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„Eindeutig negativ“: Elon Musk schadet laut Umfrage dem Image von Tesla

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Nicht erst seit dem Kauf von Twitter spaltet Elon Musk die Meinungen. Laut einer Umfrage färbt sein Verhalten offenbar auf negativ auf Tesla ab.

Tesla-Chef Elon Musk (51) spaltet die Meinungen wie kaum ein anderer Top-Manager. Zuletzt sorgte sein Kauf des Kurznachrichtendienstes Twitter für Schlagzeilen. Speziell im Umgang mit Mitarbeitern gilt der 51-Jährige als wenig zimperlich. Elon Musks polarisierendes Verhalten in der Öffentlichkeit färbt offenbar auch negativ auf das Image seines E-Auto-Unternehmens Tesla ab. Dabei ist der Autohersteller ohnehin schon viel in der Kritik – in erster Linie wegen des hochumstrittenen „Autopilot“-Systems.

„Eindeutig negativ“: Elon Musk schadet laut Umfrage dem Image von Tesla

In einer Umfrage des Magazins „Der Spiegel“ erklärten 47 Prozent der Befragten, der Milliardär beeinflusse ihre Meinung zu der Fahrzeugmarke „eindeutig negativ“. Weitere 16 Prozent reagieren „eher negativ“, lediglich 9 Prozent fühlen sich „eher positiv“ oder „positiv“ angesprochen. Musk hatte zuletzt in den USA öffentlich Rechtsaußen-Positionen bezogen, unter anderem in Bezug auf die Corona-Pandemie und geschlechtliche Identitäten. Auf dem Heimatmarkt verschreckt er damit Berichten zufolge offenbar zunehmend potenzielle E-Autokäufer, die sich traditionell stark aus der Demokraten-Wählerschaft rekrutieren. Allerdings gibt es inzwischen für genervte Elon-Musk-Fans auch einige Elektroauto-Alternativen.

Laut einer Umfrage beeinflusst das Image von Elon Musk den Autobauer Tesla negativ. (Symbolbild)

Elon Musk schadet laut Umfrage dem Tesla-Image – nur potentielle AfD-Wähler sehen ihn weniger negativ

Die Ablehnung in Deutschland zieht sich durch alle Alters-, Berufs- und Bildungsgruppen und ist dem Magazin zufolge auch unabhängig von Faktoren wie Geschlecht, Bildung und politischer Einstellung. Einzige Ausnahme: Unter den potenziellen AfD-Wählern bekundeten lediglich 35 Prozent eine negative Reaktion auf Musks Auftreten – der legt sich mitunter schon sogar auch mal mit den Tesla-Fans an.

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

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Tesla: US-Hersteller der unbeliebteste unter den großen Autobauern, die in Deutschland produzieren

Auch ohne Bezug zu Musk halten 69 Prozent der Befragten den Hersteller für „weniger“ oder „gar nicht sympathisch“. Damit ist Tesla der mit Abstand unbeliebteste unter den großen Autoherstellern mit Produktion in Deutschland. Polarisierend sind zwar auch die traditionellen Oberklassemarken Mercedes-Benz, Porsche, BMW und Audi: Sie können ihre schlechten Werte im linken Lager mit höheren Sympathien rechts der Mitte kompensieren.

Die Volumenhersteller Volkswagen, Opel und Ford rufen eher ausgeglichene bis gleichgültige Reaktionen hervor. Zumindest können sich Volumen- und Premiumhersteller bei ihren Produkten auf einen vergleichsweise guten Ruf verlassen. Bei der Frage nach der Qualität der Fahrzeuge sortiert sich Tesla hinter den anderen Marken mit Produktion in Deutschland ein: Nur 21 Prozent der Befragten würden Tesla-Modelle als qualitativ hochwertig bezeichnen – immer wieder gibt es Beschwerden seitens der Kunden, etwa über die Qualität des Yoke-Lenkrads. Bei Spitzenreiter Mercedes-Benz sind es 77 Prozent. (Mit Material von SP-X)

Rubriklistenbild: © Political-Moments/Imago

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