Bislang ist der Nutzer nur für bestimmte Kontakte bei WhatsApp sichtbar. Ab sofort können Nutzer auch für andere den Status „online“ verbergen. Niemand sieht mehr, wann der Nutzer online war.
München ‒ Um die neueFunktion bei WhatsApp freizuschalten, müssen User manuell zunächst im Messengerdienst den „Zuletzt online“-Status einstellen. Dies bewirkt, dass Nutzer nicht mehr für alle sichtbar sind.
Die Funktion lässt sich wie folgt einrichten:
- Klicken Sie auf die drei Punkte oben rechts in der App. In der Apple-Version befinden diese sich unten in der Leiste
- Danach gehen Sie auf „Einstellungen“ und dann auf den Reiter „Datenschutz“
- Rufen Sie das Feld „Zuletzt online/Online“ auf
- Hier können Sie jetzt einstellen, wer sehen darf, ob sie „Zuletzt online“ waren. Sie können auch nur bestimmte Personen ausschließen, für die Sie nicht sichtbar sein wollen
- Weiter unten lässt sich einstellen, ob Ihr Online-Status für alle ersichtlich ist oder, ob dafür dieselben Bestimmungen gelten wie bei deinen „Zuletzt online“-Einstellungen
- Wenn Sie die „Zuletzt online“- und „Online“-Anzeigefunktion deaktiviert haben, sind Sie jetzt für andere nicht mehr sichtbar, Sie können aber auch nicht mehr bei anderen sehen, wann sie online sind beziehungsweise zuletzt online waren
Mit dieser Funktion sollen Nutzer von WhatsApp davor geschützt werden, dass andere sie überwachen können oder Spionage-Apps ein Aktivitätsprofil von ihnen erstellen können, berichtet das Internet-Portal Utopia.
WhatsApp erfindet Tarnkappe: Auch Profilbild und „Nachricht gelesen“ lassen sich verbergen
Eine ähnliche Funktion lässt sich auch für das eigene Profilbild in den Datenschutz-Einstellungen festlegen. Wer andere nicht mehr wissen lassen will, ob er dessen Nachricht bereits gelesen oder abgehört hat, kann diese Funktion jetzt ebenfalls bei WhatsApp deaktivieren. Immer wieder kritisieren Verbraucherschützer den mangelhaften Datenschutz von WhatsApp und weiteren Apps aus dem Google Play- oder dem Apple Store. Viele dieser Applications verlangten Zugriff auf Daten des Geräts, Adressbücher, E-Mails und Fotos. Für Nutzer sei meist nicht nachvollziehbar, zu welchem Zweck dies geschieht, warnt die Verbraucherzentrale Bayern. Die permanente Übermittlung von Standortdaten ermögliche es Firmen außerdem, detaillierte Bewegungsprofile von Nutzern zu erstellen und so das Leben, das Einkauf- und Freizeitverhalten von Usern zu überwachen.
Darüber hinaus kritisiert die Verbraucherzentrale, dass Daten von WhatsApp-Usern auch mit anderen Diensten des Meta-Mutterkonzerns wie Facebook oder Instagram ausgetauscht werden dürfen. So entsteht eine undurchschaubare Datenkrake an Algorithmen, künstlicher Intelligenz und hochkomplexen Technologien. Irische Datenschützer haben sich nun erfolgreich gegen das Vorgehen von Meta gewehrt und das Unternehmen von Firmenchef Mark Zuckerberg zu einer Strafe von 265 Millionen Euro verdonnert.
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