Körperpflege

Richtig duschen: Fünf gängige Fehler, die Ihnen garantiert auch unterlaufen

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Ob Gesicht waschen oder Handtuch abrubbeln – manche Dusch-Gewohnheiten können Ihrer Haut mehr schaden als nutzen. Entdecken Sie die größten Fehler beim Duschen.

Die Duschgewohnheiten eines jeden Menschen sind unterschiedlich, angefangen von der Wassertemperatur bis hin zur Frage, ob man sich nach dem Duschen abtrocknet oder die Haut an der Luft trocknen lässt. Allerdings haben sich bei einigen Menschen im Laufe der Jahre ungesunde Gewohnheiten eingeschlichen. Hier erfahren Sie, welche Gewohnheiten Sie besser ablegen sollten – Ihr Körper wird es Ihnen danken.

1. Fehler Nummer Eins: Das Gesicht in der Dusche reinigen

Dieser Fehler passiert wohl vielen Menschen: Vergessen Sie nicht, Ihre Füße unter der Dusche zu waschen.

Es mag verlockend sein, nach einem langen Arbeitstag Make-Up oder Schmutz direkt unter der Dusche zu entfernen. Es ist jedoch empfehlenswerter, dies separat am Waschbecken zu tun. Der Grund: Wir neigen dazu, unseren Körper mit heißerem Wasser zu duschen, als es für die Haut gut ist. Dies kann dazu führen, dass die Haut schnell austrocknet. Insbesondere Menschen mit Hautproblemen wie Akne oder Rosazea sollten vorsichtig sein, wenn sie ihr Gesicht mit heißem Wasser waschen. Andernfalls können Rötungen und Irritationen auftreten. Im schlimmsten Fall kann sogar ein Blutgefäß platzen.

Haare und Kopfhaut richtig pflegen: 11 einfache Tipps helfen

Eine Person duscht sich
Gesundes Haare startet mit der Pflege der Kopfhaut. Das passende Shampoo ist dafür unerlässlich – insbesondere für Menschen mit empfindlicher Kopfhaut. © Annette Riedl/picture alliance/dpa
Eine junge Frau steht unter der Dusche.
Es empfiehlt sich, die Haare nicht mehr als zweimal pro Woche zu waschen. Personen mit tendenziell fettiger Haut und folglich auch fettigem Haar können zwar öfter zur Haarwäsche greifen, jedoch sollten laut Experten nicht weniger als zwei Tage zwischen den Wäschen liegen. Es ist zudem wichtig, das Shampoo gründlich auszuspülen, um die Kopfhaut nicht zu reizen. © Panthermedia/IMAGO
Haare waschen
Haare sollten nicht nur eher selten gewaschen, dabei auch nicht mit zu heißem Wasser abgespült werden. Zu hoch-temperiertes Wasser fördert trockene und juckende Kopfhaut und kann das Haar spröde machen. Wählen Sie eher eine lauwarme Wassertemperatur. © Madhourse/Imago
Shampoo auf die Hand geben
Weniger Shampoo reicht aus, um Kopfhaut und Haare zu waschen. Die meisten Produkte sind sehr ergiebig, sodass man mit rund ein bis zwei Teelöffel eine optimale Reinigung erzielt. © BetterTomorrow/Imago
duschgel
Für die richtige Pflege der Haare empfiehlt es sich nicht, regelmäßig 2 in 1-Produkte wie Duschgel und Shampoo in einem zu verwenden. Gerade bei fettigen Haaren kann sich durch rückfettende Substanzen, die häufig in Duschgel enthalten sind, weniger der gewünschte Frischeeffekt zeigen – die Haare wirken dadurch nach der Wäsche eher strähnig. © Shotshop/Imago
Frau kämmt nasse Haare
Achten Sie für eine schonende Pflege darauf, die Haare richtig zu kämmen. Gerade bei nassen Haaren sollte statt einer groben Bürste eher ein feiner Kamm verwendet werden. Für lange und füllige Haare empfiehlt sich ein großer, breit-zinkiger Kamm. Setzen Sie beim Kämmen vorsichtig im Haar an und gehen in kleinen Schritten von oben nach unten. © Westend61/Imago
Frau trocknet Haare mit Handtuch
Nach dem Waschen die Haare nicht trocken rubbeln, vielmehr zunächst sanft das Wasser auswringen und anschließend mit dem Handtuch trocken tupfen. © Dreamstime/Maksymiv7/Imago
Frau mit Handtuch um die Haare
Gerade langes Haare kann mittels Handtuch-Turban gut vorgetrocknet werden, um die Zeit des Föhnens zu verkürzen. Das schont gerade feines Haar. © Dreamstime/Photoboyk/Imago
Frau föhnt Haare
Die Haare besser nicht zu lange und auf zu hoher Stufe föhnen, da heiße Luft das Haar strapaziert und spröde sowie stumpf aussehen lässt. Es empfiehlt sich, die Temperatur am Gerät nach unten zu regeln – die meisten Geräte verfügen heutzutage über einen entsprechenden Kippschalter. Besser ist es sogar, die Haare so gut es geht an der Luft trocknen zu lassen. © Dreamstime/Citallian/Imago
Frau flechtet Zopf
Gerade bei vollem und langen Haar kann es besser sein, sich diese vor dem Schlafengehen zusammenzubinden. Entweder mit einem Haargummi – Achtung, nicht zu fest, um Haarbruch zu vermeiden – oder mittels lose geflochtenem Zopf. Dadurch können die Haare besser gebändigt werden und lassen sich am nächsten Morgen auch leichter kämmen. © Nakedking/Imago
Haarspitzen schneiden
Um trockene Haarenden, Haarbruch und Spliss zu vermeiden, sollten Sie sich – je nach Frisur – in regelmäßigen Abständen die Spitzen schneiden oder vom Friseur schneiden lassen. © dolgachov/Imago

