Putzen ohne Chemie

Backofen mit Natron reinigen: Wie das Hausmittel Ihnen schnell zu einem sauberen Ofen verhilft

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Um hartnäckige Verschmutzungen im Backofen zu entfernen, braucht es keine Chemie. Natron reinigt das Backrohr schnell und natürlich.

Bei hartnäckigen Verkrustungen im Backofen greifen viele zu Backofenspray. Doch die Sache hat einen Haken: Beim nächsten Backgang legt sich der chemische Geruch auf Kuchen, Pommes und Co. nieder. Abgesehen davon schaden chemische Reiniger der Umwelt. Mit einem natürlichen Hausmittel wie Natron gehen Sie bei der Reinigung auf Nummer sicher.

Was ist Natron?

Natron (Natriumhydrogencarbonat) ist auch als Speisesoda oder Backsoda bekannt (nicht zu verwechseln mit Waschsoda oder Reine Soda). Das weiße Pulver ist in jedem Supermarkt in der Backabteilung oder in Drogeriemärkten bei den Putzmitteln erhältlich.

Gut zu wissen: Beim Putzen kann Natron 1:1 mit Backpulver ersetzt werden, da Natron auch in Backpulver enthalten ist. Das gilt jedoch nicht fürs Backen: Backpulver enthält zusätzlich zum Natron noch einen Säure- und Stärkeanteil. Will man Natron als alleiniges Backtriebmittel für Muffins o.ä. einsetzen, bedarf es noch einer weiteren sauren Zutat, etwa Joghurt oder saure Sahne, damit der Teig aufgeht.

Statt mit einem chemischen Putzmittel lässt sich der Backofen auch mit natürlichem Natron reinigen.

Backofen reinigen mit Natron und Salz

Natron ist ein vielseitiges Hausmittel, das sich ganz hervorragend für die Reinigung des Backofens eignet. Alles, was Sie dafür brauchen, ist Natron, Salz und Wasser:

  1. Verrühren Sie zwei Esslöffel Natron mit einem Esslöffel Salz und zwei Esslöffel Wasser. Dabei entsteht eine cremige Paste.
  2. Verteilen Sie nun die Paste mit einem Pinsel oder einem Schwamm auf den eingebrannten Stellen. Achten Sie darauf, dass die Paste nicht an offenliegende Heizstäbe gelangt, um diese nicht zu beschädigen.
  3. Alles etwa 20 bis 30 Minuten einwirken lassen. Die Ofentüre sollte dabei geschlossen sein, damit die Paste nicht austrocknet.
  4. Anschließend wischen Sie den Ofen mit einem feuchten Mikrofasertuch oder Schwamm aus – fertig!

Kein Salz im Haus? Dann mischen Sie das Natron einfach zu gleichen Teilen mit Wasser.

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Backofen reinigen mit Natron und Essig

Bei stärkeren Verkrustungen im Backrohr soll Natron und Essig wahre Wunder bewirken.

  • Etwa 50 g Natron mit 30 ml Essig verrühren.
  • Verstreichen Sie die Mischung auf den verschmutzten Stellen im Backofen. Bitte auch hier darauf achten, dass nichts auf die Heizstäbe gelangt.
  • Stellen Sie den Ofen auf eine Backtemperatur von 75 Grad ein und lassen das ganze für 30 bis 45 Minuten einwirken.
  • Nachdem der Backofen abgekühlt ist, wischen Sie ihn mit einem feuchten Tuch aus.

Sollten immer noch Reste von Eingebranntem vorhanden sein, wiederholen sie die Prozedur nochmals. Auch Zitronensaft kann den Backofen im Nu zum Glänzen bringen. Sie haben alles schon versucht, aber der Ofen ist immer noch nicht richtig sauber? Ein Putztrick mit Frischhaltefolie soll stark Eingebranntes über Nacht lösen.

