. Doch Autofahrer können mit einigen Tricks sparen.

Wer aktuell auf die Preistafeln der Tankstellen blickt, der könnte das Gefühl haben, ein Déjà-vu zu erleben. Denn die Spritpreise kennen seit einigen Wochen nur noch eine Richtung: nach oben. Das war auch in der vergangenen Woche nicht anders, wie eine Auswertung des ADAC zeigt.

Nach einer Woche der Erholung verteuerte sich auch Benzin wieder. Für einen Liter Super E10 mussten Autofahrer im bundesweiten Mittel 1,858 Euro bezahlen, das sind 1,5 Cent mehr als in der Vorwoche. Diesel verteuerte sich um zwei Cent auf durchschnittlich 1,769 Euro. Es war der vierte Anstieg in Folge. Es ist das höchste Preisniveau seit Januar 2023.

Steigende Spritpreise in Deutschland: Diesel nur nach knapp neun Cent günstiger als Super

Der Besuch an der Tankstelle wird derzeit immer teurer.

„Die Preisdifferenz zwischen Diesel und Super E10 sinkt auf nur noch 8,9 Cent. Noch Ende Mai betrug der Unterschied mehr als 23 Cent. Diesel wird um etwa 20 Cent je Liter niedriger besteuert als Benzin“, erklärt der ADAC auf seiner Homepage.

Der Automobilklub betont zudem, dass das Grundniveau, auf dem sich die Spritpreise befinden, deutlich zu hoch sei. Für die aktuellen Preissteigerungen sei keine Rechtfertigung ersichtlich. Insbesondere, da der Rohölmarkt sehr stabil ist: „Ein Barell der Sorte Brent kostet derzeit knapp 85 US-Dollar, das ist sogar geringfügig weniger als vor Wochenfrist.“

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

ADAC gibt Tipps, um Geld zu sparen: Erste Tankstelle nicht immer auch die günstigste

Der ADAC gibt aber auch Tipps, wie Autofahrer ein paar Euro sparen können. So hilft etwa eine spritsparende Fahrweise. Neigt sich der Tank doch mal dem Ende entgegen, gilt: Die erste Tankstelle ist nicht immer auch die günstigste. „Die Preisunterschiede der Tankstellen betragen bis zu 7 Cent je Liter, im Vergleich zu Autobahntankstellen sogar noch deutlich mehr. So spart man nicht nur, sondern fördert auch den Wettbewerb auf dem Kraftstoffmarkt“, schreibt der ADAC. Autofahrer sollten daher die Preise vorher vergleichen – etwa mithilfe von Smartphone-Apps.

Autobahnen der Extreme: In Deutschland ist keine Strecke länger als die A7 – eine andere hört einfach auf