2. Fehler Nummer Zwei: Die Füße nicht reinigen

Viele Menschen glauben, dass es ausreicht, wenn das Wasser über die Füße läuft, wenn sie duschen. Das ist jedoch ein Irrtum – selbst wenn Sie nicht zu Schweißfüßen neigen, sollten Sie sich die Mühe machen, die Füße gründlich zu reinigen. Schließlich schwitzen wir auch dort, besonders in den heißen Sommermonaten. Zudem laufen viele Menschen gerne barfuß oder mit Socken in ihren eigenen vier Wänden oder im Garten herum.

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3. Fehler Nummer Drei: Sich mit dem Handtuch abrubbeln

Es gibt kaum etwas Angenehmeres, als aus einer heißen Dusche zu steigen und sich in ein kuschelig weiches Handtuch zu wickeln. Da man jedoch bald zu tropfen beginnt und keine Wasserpfütze hinterlassen möchte, wird oft schnell abgerubbelt. Doch genau hier liegt das Problem: Dermatologen warnen, dass dies der Haut schadet. Sie empfehlen, den Körper vorsichtig mit dem Handtuch abzutupfen. Oder noch besser: Wickeln Sie das Handtuch um Ihren Körper und lassen Sie sich an der Luft trocknen, während Sie anderen Aktivitäten nachgehen, wie zum Beispiel Zähneputzen oder das Auftragen von Gesichtscreme.

4. Fehler Nummer Vier: Parfümierte Seife oder Duschgel verwenden

Eine Dusche am frühen Morgen kann die Lebensgeister wecken – besonders wenn das Duschgel herrlich nach Zitronen oder Mango duftet. Doch diese Düfte sind oft nur künstliche Duftstoffe, die bei empfindlicher Haut Irritationen verursachen können. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist oder Sie an Neurodermitis leiden, sollten Sie einen genaueren Blick auf das Etikett Ihres Duschgels werfen. Beim nächsten Einkauf sollten Sie lieber zu unparfümierten Duschmitteln (werblicher Link) greifen. Zudem brauchen laut Experten nur fünf Körperstellen wirklich Seife.

5. Fehler Nummer Fünf: Zu hartes Wasser verwenden

Wissen Sie, wie hart Ihr Wasser ist? Wenn nicht, sollten Sie es schnell herausfinden. Denn zu hartes Wasser kann Ihrem Haar und Ihrer Haut auf Dauer schaden. Der hohe Gehalt an Magnesium und Kalzium im Wasser kann die Haut reizen, was zu Ausschlag führen kann oder eine Schicht auf den Haaren bildet. Zudem wird hartem Wasser nachgesagt, dass es frisch gefärbtes Haar schneller verblassen lässt. Abhilfe kann ein regelmäßig verwendetes Tiefenreinigungsshampoo schaffen, um eventuelle Rückstände zu entfernen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © imageBROKER/Aleksei Isachenko/IMAGO

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