Fünf Hausmittel ersetzen übliche Putzmittel – und stehen fast in jedem Schrank

Hausmittel stehen auf einem Tisch
Mithilfe von Natron, Backpulver oder zum Beispiel Zitronen bekommt man viele unschöne Flecken wieder weg. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
Reinigung einer Toilette im Badezimmer
Mit Essig können Sie die Toilette reinigen. Dafür verteilen Sie eine halbe Flasche Essigessenz in der Kloschüssel und lassen es über Nacht einwirken. Den Urinstein sollten Sie danach mit der Toilettenbürste gut entfernen können. Bei hartnäckigeren Ablagerungen verteilen Sie ebenfalls eine halbe Flasche Essigessenz, sodass die braunen Stellen damit bedeckt sind und streuen dann drei bis vier Esslöffel Natron darauf. Lassen Sie das Ganze ebenfalls über Nacht einwirken. Wenn Sie am nächsten Tag die Toilette mit der Bürste putzen, sollte sich der Schmutz lösen. Verwenden Sie bei allen Putzarbeiten Handschuhe. (Symbolbild) © imageBROKER/Joko/Imago
Putzeimer auf Fliesen im Badezimmer
Essig hilft beim Wohnungsputz auch an vielen anderen Stellen – so zum Beispiel im Badezimmer, denn es hilft insbesondere bei Kalkablagerungen und Fettflecken. Geben Sie einen Schuss Essig in einen Liter Wasser und verteilen die Mischung mit einem feuchten Lappen. Auch in der Küche kann das Gemisch zum Einsatz kommen: Stellen Sie es in einer Schale in den Backofen, während Sie ihn erhitzen – schon lässt sich der Schmutz leichter entfernen. Achten Sie darauf, dass Sie beim Putzen gut durchlüften, da der Essig unangenehme Dämpfe zurücklässt. Verwenden Sie auch hier Putzhandschuhe. (Symbolbild) © Schöning/Imago
Person mit Handschuhen beim Fensterputzen
Als Alternative zum Essig, die etwas geruchsneutraler ist, können Sie beim Putzen in der Wohnung Zitronensäure verwenden. Geben Sie etwas davon zu einem Liter Wasser und verwenden Sie die Mischung gegen lästige Kalkablagerungen oder um die Fenster damit streifenfrei zu putzen. Auch hier gilt: Handschuhe anziehen. (Symbolbild) © STPP/Imago
Besteck steckt gebündelt in einem Glasgefäß.
Auch Messing lässt sich auf sanfte Art mithilfe einer Zitrone reinigen. Dazu bestreuen Sie eine Zitronenhälfte mit Salz und benutzen die Oberfläche, um das Messing damit einzureiben und hinterher mit warmen Wasser abzuwaschen. Danach sollten Sie das Messing mit einem fusselfreien Tuch reinigen. Bei angelaufenem Silber genügt es, wenn Sie etwas Zitronensaft in eine Schale pressen und die Flüssigkeit auf den Stellen verteilen, wo sich unschöne Flecken breitgemacht haben. (Symbolbild) © Martin Bäuml/Imago
Jemand reinigt einen Backofen mit Handschuhen und einem Putzlappen in der Hand
Natron eignet sich ebenfalls zum Reinigen vieler schmutziger Stellen. Im Backofen verteilen Sie es einfach auf die betroffenen Stellen an den Wänden, spritzen etwas Wasser darauf und wischen es nach einiger Einwirkzeit wieder ab. Wenn Sie zwei Esslöffel Natron mit einem Schuss Wasser und ein bisschen Essig verbinden, haben Sie außerdem die perfekte Mischung zur Reinigung Ihres Ceranfeldes geschaffen. Auch hier gilt: Handschuhe anziehen. (Symbolbild) © agefotostock/Imago
Ausguss eines Waschbeckens, in dem Wasser läuft
Ist der Abfluss leicht verstopft, soll ein Gemisch aus Natron (oder Backpulver) und Essig helfen, Kalk- oder Fettablagerungen im Inneren des Rohres zu lösen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu viel davon verwenden, damit das Material nicht angegriffen wird: Drei bis vier Esslöffel Natron (oder alternativ drei bis vier Esslöffel Backpulver) und eine halbe Tasse Essig-Essenz in den Abfluss schütten, mehrere Minuten einwirken lassen und mit heißem Wasser nachspülen, nachdem es aufgehört hat, zu sprudeln. (Symbolbild) © Jochen Tack/Imago
Eine Pfanne steht nach dem Essen auf dem Tisch.
Soda ist ein altbewährtes Mittel, wenn es um hartnäckige Verkrustungen geht. Aber auch Fettflecken lassen sich damit beseitigen. Wenn Sie etwas Sodapulver mit einem Liter Wasser mischen, entsteht daraus ein einfaches Reinigungsmittel, das Sie bei Essensresten auf Pfannen, Backblechen oder im Backofen anwenden können. Dafür sollten Sie das Gemisch kurz einwirken lassen und den Schmutz danach mit einem Schwamm entfernen. (Symbolbild) © YAY Images/Imago
Toilette reinigen
Zusammen mit Backpulver löst übrigens auch Cola Kalk und Urinstein im Nu. So funktioniert es: Schütten Sie zwei bis drei Päckchen Backpulver in die Toilette und gießen Sie danach einen viertel Liter Cola darüber – sodass das Gemisch kräftig zu sprudeln beginnt. Lassen Sie es über Nacht einwirken und säubern Sie die Toilette danach gründlich mit einer Klobürste. (Symbolbild) © Nomad Soul/Imago
Jemand wischt mit einem trockenen Tuch über ein Möbelstück.
Backpulver oder Natron soll übrigens auch bei schlechten Gerüchen, etwa bei neuen Möbeln, helfen. Tipp: Das Pulver großzügig auf der Oberfläche verteilen und das Ganze über Nacht einwirken lassen. Am nächsten Tag mit einem Staubsauger (mit entsprechendem Aufsatz gegen Kratzer) darüber saugen, feucht nachwischen und trocknen lassen. (Symbolbild) © YAY Images/Imago
Kaffeepulver auf einem Löffel
Frisch gemahlener Kaffee duftet einfach gut, darüber sind sich Kaffeefans einig. Kaffee ist dabei nicht nur zum Trinken gut. Das braune Pulver können Sie im Haushalt vielseitig verwenden – und zwar, wenn es darum geht, andere Gerüche zu neutralisieren. Riechen die Möbel noch ganz neu? Tipp: Stellen Sie eine kleine Schüssel mit Kaffeepulver ins Schrankfach und lassen Sie sie dort mehrere Tage stehen. So kann sich der angenehmere Geruch langsam entfalten. (Symbolbild) © maginechina-Tuchong/Imago

Weitere Haushaltstipps mit Natron

Natronpulver wird als vielseitiges Putzmittel im Haushalt sehr geschätzt. Nicht nur Backöfen lassen sich mit dem Hausmittel reinigen. Natron entfernt auch starke Fettverschmutzungen an der Dunstabzugshaube. Aber auch ein fleckiges Sofa, die Badewanne oder ein gluckernder Abfluss wird mit Natron bald wieder sauber.

Rubriklistenbild: © HighwayStarz/Imago

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