Vor der Wahl

Tempolimit, Verbrenner-Aus, E-Auto-Förderung: So stehen die Deutschen zu Verkehrsthemen

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Verkehrspolitische Themen polarisieren – und bis zur Bundestagswahl ist es nicht mehr lange. Eine Umfrage zeigt, was die Wähler wollen – und was nicht.

Mobilität ist für den Großteil der Menschen ein äußerst wichtiges Thema in ihrem Alltag. Bald stehen Bundestagswahlen an – und die Parteien haben unterschiedliche Standpunkte zu den verschiedenen Verkehrsthemen wie Tempolimit, Verbrenner aus und E-Auto-Kaufprämien. Doch was wünschen sich die Bürger? Und was lehnen Sie ab? Eine repräsentative Umfrage des Online-Portals Autoscout24 gibt einen Einblick.

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Absolute Mehrheit für ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen

Kaum ein verkehrspolitisches Thema kocht derart regelmäßig hoch, wie das generelle Tempolimit. Zuletzt wurde es beispielsweise von der Gewerkschaft der Polizei gefordert – und zwar explizit aufgrund der zunehmenden Zahl von E-Autos. Laut der Umfrage ist die Mehrheit für ein Ende der unlimitierten Raserei auf deutschen Autobahnen: 53 Prozent der Befragten stimmten für ein Tempolimit, 40 Prozent waren dagegen. Bei der Frage, ob es in Deutschland zu viele Tempo-30-Zonen gibt, fiel das Ergebnis dagegen nahezu ausgeglichen aus: 45 Prozent sprachen sich für einen Rückbau von 30er-Zonen aus, 43 Prozent dagegen.

Sollten Senioren Fahrtauglichkeitsprüfungen absolvieren müssen?

Ähnlich umstritten wie Tempolimits sind medizinische Checks beziehungsweise Fahrtauglichkeitstests für Senioren. Hier ist das Ergebnis der Umfrage recht eindeutig: mit 54 Prozent Zustimmung gibt es eine klare Mehrheit pro Fahrtauglichkeitsprüfung. Gegen diese Maßnahme stimmten nur 34 Prozent.

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Eine Mercedes E-Klasse
Mercedes E-Klasse (Baureihe 210): Im Mai 1995 wurde die zweite Generation der Mercedes E-Klasse vorgestellt – und die neue, rundliche Designsprache sorgte für Aufsehen. Vor allem an die elliptischen Doppelscheinwerfer musste sich der ein oder andere erst einmal gewöhnen, die Front bekam den Spitznamen „Vieraugengesicht“. © Mercedes-Benz
Ein BMW Z3
BMW Z3: Der Z3 war der erste BMW, der komplett und ausschließlich außerhalb von Deutschland gebaut wurde – er lief ab 1995 im neuen Werk in Spartanburg (USA) vom Band. Seinen ersten Einsatz hatte er im Dienste von James Bond – er debütierte im Blockbuster „GoldenEye“. Ab Sommer 1998 bekam der Roadster auch eine Coupé-Variante zur Seite gestellt. © BMW
Ein Fiat Barchetta
Fiat Barchetta: Der Name bedeutet auf Deutsch so viel wie „kleines Boot“ oder „Bötchen“. Der Zweisitzer schwamm auf der 1990er-Jahre-Roadster-Welle mit, die vor allem durch den Mazda MX-5 ausgelöst worden war. © Fiat/Stellantis
Ein Peugeot 406 Coupe
Peugot 406: Im Herbst 1995 trat der er 406 die Nachfolge des Peugeot 405 an. Das französische Mittelklasse-Fahrzeug gab es als Limousine, Kombi – und, wie hier auf dem Bild zu sehen, als Coupe-Version. © Heritage Images/Imago
Ein Ferrari F50
Ferrari F50: Mit dem F50 feierte Ferrari im Jahr 1995 das 50-jährige Bestehen des Unternehmens. Selbst, wenn man genügend Geld auf dem Konto hatte (damals rund 380.000 Euro Neupreis) war nicht garantiert, dass man den 520 PS starken V12-Mittelmotor-Supersportwagen auch bekam: Ferrari verkaufte den F50 nur an ausgewählte Kunden. Offiziell wurden bis 1997 gerade einmal 349 Exemplare gebaut. © Dreamstime/Imago
Zwei VW Sharan
VW Sharan: Der Sharan entstand in einer Gemeinschaftsentwicklung mit Ford. Als der Van im Sommer 1995 auf den Markt kam, war er zunächst nahezu baugleich mit dem Ford Galaxy. Zielgruppe waren junge Familien. © Volkswagen
Zwei Porsche 911 Turbo
Porsche 911 Turbo (993): Als Topmodell der Porsche-911er-Modellreihe 993 kam 1995 der Turbo auf den Markt. Mit dem dicken, feststehenden Flügel war er auf der Straße auch ziemlich leicht zu erkennen. © Porsche
Ein Alfa Romeo 146
Alfa Romeo 146: Der Alfa Romeo 146 kam 1995 als fünftüriges Schwestermodell des Alfa Romeo 145 auf den Markt. Besonderes Designmerkmal ist die Mischung aus Stufen- und Steilheck. ©  Alfa Romeo/Stellantis
Ein Renault Sport Spider
Renault Sport Spider: Ursprünglich wurde das Fahrzeug für den Rennsport entworfen – von Frühjahr 1995 bis Herbst 1999 wurde er aber auch als Straßenversion gebaut. Der Renault Sport Spider zählt zu den spektakulären Highlights des H-Kennzeichen-Klassiker-Jahrgangs 2025 – nur knapp 1.500 Exemplare wurden gebaut. © Renault
Ein Lancia Y
Lancia Y: Mit seinem extravaganten Design setzte sich der Lancia Y deutlich von der Kleinwagen-Konkurrenz ab. Und dazu nicht nur von außen: Im Innenraum sorgten die mittig auf dem Armaturenbrett angeordneten Instrumente für das „spezielle“ Etwas. © Lancia/Stellantis
Ein Diablo VT Roadster.
Lamborghini Diablo VT Roadster: Der Countach-Nachfolger Diablo kam bereits 1990 auf den Markt. 1993 schob Lamborghini dann mit dem VT (Visco Traction) eine Allradversion des 492 PS starken V12-Geschosses nach. Noch einmal zwei Jahre später folgte dann die Roadster-Variante. © Lamborghini
Ein Volvo V40 und ein Volvo s40
Volvo S40/V40: Mit dem S40 (Limousine) leitete Volvo ab Herbst 1995 eine neue Designsprache ein. Kurz darauf kam die besonders in Deutschland beliebte Kombi-Version V40 auf den Markt. Produziert wurden die „Schweden“ in einem Werk in den Niederlanden. © Volvo
Ein Citroën Xantia
Citroën Xantia Break: Zwei Jahre nach der Xantia-Limousine kam 1995 auch die Kombi-Variante namens Break auf den Markt. 2001 endete die Xantia-Produktion – im Iran jedoch wurde das Fahrzeug in einer einfachen Variante aber noch in Lizenz bis 2010 weiterproduziert. © Citroën/Stellantis
Ein Chrysler Grand Voyager
Chrysler Voyager: Im Frühjahr 1995 kam die dritte Generation des Chrysler Voyager auf den Markt. Den Van gab es in zwei Ausführungen: Der Grand Voyager bot durch seine größeren Abmessungen im Innenraum mehr Platz. © Chrysler Brand Heritage
Ein Fiat Brava
Fiat Brava: Bei diesem Auto kam es auf den letzten Buchstaben an: Der Fiat Brava war ein kompakter Fünftürer, der kürzere Dreitürer ging als Fiat Bravo an den Start. © Fiat/Stellantis