Autobahn A7 bei Hamburg.
Autobahn A7: Mit einer Länge von 962,2 Kilometern ist die A7 die mit Abstand längste Autobahn der Bundesrepublik und nach der Autovía 7 in Spanien auch die zweitlängste Fernstraße Europas. Die A7 führt von Flensburg-Handewitt bis ins südliche Bayern. Seit 2012 läuft der Ausbau der Schnellstraße auf acht Spuren.  © Lobeca/Imago
Stau auf der Autobahn A3 in der Nähe von Köln.
Autobahn A3: Mit 769 Kilometern Länge muss sich die Fernstraße der A7 knapp geschlagen geben. Dafür ist die A3 die meist befahrene Autobahn in Deutschland. Laut der Straßenverkehrszählung 2021 sind alleine zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und dem Dreieck Köln-Heumar täglich mehr als 166.000 Autos unterwegs. © NurPhoto/Imago
Die Autobahn A1 in Richtung Fehmarn
Autobahn A1: Mit 749 Kilometern Länge ist die A1 nur etwas kürzer als die A3. Dafür dürfte es sich wohl um eine der längsten Baustellen Deutschlands handeln. Im Vergleich zur A1 wirken die 14 Jahre Bauzeit des BER wie ein Augenzwinkern. Denn der erste Spatenstich für die Autobahn wurde 1934 getätigt. Fast 80 Jahre später klafft in der Eifel immer noch eine 25 Kilometer lange Lücke. Wann diese geschlossen wird ist unklar. © Panthermedia/Imago
Fahrzeuge sind auf der Autobahn 4 in Höhe des Rasthofes Frechen in Richtung Köln und Olpe unterwegs.
Autobahn A4: 583 Kilometer Länge reichen für Platz vier im Ranking der längsten Autobahnen. Doch die A4 zeichnet sich auch durch ein besonders hohes Nebelrisiko auf dem viel befahrenen Streckenabschnitt zwischen Aachen und Köln aus. Am 20. Dezember 1987 musste die Strecke nach dem Aufkommen einer Nebelbank mit Sichtweiten von weit unter 30 m erstmals voll gesperrt werden. Inzwischen wurde dort eine Nebelwarnanlage installiert. © Mangold/Imago
Vor der Ausfahrt Köln-Rodenkirchen hat sich auf der Autobahn A555 in Fahrtrichtung Köln ein erheblicher Stau gebildet.
Autobahn A555: Mit grade einmal 18 Kilometern Länge zählt die Fernstraße zwischen Köln und Bonn zu den kürzeren Strecken. Doch historisch ist die A555 von größter Bedeutung, denn es ist die erste und älteste Autobahn der Bundesrepublik. 1932 wurde die Schnellstraße vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Sie trägt bis heute zudem den Spitznamen Diplomatenrennbahn. © Future Iamge/Imago
Seitenstreifen eines A8-Teilstücks freigegeben.
Autobahn A831: Die mit Abstand kürzeste Fernstraße befindet sich in Baden-Württemberg und trägt die Bezeichnung A831. Sie ist grade einmal 2,3 Kilometer lang und besitzt fünf Ausfahrten. Die Autobahn startet und endet in Stuttgart.  © Marijan Murat/dpa
Frankfurter Kreuz der Autobahn A5.
Autobahn A5: Mit 440 Kilometern ist die A5 verhältnismäßig kurz. Dennoch ist eine der meist befahrenen Straßen Hessens. Künftig könnte sie auch eine von Deutschlands breitesten Autobahnen sein, denn in der Nähe von Frankfurt ist ein Ausbau auf zehn Spuren geplant. Das Projekt ist jedoch sehr umstritten. © Schöning/Imago
Baustelle A 49.
Autobahn A49: Ähnlich wie die A1 ist auch die A49 in Hessen noch im Bau. Zudem stellt sie den am seltensten befahrenen Autobahnabschnitt. Bei Ansbrach wurden im Rahmen der Straßenverkehrszählung 2021 grade einmal 819 Auto pro Tag gezählt.  © Uwe Zucchi/dpa
Stau auf der A114.
Autobahn A114: Auf dieser Fernstraße brauchten die Autofahrer bis zum Oktober 2022 starke Nerven. Satte 95 Prozent (15 von 16 Kilometern) der A114 Kilometer waren Baustelle. Inzwischen ist die Autobahn im Nordosten Berlins wieder komplett befahrbar. Überraschenderweise fielen die Baukosten sogar niedriger aus als zunächst geplant. © Soeren Stache/dpa
Kochertalbrücke der Autobahn A6 über das Kochertal.
Autobahn A6: Die A6 ist wohl eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen und das über die deutschen Grenzen hinaus. In dieses Ranking hat sie es aber nicht wegen ihrer Länge von 484 Kilometer geschafft, sondern wegen der Kochertalbrücke. Dabei handelt es sich nämlich um Deutschlands höchste Autobahnbrücke. In 185 Metern Höhe verläuft die A6 über 1,1 Kilometer durch das Kochertal. Damit ist sie 27 Meter höher als die Moseltalbrücke auf Platz zwei. © Arnulf Hettrich/Imago

Wer kann, sollte auf teures E5 verzichten und lieber Super E10 tanken. Pro Liter lassen sich so fünf bis sechs Cent sparen. Und auch der Blick auf die Uhr lohnt sich. Denn abends ist der Sprit deutlich günstiger als morgens. Am günstigsten tankt es sich zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 21 und 22 Uhr. Zudem lohnt es sich nach Rabatt-Aktionen Ausschau zu halten, so sparen etwa ADAC-Mitglieder bei einigen Tankstellen einen Cent pro Liter.

Rubriklistenbild: © NurPhoto/Imago

Kommentare