Camper abstellen

Wohnmobil: Wo darf man damit wie lange parken?

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Wenn das Wohnmobil erst einmal auf dem Campingplatz parkt, ist alles gut. Aber wo darf man seinen Camper außerhalb des Urlaubs legal abstellen?

Die einen bevorzugen ein Hotelzimmer, die anderen schlafen im Urlaub auch mal gerne im Zelt – für viele weitere ist dagegen ein Wohnmobil die einzig wahre Art zu reisen. Auf dem Weg ans Ziel sollte man versuchen, Strafzettel im Ausland zu vermeiden – sobald man mit dem Camper aber auf dem Campingplatz steht, können die Ferien beginnen. Außerhalb eines Campingplatzes kann das Parken dagegen aufgrund der Größe speziell in Städten schon mal zur Herausforderung werden. Doch wo darf man sein Wohnmobil überhaupt abstellen – und für wie lange?

Wohnmobil parken im Wohngebiet: Das Fahrzeuggewicht ist entscheidend

Grundsätzlich ist das Parken eines Wohnmobils am Straßenrand oder auf Parkplätzen erlaubt. Für Wohnmobile mit einem Gewicht von bis zu 7,5 Tonnen gibt es keine zeitliche Begrenzung. Vorausgesetzt, das Fahrzeug verfügt über eine Zulassung und ist versichert, darf man auch in einem Wohngebiet dauerhaft parken. Anders sieht es oberhalb eines Gewichts von 7,5 Tonnen aus. Dann ist das Parken laut Straßenverkehrsordnung (§ 12 Absatz 3a StVO) in Wohngebieten von 22 Uhr bis 6 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen nicht erlaubt. Ärger droht auch beim Abstellen des Wohnmobils mit Saisonkennzeichen, die aktuell nicht gültig sind.

Auf „normalen“ Parkplätzen: Übernachten im Wohnmobil ist nur in Ausnahmefällen erlaubt

Doch Vorsicht: Dass man sein Wohnmobil parken darf, heißt noch lange nicht, dass man darin auch übernachten darf. Denn das Nächtigen in einem Wohnmobil ist auf normalen Parkplätzen nur in Ausnahmefällen erlaubt. Beispielsweise, wenn man nach langer Fahrt das Etappenziel aufgrund von Müdigkeit nicht mehr erreicht. Und auch typisches Campingverhalten wie etwa das Ausfahren der Markise oder das Aufstellen von Stühlen und Tischen ist tabu. Sobald man wieder „verkehrstüchtig“ ist, sollte der Parkplatz zügig verlassen werden – sonst drohen Strafen in Höhe von bis zu 2.500 Euro.

Anwohner sind von geparkten Wohnmobilen oft genervt, weil diese viel Parkraum beanspruchen. (Symbolbild)

Wohnmobil parken: Vorsicht an zu engen Stellen

Aufpassen muss man beim Parken auch an zu engen Stellen. Laut ADAC muss immer ausreichend Platz für die Durchfahrt von Fahrzeugen „größtmöglicher Breite“ (2,55 Meter plus Sicherheitsabstand von mindestens einem halben Meter) gegeben sein. Doch genau hier kann es für Wohnmobile – die in der Regel breiter sind als ein normaler Pkw – schwierig werden. Ebenfalls vorsichtig sein sollte man beim Parken gegenüber von Grundstückseinfahrten: Damit Anwohner hier ohne mehrfaches Rangieren ein- und ausfahren können, muss laut dem Automobilklub in der Regel mindestens 3,5 Meter gegenüber Platz bleiben.

