Nach acht Jahren

Tesla setzt auf Abo: Navi nicht mehr dauerhaft kostenfrei

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Tesla lässt die Standard Konnektivität künftig nach acht Jahren auslaufen. Wer das Navi dann weiter nutzen will, braucht ein Premium-Abo.

Es gibt fast nichts, was man inzwischen nicht abonnieren kann. Auch in der Automobilbranche setzt sich das Modell immer mehr durch. Kunden können dabei ganze Autos abonnieren, aber auch einzelne Funktionen können flexibel hinzugebucht und wieder gekündigt werden. Auch Tesla bietet ein solches Angebot an, das für manche Autofahrer bald mehr Pflicht als Option sein dürfte.

Der Grund: Die Standard Konnektivität ist künftig nur noch für acht Jahre im Preis inbegriffen, wer das Navi danach weiter nutzen will, muss das Premium-Abo buchen. Mit einem ähnlichen Angebot hatte schon Audi seine Kunden verärgert. Das Standard-Paket – das bislang dauerhaft galt – ist aktuell jedoch nicht im Abo buchbar, wie T3n.de berichtet.

Wer das Navi in seinem Tesla dauerhaft nutzen möchte braucht künftig ein Abo.

Tesla setzt auf Abo: Navi nicht mehr dauerhaft kostenfrei

Entsprechend bleibt den Tesla-Kunden nach Ablauf der Frist keine andere Wahl, als das Premium-Paket zu buchen. Dieses schlägt mit 9,99 Euro im Monat oder 99 Euro jährlich zu Buche und kann über die Tesla-App abonniert werden. Es wird vermutet, dass die Maßnahme im Zusammenhang mit den Mobilfunkübertragungen steht, die Tesla für seine Kunden übernimmt.

Neben dem Navigationssystem enthält das Premium-Paket zudem noch weitere Funktionen, wie beispielsweise eine Satellitenansicht oder Echtzeit-Verkehrsvisualisierungen. Darüber hinaus können Tesla-Kunden in ihrem Elektroauto Karaoke singen – ein passendes Mikrofon war schnell ausverkauft – Musik und Videos streamen oder im Internet surfen. Auch der umstrittene Wächtermodus ist in diesem Paket enthalten.

Tesla setzt auf Abo: Model S und X nicht betroffen

Allerdings betrifft die Maßnahme nur das Model 3, bei dem Tesla geschlampt haben soll, und das Model Y. Käufer bekommen jedoch eine 30-tägige Testphase, die sich nicht stornieren lässt. Wird nicht rechtzeitig gekündigt, verlängert diese sich automatisch. Bei den Oberklassefahrzeugen Model S und X ist bereits ein lebenslanges Premium-Abo im Kaufpreis enthalten.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

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Wer seinen Tesla als Gebrauchtwagen kauft, wird darüber informiert, wie lange das Fahrzeug „noch Zugriff auf Standard-Konnektivität besitzt“. Das Problem: Tesla lässt keine Alternativen auf dem Infotainmentsystem, das im ADAC-Test durch lange Ablenkzeiten auffiel, zu. Wer also nur die Navigation benutzen will, wird entweder auf Google Maps auf dem Smartphone umsteigen müssen oder hoffen, dass ein Standard-Abo kommt.

Rubriklistenbild: © Tesla

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