VonJudith Braunschließen
Die Symptome einer Thrombose werden oft falsch gedeutet. Dies kann jedoch gefährliche Folgen haben. Daher sollte man wichtige Anzeichen kennen.
Bei einer Thrombose bildet sich ein Blutgerinnsel in einem Blutgefäß und sorgt dadurch für eine Verengung oder einen Verschluss der Blutbahn. Wird das Gerinnsel, das auch Thrombus genannt wird, frühzeitig entdeckt, kann es mithilfe einer gezielten Therapie aufgelöst werden. Andernfalls wandert es jedoch in manchen Fällen über die Blutbahn in die Lunge und kann dort Gefäße verstopfen, wodurch die Gefahr einer Lungenembolie besteht. Jährlich sterben rund 100.000 Menschen an den Folgen der Erkrankung, deren Risiko durch Rauchen, langes Sitzen im Flugzeug, Übergewicht oder die Einnahme der Antibabypille erhöht wird. Umso wichtiger ist es, mögliche Anzeichen und Symptome zu erkennen.
Thrombose: Fünf Symptome können Anzeichen für gefährliches Blutgerinnsel sein
Vielen Menschen fällt es schwer, die Symptome einer Thrombose richtig zu deuten. Daher ist es wichtig, bestimmte Anzeichen zu kennen. Ältere Personen, Raucher, Menschen mit einer Herz- oder Zuckerkrankheit, Übergewichtige, Personen, die zu Blutgerinnung neigen, Schwangere sowie Frauen, die die Antibabypille einnehmen, gelten als besonders thrombosegefährdet und sollten daher genau auf erste Alarmsignale achten. Bemerken Betroffene folgende Beschwerden bei sich, ist es ratsam, bereits vorsorglich einen Phlebologen – ein Facharzt für Venenerkrankungen – aufzusuchen:
- Schwere Beine: Ein Schweregefühl im betroffenen Bein sowie Spannungsschmerzen treten häufig zu Beginn einer Thrombose auf und sind daher erste Anzeichen. Die Spannungsschmerzen sind vergleichbar mit einem Muskelkater. Die Schwere im Bein lässt sich meist etwas bessern, wenn es hochgelagert werden. Ob tatsächlich ein Gerinnsel vorliegt, sollte von einem Venenspezialisten abgeklärt werden.
- Geschwollenes und überwärmtes Bein: Ein gestörter Blutfluss kann sich außerdem durch warme Schwellungen am Bein bemerkbar machen. Durch aufgrund von Thromben verengte Venen staut sich das Blut an einer Stelle im Gefäß. Somit wird der Rückfluss zum Herzen verhindert. Die Folge davon ist häufig ein geschwollenes und überwärmtes Bein, welches von einem Facharzt untersucht werden sollte.
- Blaue sichtbare Blutgefäße an Beinen: Befindet sich eine Venenerkrankung bereits im fortgeschrittenen Stadium, dann treten Blutgefäße an den Beinen häufig blau hervor – ein weiteres typisches Anzeichen für eine Thrombose. Zudem fühlen sich die Unterschenkel äußerst warm an. Zeigt sich im Liegen eine Linderung der Beschwerden, kann dies ein weiteres Indiz für ein Venenleiden sein.
- Thromoboserisiko steigt bei Bettruhe: Bei einer mehrtägigen Bettruhe, wie sie oftmals nach Operationen angeordnet wird, erhöht sich das Risiko für eine Thrombose. Normalerweise fungiert die Beinmuskulatur beim Gehen nämlich wie eine natürliche Pumpe und Unterstützung für die Gefäße. Ist die Muskulatur längere Zeit ruhig gestellt, wird dadurch das Venensystem deshalb stark belastet und Gerinnsel können sich leichter bilden. Abhilfe schaffen hier häufig blutverdünnende Medikamente sowie Kompressionsstrümpfe, die Patienten während der Bettruhe tragen.
- Gefährliche Blutgerinnsel auf Reisen: Auch auf Langstreckenflügen oder langen Busfahrten kommt es zu Bewegungsmangel, der die Bildung gefährlicher Blutgerinnsel fördern kann. Eine eingeengte Sitzposition und stark angewinkelte Beine können in diesen Fällen das Risiko einer Thrombose ebenfalls erhöhen, da die Gefäße eingeklemmt werden und ein reibungsloser Blutfluss gestört wird. Neben Kompressionsstrümpfen können hier bequeme Kleidung, ein paar Schritte auf dem Gang und Fußgymnastik auf dem Platz helfen. Vorbeugend können auch Heparin-Spritzen zum Einsatz kommen, wenn Menschen beispielsweise bereits unter Krampfadern oder einer Bindegewebsschwäche leiden.
Thrombose: Wie Sie der Gefahr mit einem gesunden Lebensstil vorbeugen können
Um einem Venenleiden vorzubeugen, hilft vor allem ein gesunder Lebensstil. Dazu zählt eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie viel Bewegung. Besonders gut eignen sich dafür Ausdauersportarten wie etwa Walking, Radfahren oder Schwimmen. Bei typischen, leichten Beinschmerzen helfen außerdem Bürstenmassagen oder spezielle Venengymnastik. Zudem sollte Übergewicht vermieden werden, da ein zu hohes Körpergewicht das Risiko um ein Vielfaches steigern kann.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.
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