Leber als zentrales Organ zur Entgiftung

Fettleber: Fünf Tipps, wie Sie vorbeugen können – Bestimmte Ernährung und Bewegung sind entscheidend

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Ein Leberschaden und Erkrankungen können sich aufgrund bestimmter Lebensgewohnheiten wie falsche Ernährung entwickeln. Vermeiden Sie bestimmte Faktoren.

„Was ist Dir für eine Laus über die Leber gelaufen?“ Manch‘ einer kennt diesen Spruch womöglich. Diese Redewendung beruht auf der im Mittelalter verbreiteten Vorstellung, dass die menschliche Leber der Sitz der Leidenschaft, des Temperaments und des Zorns sei. Die Formulierung mit der Laus kam erst viel später dazu, als Versinnbildlichung für eine vermeintliche Kleinigkeit, über die sich jemand ärgert.

Ein Leben ohne Leber ist nicht möglich. Zum Glück verzeiht die Leber viel, denn sie ist das einzige Organ, das sich selbst regenerieren kann – nur 30 Prozent funktionsfähige Leber reichen zum Überleben aus. Was ist aber, wenn die Leber krank wird? Und was haben erhöhte Leberwerte damit zu tun?

Kranke Leber: Was bedeutet „erhöhte Leberwerte“?

Zucker und Alkohol führen langfristig nicht nur zu Übergewichtig, sie können auch die Leber schädigen. (Symbolbild)

Heute weiß man, dass die Leber ein überlebensnotwendiges Allround-Talent ist: Diese Drüse ist die Kraftmaschine im menschlichen Körper, sie ist Speicher- und Ausscheidungsorgan sowie Entgiftungszentrale zugleich. Die Leber ist mit ihren ca. zwei Kilogramm das größte innere Organ und erledigt pro Tag bis zu 500 Arbeitsschritte – ohne Pause.

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Zur Ermittlung der Leberwerte muss ein Arzt Blut abnehmen und es im Labor analysieren lassen. Auf geschädigte Leberzellen können veränderte Werte hindeuten, die entsprechend erhöht oder zu niedrig sind. Die sogenannten Werte AST, ALT, Gamma-GT, AP, Bilirubin sind bei Auffälligkeiten erhöht. Wohingegen die Werte Albumin, ChE sowie TPZ zu niedrig sein können.

Dabei ist es nicht ungewöhnlich, dass die Leberwerte hin und wieder abweichen. Veränderte Leberwerte müssen mittel- und langfristig mittels Blutprobe beobachtet werden, da sie auch mit krankmachenden Lebensumständen zusammenhängen können. Wichtig ist, mehrere Werte anzusehen, die verändert sind – ein Wert alleine ist nicht aussagekräftig genug. Veränderte Leberwerte können auch bei anderen Erkrankungen auftreten, die nicht direkt mit der Leber zusammenhängen.

Fettleber und falsche Ernährung: Ursachen erhöhter Leberwerte

Häufige Ursachen für veränderte Leberwerte können sein:

  • Alkohol, Drogen und andere Schadstoffe
  • Medikamente
  • Erreger wie Viren oder Bakterien
  • Fettreiche Ernährung über längeren Zeitraum
  • Gallenwegs- und Gallensteinerkrankungen
  • Fettleber und Fettleberentzündung
  • Leberzirrhose

Fettleber: Was sind Anzeichen von Leberschäden?

Bei einer Leberschädigung sind körperliche Anzeichen meist sehr unspezifisch, weshalb eine mögliche Erkrankung lange unbemerkt bleiben kann. Die Leber verfügt nicht über Nervenzellen, wodurch sie keine Schmerzen verursacht.

Zu den unspezifischen Symptomen eines Leberschadens zählen Abgeschlagenheit, Müdigkeit oder Druckgefühl im rechten Oberbauch. Beispielsweise Juckreiz der Haut und Erbrechen treten oft erst sehr spät auf. Es gibt vier Warnzeichen, die auf eine kranke Leber hindeuten können.

Fettleber vorbeugen: Fünf Tipps gegen erhöhte Leberwerten

Um Lebererkrankungen und einem Leberschaden vorzubeugen, ist eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener, fettarmer Ernährung sinnvoll. Gerade Zucker und Alkohol können sich negativ auf die Leber auswirken. Es ist bekannt, dass ein ungesunder Lebensstil der Leber schaden kann.