„Verbrenner-Aus“ ab 2035: Nur jede Vierte ist dafür, den Kurs beizubehalten

Eine deutliche Meinung haben die Befragten auch zum geplanten „Verbrenner-Aus“ ab 2035. 62 Prozent der Umfrageteilnehmer sind für eine Abschaffung – lediglich jeder Vierte (25 Prozent) plädierte für eine Beibehaltung. Nicht ganz so hoch ist die Zustimmung für eine Abschaffung der CO₂-Flottengrenzwerte. 52 Prozent sind dafür, nur 24 Prozent sind der Meinung, dass Strafzahlungen der Autobauer für eine Überschreitung der CO₂-Grenzwerte ein adäquates Mittel sind, um die Energiewende voranzutreiben.

Viel Zustimmung für Förderung von Elektroautos

Die E-Mobilität erlebte im Jahr 2024 in Deutschland einen schweren Einbruch, die Neuzulassungen von E-Autos gingen im Vergleich zum Vorjahr um mehr als ein Viertel zurück. Hauptgrund dafür war wohl die Abschaffung der Kaufprämie für Elektroautos. Inzwischen sprechen sich einige Politiker für die erneute Einführung von Fördermaßnahmen aus. Beim Wähler dürfte das gut ankommen, wie die Umfrage zeigt. 55 Prozent der Befragten waren für eine E-Auto-Kaufprämie beziehungsweise Leasinganreize für Stromer, lediglich 32 Prozent waren dagegen.

Tempo 130 auf deutschen Autobahnen? Die Diskussion um diese Frage kocht regelmäßig wieder hoch. (Symbolbild)

Führerschein soll für junge Menschen bezahlbar bleiben

Bei einem weiteren Geld-Thema wurde die größte Zustimmung der gesamten Umfrage erzielt. Der Aussage, dass der Führerschein für junge Leute auch in Zukunft bezahlbar bleiben soll, konnten sich 90 Prozent der Befragten anschließen. Wie genau das gelingen soll, steht allerdings noch in den Sternen. Im vergangenen Jahr war der Vorschlag für Fahrstunden im Simulator aufgekommen.

Rubriklistenbild: © MiS/Imago

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