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Tesla: Ladesäulen-Start-up droht Ärger mit Elon Musk – wegen Rufschädigung

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Tesla hat ein deutsches Start-up abgemahnt. Grund ist ein Brief an die Kunden, den der US-Hersteller als Rufschädigung empfindet.

Tesla ist einer der Vorreiter, wenn es um die Elektromobilität geht. Daran gibt es keine Zweifel. Dennoch steht das Unternehmen immer wieder in der Kritik – beispielsweise wegen der Qualität oder des Full Self-Driving. Im Sommer gab es dann auch noch Ärger wegen der Supercharger und Wall Connectors, da diese keinen eichbaren Stromzähler haben. Anders als die Wallboxen des Münchner Start-ups Wirelane, was dessen Gründer Constantin Schwaab in einem Brief an seine Kunden betonte. Tesla reagierte darauf prompt mit einer Abmahnung.

Der Grund: Schwaab habe den Sachverhalt in seinem Schreiben an Hotels und Geschäftsbetreiber verkürzt wiedergegeben. Zudem stelle das Schreiben „eine bewusste Beeinträchtigung des Rufes von Tesla dar“, zitiert das Handelsblatt aus dem Schreiben des US-Herstellers an Wirelane. Auch die Ware und die geschäftlichen Verhältnisse von Tesla könnten so verunglimpft und heruntergesetzt werden.

Tesla sieht seinen Ruf durch das Schreiben des Wirelane-Gründers beschädigt. (Symbolbild)

Tesla: Ladesäulen-Start-up droht Ärger mit Elon Musk – wegen Rufschädigung

Doch was genau hat er an seine Kunden – vor allem Hotels und Gewerbeimmobilien – geschrieben, dass Tesla so drastisch reagiert? „Bei den aktuellen Strompreisen verschenken viele Hoteliers mit Tesla Destination Chargern jährlich Strom im Wert von mehr als 10.000 Euro – oder rechnen ihre Ladetransaktionen nicht eichrechtskonform ab“, heißt es in dem Brief, in dem Schwaab auch auf das Eichproblem hinwies. Seine Lösung: Die „veralteten Tesla Destination Charger gegen moderne, eichrechtskonforme Wirelane-Ladepunkte“ austauschen.