Mit sieben Getränken besser abnehmen: Dank Ingwer und Zitrone rund vier Kilo Gewicht verlieren

Zwei Gläser mit grünem Smoothie.
Wie wäre es denn mit einem selbstgemachten, grünen Smoothie zum Abnehmen? Der Diät-Shake ersetzt eine ganze Mahlzeit und schmeckt dabei so lecker. Ob zum Frühstück, Mittagessen oder Abendessen – der grüne Smoothie ist durch seine ausgewogene Rezeptur mit Spinat, Haferflocken und Blaubeeren ideal als vollständige Mahlzeit, hat aber weniger Kalorien als ein durchschnittliches Gericht. Apfel-, Grapefruit- und Zitronensaft sorgen für den extra Vitaminkick. Welche Zutaten Sie für ca. vier Shakes benötigen: 250 g Blattspinat (frisch oder TK), 5 EL Haferflocken, 2 Bananen, 300 g Blaubeeren, 200 ml Apfelsaft, 150 ml Grapefruitsaft, 600 ml Wasser, 4 EL Mandelmus, etwas Zitronensaft (nach Belieben). Nun den Spinat auftauen oder waschen und abtropfen lassen. Bananen schälen und in Scheiben schneiden. Beeren waschen, mit dem Apfel-, Grapefruitsaft und Zitronensaft zu 600 ml Wasser in den Mixer geben. Beeren, Bananen, Haferflocken, Mandelmus sowie Spinat dazu geben, erst auf kleiner Stufe, dann auf höchster Stufe fein pürieren, bis der Shake schön cremig wird. Nach Belieben noch etwas Wasser zum Verdünnen hinzugeben und erneut kurz mixen. © Sandra Roesch/Imago
Person gibt Zitrone in ein Glas Wasser.
Trinken Sie morgens etwa 30 Minuten vor dem Frühstück auf nüchternen Magen Zitronenwasser, das regt den Stoffwechsel an und unterstützt beim Abnehmen. Achten Sie dabei auf eine warme Wassertemperatur, denn Wärme fördert die Verdauung. Bereits der Saft einer Zitrone enthält 25 mg Vitamin C und deckt so bereits 25 Prozent der empfohlenen Tagesmenge ab. Die in Zitronen enthaltene große Menge an Vitamin C ist wichtig für die Hormonproduktion, nicht nur für das Glückshormon Serotonin, auch für den Neurotransmitter Noradrenalin, der den Stoffwechsel und die Fettverbrennung ankurbelt. Gleichzeitig wird das Sättigungsgefühl aktiviert. Das hat zur Folge, dass Sie letztlich kleinere Portionen und so auch weniger Kalorien zu sich nehmen. Und so geht es: eine Zitrone auspressen und mit ca. einem halben Liter warmen (nicht kochenden) Wasser mischen, in ein Glas geben, trinken und den Effekt fast unmittelbar spüren. © Mint Images/Imago
Es ist eine Flasche und ein Glas mit Ingwer-Zitronenwasser zu sehen.
Auch ein Zitronen-Ingwer-Wasser kurbelt den Stoffwechsel an und unterstützt beim Abnehmen. Die Ingwerwurzel wirkt anregend auf die Speichel- und Magensaftproduktion. Trinken Sie den Saft über den Tag verteilt oder vor einer Mahlzeit, so kann diese auch besser verdaut werden. Die vitaminreiche Mischung lässt sich ganz einfach zubereiten – Sie benötigen für alle Schritte nur etwa fünf Minuten. Auch lässt sich das Ingwer-Zitronenwasser ganz einfach am Morgen für den gesamten Tag ansetzen. So bereiten Sie Ihr Ingwer-Zitronenwasser zu: Für einen halben Liter kühles oder warmes Wasser benötigen Sie eine Zitrone und etwa ein daumengroßes Stück Ingwer. Zerreiben Sie das Stück Ingwer am besten ganz fein, so können die Inhaltsstoffe leichter vom Wasser aufgenommen werden. Geben Sie den zerriebenen Ingwer ins Wasser oder übergießen diesen damit und lassen das ganze 15 Minuten ziehen. Pressen Sie die Zitrone aus und mischen den Saft zum Schluss mit dem Ingwer-Wasser. © Westend61 / Imago
Karotten-Ingwer-Saft.
Wenn Sie weniger auf Zitronen setzen möchten, aber Ingwer mögen, lässt sich dieser auch mit Karotten zu einem Shake kombinieren. Ingwer-Karottensaft ist kalorienarm und eignet sich besonders gut zum Abnehmen. Karotten enthalten nur etwa 26 Kilokalorien pro hundert Gramm. Zudem sind sie reich an Eisen, Kalium, Kalziu sowie Vitaminen und enthalten auch den Ballaststoff Pektin, der im Magen-Darm-Trakt aufquillt und so das Sättigungsgefühl anregt. Pektin hemmt zudem die Fettverdauung und unterstützt den Abbau von Fettzellen. Dadurch verbessert es die Darmflora und wirkt entgiftend. Ersetzen Sie Ihr Frühstück oder Abendessen mit einem Ingwer-Karotten-Powerdrink, dann zeigt sich der Effekt nach ca. drei Wochen mit möglicherweise zwei bis drei Kilo Gewicht weniger auf der Waage. Für bis zu drei Shakes