VonAnnika Ketzlerschließen
Wer zu schnell fährt, wird bestraft. Temposündern droht ein hohes Bußgeld. Wie teuer wird es bei welcher Geschwindigkeitsüberschreitung? Ein Überblick.
Hamm - Autofahrer müssen für Geschwindigkeitsüberschreitungen viel Geld bezahlen. Je höher das Tempo, desto mehr. Der Bußgeldkatalog wird regelmäßig überarbeitet und angepasst, zuletzt im November 2022. Da wurden die Strafen für Temposünder in Nordrhein-Westfalen und auch deutschlandweit nochmal ordentlich angezogen.
Bußgeld für Autofahrer bei Geschwindigkeitsüberschreitungen außerorts:
Es ist nicht unwichtig, wo man zu schnell fährt: innerhalb oder außerhalb einer geschlossenen Ortschaft. Das kosten Tempoverstöße außerorts:
- bis 10 km/h zu schnell: 30 Euro
- 11 - 15 km/h zu schnell: 40 Euro
- 16 - 20 km/h zu schnell: 60 Euro
- 21 - 25 km/h zu schnell: 100 Euro und ein Punkt
- 26 - 30 km/h zu schnell: 150 Euro und ein Punkt
- 31 - 40 km/h zu schnell: 200 Euro und ein Punkt
- 41 - 50 km/h zu schnell: 320 Euro und zwei Punkte
- 51 - 60 km/h zu schnell: 480 Euro und zwei Punkte
- 61 - 70 km/h zu schnell: 600 Euro und zwei Punkte
- über 70 km/h zu schnell: 700 Euro und zwei Punkte
Bußgeld für Autofahrer bei Geschwindigkeitsüberschreitungen innerorts:
Wer innerhalb geschlossener Ortschaften zu schnell fährt, muss mit einem höheren Bußgeld rechnen.
- bis 10 km/h zu schnell: 30 Euro
- 11 – 15 km/h zu schnell: 50 Euro
- 16 – 20 km/h zu schnell: 70 Euro
- 21 – 25 km/h zu schnell: 115 Euro und ein Punkt
- 26 – 30 km/h zu schnell: 180 Euro und ein Punkt
- 31 – 40 km/h zu schnell: 260 Euro und zwei Punkte
- 41 – 50 km/h zu schnell: 400 und zwei Punkte
- 51 – 60 km/h zu schnell: 560 und zwei Punkte
- 61 – 70 km/h zu schnell: 700 und zwei Punkte
- über 70 km/h zu schnell: 800 und zwei Punkte
Einen Punkt gibt es für einen schweren oder sehr schweren Verstoß beim Autofahren. Dieser wird zusätzlich mit mindestens 60 Euro bestraft.
Ist man als Autofahrer 41 bis 50 Kilometer pro Stunde schneller unterwegs als erlaubt, droht zusätzlich ein Fahrverbot. Dies beträgt in der Regel einen Monat. Ab 61 bis 70 km/h zu schnell müssen Autofahrer sogar mit einem Fahrverbot von zwei Monaten rechnen. Ab 70 km/h drüber sind es sogar drei Monate.
Übrigens: Auch zu langsames Fahren wird mit einem Bußgeld bestraft. „Ohne triftigen Grund so langsam zu fahren, dass der reibungslose Verkehrsfluss behindert wird, ist ebenfalls mit einem Bußgeld von 20 Euro belegt“, heißt es im Bußgeldkatalog.
Kürzlich fand die Einführung eines neuen Verkehrsschildes statt. Bei Verstoß drohen auch hier Bußgeld und Punkt. 2023 gab es einige Neuerungen für Autofahrer, die beispielsweise Führerschein und Plaketten betreffen.
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