Elektroautos: Die zehn beliebtesten Modelle in Deutschland

BMW i3
Platz 10: BMW i3. Schon seit 2013 auf dem Markt, und immer noch recht beliebt: 12.178 BMW i3 wurden 2021 neu zugelassen. Trotzdem läuft die Produktion des City-Stromers mit knapp 300 Kilometern Reichweite nach insgesamt 250.000 Einheiten dieses Jahr ohne Nachfolger aus. Preis: ab 39.000 Euro. © BMW
Fiat 500
Platz 9: Fiat 500. Das aktuelle Modell des Kleinstwagens, auch als Fiat 500e oder Fiat 500 Elektro bezeichnet, wird ausschließlich als E-Auto angeboten. 2021 fand er 12.516 Kunden. Je nach Akku-Größe schafft der kleine, aber charakterstarke Cityflitzer aus dem Stellantis-Konzern 190 bis über 300 Kilometer. Preis: ab 26.790 Euro. © Fiat/Stellantis
VW ID.5
Platz 8: VW ID.4. Die Crossover-Variante des braven Grundmodells ID.3 mit größerem Innenraum und etwas Off-Road-Fähigkeit wurde im vergangenen Jahr 12.734 mal zugelassen. Die Reichweite der Top-Version gibt VW reichlich optimistisch mit 518 Kilometern an. Preis: Ab 46.515 Euro. © Ingo Barenschee/VW
Skoda Enyaq iV
Platz 7: Škoda Enyaq iV. Der technische Ableger des VW ID.3 und ID.4 auf der MEB-Plattform ist mit 4,65 Metern etwas länger, und erfüllt somit das übliche Marken-Image als Alternative für die Familie. 13.026 Käufer und Leasingnehmer überzeugte das E-SUV mit offiziell bis zu 500 Kilometern Reichweite. Preis: ab 46.515 Euro. © Skoda Auto a.s.
Hyundai Kona Elektro
Platz 6: Hyundai Kona Elektro. Im Gegensatz zum neuen Ioniq 5 bietet Hyundai den seit Kona mit verschiedenen Antriebsversionen an, das seit 2018 verkaufte Elektroauto brachte es auf 17.240 Neuzulassungen. Die Motoren leisten 136 oder 204 PS, die Reichweite beträgt maximal 484 Kilometer. Preis: ab 35.650 Euro.  © Hyundai
Smart EQ fortwo Edition Bluedawn smart EQ fortwo edition bluedawn: stylish and electrifying eye-catcher
Platz 5: Smart EQ Fortwo. Wie beim BMW i3 ist auch das Ende des Elektrozwergs besiegelt. Künftig kommen die Elektroautos aus China und als größere SUV daher. Das Original fand trotz seiner mickerigen Reichweite von offiziell 153 Kilometer noch 17.413 Abnehmer. Preis: ab 21.940 Euro. © Mercedes-Benz AG
Renault Zoe
Platz 4: Renault Zoe. Beim Crashtest versagte die aktuelle Version des französischen City-Stromers (null Sterne!), aber mit 24.736 Neuzulassungen war er hierzulande durchaus beliebt. Dank bis zu 395 Kilometern maximaler Reichweite eignet er sich auch für längere Trips. Preis: ab 33.140 Euro. © Renault
VW ID.3
Platz 3: VW ID.3. Das Grundmodell des „Modularen E-Antriebs-Baukastens“ des VW-Konzerns gilt längst als elektrischer VW Golf, auch wenn sich manch Stromer-Fan einen etwas aufregenderen Auftritt gewünscht hätte. Europaweit brachte es der ID.3 mit seinen offiziell bis zu 553 Kilometern Reichweite schon auf über 100.000 Verkäufe, auf Deutschland entfielen 26.693 Zulassungen. Preis: ab 36.960 Euro. © VW
VW e-Up
Platz 2: VW e-Up. Seine große Beliebtheit führt zu seinem größten Nachteil: Immer wieder ist der kleine, 30.797 mal zugelassene Stromer ausverkauft, was letztendlich auch zu einer kräftigen Preissteigerung führte. Bis zu 260 Kilometer Reichweite gehen für diese Größe ok. Preis: ab 26.895 Euro. © VW
Tesla Model 3
Platz 1: Tesla Model 3. Das Einstiegsmodell des Elektroauto-Pioniers sicherte sich mit 35.262 Neuzulassungen klar die Pole-Position, und schaffe es wochenweise sogar an die Spitze der Gesamt-Charts aller Pkw. Die Reichweite beträgt laut Werksangabe bis zu 547 Kilometer. Preis: ab 52.965 Euro. © Tesla

Das Unternehmen von Elon Musk – der den Posten als CEO bald abgeben könnte – betonte zudem, dass man bereit sei, einen Unterlassungsanspruch gegen Wirelane auch gerichtlich durchzusetzen. Schwaab sieht jedoch nicht ein, die Unterlassungserklärung zu unterschreiben.

Tesla: Ladesäulen-Start-up sieht Supercharger als Ergänzung

Der Wirelane-Gründer zeigt sich vielmehr enttäuscht über die Reaktion von Tesla, wie er im Gespräch mit dem Handelsblatt betont: „Man hätte ja auch erst einmal miteinander reden können.“ Schwaab gibt jedoch auch zu, ein geschäftliches Interesse zu haben. Als Konkurrenz sieht der Wirelane-Gründer Tesla jedoch nicht, da das Unternehmen keine Schnellladesäulen anbiete.

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

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Die Supercharger seien eine Ergänzung und für die Elektromobilität insgesamt wichtig. „Auch Hotelgäste müssen erst einmal zum Hotel kommen – und sind deshalb froh, wenn sie an der Autobahn eine Schnellladesäule von Tesla finden.“

Rubriklistenbild: © Christophe Gateau/dpa

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