benötigen Sie folgende Zutaten: 500 g Möhren oder Karotten, 1 Apfel, 2 Stiele Zitronenmelisse, 10 g Ingwerwurzel (1 Stück), 1 TL Leinöl, Rapsöl oder Olivenöl, 1 EL Zitronensaft (nach Belieben). Putzen Sie die Möhren beziehungsweise Karotten gründlich, waschen, vierteln und entkernen den Apfel. Anschließend die Zitronenmelisse waschen und trocken schütteln sowie den Ingwer schälen. Möhren oder Karotten, Äpfel und Ingwer durch eine Saftpresse drücken und den Saft in Gläser füllen. Besonderes Extra zum Schluss: Leinöl, Rapsöl oder Olivenöl zum Saft hinzugeben. Durch pflanzliche Öle kann Ihr Körper die fettlöslichen Vitamine und sekundären Pflanzenstoffe besser aufnehmen. Dann nach Belieben mit Zitronensaft abschmecken und die Zitronenmelisse hinzugeben.  © jongjai jongkasemsuk/Imago
Zu sehen ist eine Flasche Apfelessig auf Holz, im Hintergrund Äpfel (Symbolbild).
Apfelessig ist nicht nur gesund und verbessert das Hautbild. In verdünnter Form aktiviert er auch das Sättigungsgefühl und reguliert den Blutzucker, sodass Heißhungermomente und „süße Gelüste“ eher ausbleiben. Gleichzeitig wirken sich die enthaltenen Pektine positiv auf die Verdauung aus. Geben Sie zwei Esslöffel Apfelessig in ein großes Glas lauwarmes Wasser und trinken es ca. 15 Minuten vor einer Mahlzeit. Das Hungergefühl kann so deutlich reduziert werden. © Mythja Photography/Imago
Frau trinkt zufrieden Kaffee
Viele Kaffeeliebhaber möchten beim Abnehmen nur ungern auf ihre zwei bis drei Tassen pro Tag verzichten. Umso besser zu wissen: Kaffee kann Ihnen helfen, abzunehmen. Denn Koffein kurbelt durch Ketose die Fettverbrennung an. Kaffee mit Zitronensaft oder Orangensaft soll die Wirkung sogar noch verstärken. Trinken Sie dafür nur schwarzen Kaffee, das heißt verzichten Sie auf Kalorien durch Milch und Zucker. Kaffee regt zwar den Stoffwechsel an und hemmt den Appetit, doch den Effekt des Abnehmens erzielen Sie am ehesten in Kombination mit der entsprechenden Ernährung von weniger als 1500 Kalorien täglich. Ersetzen Sie auch zusätzlich eine Mahlzeit pro Tag durch Obst- oder Gemüse-Shakes. © Cavan Images/Imago
Ingwertee mit Zitrone
Nicht nur Kaffee kann dazu dienen, Gewicht zu verlieren. Es gibt Teesorten, wie Ingwertee oder grüner Tee, die den Körper entschlacken und beim Abnehmen helfen. Bis zu zwei Tassen warmes Wasser mit frischem Ingwer am Vormittag regt den Stoffwechsel an und fördert die Entgiftung. Auch grüner Tee kurbelt den Stoffwechsel an und erhöht die Fettverbrennung. Für Ingwertee können Sie wie folgt vorgehen: 0,5 Liter Wasser zum Kochen bringen, zwei bis drei Zentimeter frische Ingwerwurzel in dünne Scheiben schneiden und im Wasser zehn Minuten köcheln. Etwas abkühlen lassen und in kleinen Schlucken vor dem Frühstück oder bis etwa zehn Uhr vormittags trinken. Ähnlich wie Kaffee hat Ingwertee eine sehr anregende Wirkung und kann bei spätem Genuss am Tag die Schlafqualität negativ beeinflussen. Wer lieber grünen Tee trinkt, sollte die Zutaten nicht mit kochendem Wasser über 70 Grad Celsius aufgießen. Die feinen Aromen bleiben so besser erhalten. Besonderer Geschmacks-Kick: Filtern Sie das Wasser nach dem Abkühlen und gießen die Blätter dann erst auf, denn durch weiches Wasser kann Grüntee sein Aroma besonders entfalten. © Antonio Gravante/Imago

Darüber hinaus können Sie mit diesen Alltagstipps Ihre Gesundheit verbessern und Ihrer Leber Gutes tun:

  • Ausgewogene Ernährung: Ernährung mit wenig Alkohol, Fett und Zucker entlastet die Leber.
  • Regelmäßig bewegen: Experten empfehlen, etwa 3 Stunden pro Woche körperlich aktiv zu sein. Öfters mal zu Fuß gehen oder das Fahrrad nehmen, das ist nicht nur für den Körper gut, es ist auch nachhaltiger als Wege mit dem Auto zurückzulegen.
  • Mögliches Übergewicht verringern: Auf Hungerkuren und Nulldiäten besser verzichten, das muss die Leber zu stark ausgleichen.
  • Öfters mal die Leber mit Kuren „entgiften“, das wirkt (fast) Wunder.
  • Virus-Erkrankungen, die der Leber schaden, vorbeugen: Gegen Hepatitis-A- und Hepatitis-B-Viren gibt es wirksame Impfungen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

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