Top 10: Das sind die meistgebauten Autos aller Zeiten

BWM 3er-Reihe
Platz 10: BMW 3er-Reihe. 16 Millionen mal wurde BMWs beliebte Mittelklasse seit 1975 gebaut – in mehreren Karosserievarianten wie dem im Foto gezeigten Kombi Touring, und auch als Cabrio. Der BMW 3er wird aktuell in siebter Generation produziert, und auch bald voll elektrifiziert. Die Erfolgsstory kann also weitergehen. © Fabian Kirchbauer/BMW
Ford Model T
Platz 9: Ford Model T. Längst Geschichte, doch mit 16,5 Millionen produzierten Einheiten noch immer in den ewigen Top 10. Die 1908 vorgestellte „Tin Lizzie“ startete 1910 auf dem weltweit ersten Fließband in die Serienproduktion, und hielt mit nur wenigen Modifikationen (zu denen auch ein Panzer gehörte) und der Mono-Farbe schwarz bis 1927 durch. © Joseph Sohm/Imago
Lada 1200
Platz 8: Lada 1200. Oder Schiguli. Oder VAZ 2101. Der klassische russische (oder sowjetische) Pkw war unter vielen Namen bekannt und brachte es von 1966 bis 2007 auf 17,3 Millionen Einheiten. Er basierte auf dem Fiat 124, wies aber eine robustere Karossiere und weniger Komfort auf. © National Motor Museum/Imago
Toyota Hilux
Platz 7: Toyota Hilux. Der Pick-up-Truck ist vor allem in den USA begehrt, was für mittlerweile über 18 Millionen gebaute und verkaufte Exemplare reicht. Seit 1968 schätzen ihn seine Fahrer als robustes Allwege-Gefährt, auf dessen Pritsche afrikanische Warlords auch mal ein Maschinengewehr installieren. Derzeit ist die achte Generation unterwegs. © Toyota
VW Käfer
Platz 6: VW Käfer. Etwa 21,5 Millionen mal wurden VW 1200 und andere Versionen produziert, bis zum Wachwechsel durch den VW Golf war der originale Käfer hierzulande der Bestseller – aber auch in aller Welt beliebt. Entstanden aus dem 1938 für das Nazi-Reich entwickelten KdF-Wagen, wurde der VW noch 2003 in Mexiko produziert. © Gottfried Czepluch/Imago
Honda Civic
Platz 5: Honda Civic. In Europa nur ein weiterer VW-Golf-Gegner, ist dieser Kompaktwagen in den USA und in Japan seit Jahrzehnten ein Megaseller. Seit 1972 wurden über 27,5 Millionen Einheiten produziert, derzeit steht Generation Nummer elf bei den Händlern. © Honda
VW Passat Variant
Platz 4: VW Passat. Vielleicht etwas überraschend, aber auch der brave Mittelklassewagen hat es seit seinem Debüt 1973 auf über 30 Millionen Exemplare gebracht – allerdings inklusive der deutlich anderen US-Version. In Europa dominiert klar die Kombi-Variante, die neunte Generation ab 2023 wird es als Stufenheck gar nicht mehr geben. © Ingo Barenschee/VW
VW Golf
Platz 3: VW Golf. Auch wenn der gefühlt ewige Liebling der Deutschen derzeit gegen Tesla und den internen Konkurrenten T-Roc zu kämpfen hat: An über 35 Millionen produzierten Autos seit 1974 muss man erst mal vorbeikommen. Ob die derzeit aktuelle achte Generation noch einen Nachfolger bekommt, ist allerdings unsicher. Als elektrischer ID. Golf könnte der Inbegriff des Kompaktwagens aber trotzdem weiterleben. © Martin Meiners/VW
Ford F-150
Platz 2: Ford F-Serie. In den USA ist Pick-up-Truck Ford F-150 aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken, er und seine noch größeren F-Brüder verkörpern perfekt den American Way of Driving. Die elektrische Version Lightning beschert dem seit 1948 über 40 Millionen mal gebauten Nutz- und Lifestyle-Laster weiteren Zulauf. © Mark Phelan/Imago
Toyota Corolla
Platz 1: Toyota Corolla. Was den Deutschen der VW Golf ist, das ist für Amerikaner, Japaner und viele Europäer der Toyota Corolla. Seit 1966 wurden über 50 Millionen dieses Kompaktwagen gebaut, seine zwölfte Generation ist mittlerweile auch als Cross-Version zu haben. Das Maximum der Elektrifizierung ist allerdings ein Plug-in-Hybrid. © Slavko Midzor/Imago

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Abgestelltes Wohnmobil regelmäßig aufsuchen

Im Grunde gelten also für Wohnmobile mit einem Gewicht von unter 7,5 Tonnen die gleichen Regeln wie für Pkw: Sollten nicht entsprechende Schilder (etwa Halteverbot oder „Parken nur für Pkw“ erlaubt) das Parken verbieten und das Fahrzeug gemäß den Vorschriften der StVO geparkt sein, darf man es abstellen. Wie bei Pkw auch, muss der Halter allerdings sein Wohnmobil regelmäßig aufsuchen, für den Fall, dass beispielsweise ein temporäres Halteverbot eingerichtet wird – ansonsten könnte eine teure Abschleppaktion die Folge sein.

Bei abgekoppelten Wohnwagen liegt der Fall etwas anders: Diese dürfen in Wohngebieten maximal zwei Wochen auf demselben Parkplatz stehen. Doch auch wenn das für Wohnmobile unter 7,5 Tonnen nicht gilt – vor dem Zorn so manchen Anwohners schützt die Rechtmäßigkeit natürlich nicht. Zumindest mit einem voller Wut verfassten Zettel können Camper-Fahrer schon mal rechnen.

Rubriklistenbild: © Matthias Balk/dpa

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