Winterharte Sonnenblume

Topinambur pflanzen: Die Staude bildet einen hübschen Sichtschutz

  • schließen

Topinambur ist perfekt für Gartenbesitzer: Im Sommer schützt die hübsche Staude vor fremden Blicken, im Herbst kann man die Knollen als Wintergemüse ernten.

Bis zu vier Meter hoch kann die attraktive Topinamburpflanze werden und ist im Spätsommer mit zahlreichen gelben Blüten überzogen – der ideale natürliche Sichtschutz im Garten. Im Herbst ab Ende Oktober kann man nicht nur süßlich schmeckende Knollen als Gemüse ernten, es ist auch eine gute Möglichkeit, die Staude für das nächste Jahr anzubauen.

Topinambur pflanzen: Die Stauden bilden einen hübschen Sichtschutz

Der wuchsfreudige Topinambur trägt ab August viele Blüten.

Unverkennbar ist der Topinambur mit der Sonnenblume verwandt und macht, beispielsweise am Zaun entlang in Reihe gepflanzt, jedem Schilf-Sichtschutz Konkurrenz. Zumindest ab Juli kann man nicht mehr darüberschauen, ab August folgen die strahlendgelben Blüten. Damit dies so bleibt, sollte man die Stiele anbinden, damit sie bei Wind nicht umknicken.

Normalerweise ist der Frühling ein guter Zeitpunkt, um den Topinambur zu pflanzen oder über Knollen zu vermehren. Wer jedoch nicht bis dahin warten möchte, kann dies auch im Herbst tun. Denn wie das Plantura Magazin erklärt, handelt es sich bei dem Topinambur im Gegensatz zu Kartoffeln um eine winterharte Pflanze, die im Spätherbst noch in die Erde kann, zumindest, solange der Boden noch nicht gefroren ist. Die Pflanzung ist einfach:

  • Die Knollen sollte man möglichst bald nach dem Kauf oder dem Teilen der Stauden einpflanzen.
  • Ein halbschattiger oder sonniger, windgeschützter Standort ist hilfreich, da die hohen Stiele sonst leichter umknicken. Die Pflanze wächst auch auf nährstoffarmen Böden, bildet dann nur kleiner Knollen aus.
  • In einem Reihenabstand von 60 bis 80 Zentimetern und in Pflanzlöcher mit etwa 40 Zentimetern Abstand zueinander kommen die Knollen mit der Hauptknospe nach oben etwa fünf bis zehn Zentimeter tief in die Erde. Große Knollen kann man teilen, solange sie eine Triebknospe haben.
  • Den Boden leicht andrücken und gut wässern.

Noch mehr spannende Gartenthemen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Topinambur ernten und verwenden

Geerntet werden die gesunden Topinamburknollen dann ab Ende Oktober, wenn die Blüte vorbei ist und die Stiele welk werden. Bis in das Frühjahr hinein lassen sich die Knollen dann ausgraben und roh oder gegart genießen. Sie schmecken beispielsweise gut als Topinambur-Chicorée-Salat oder als als cremige Topinambursuppe.

Wintergemüse: Zehn frostharte Sorten, die Sie auch noch bei Kälte ernten können

Eine angeschnittene Topinamburknolle auf einem Holzbrett und mehrere Knollen im Hintergrund
Ab Oktober ernten: Bei Topinambur handelt es sich um die Knollen einer Sonnenblumenart. © Westend61/Imago
Die weiße Blüte einer Lauchzwiebel in der Nahaufnahme
Der Altai-Lauch (Allium altaicum) ist der Winterheckzwiebel ähnlich und sehr robust. © imagebroker/Imago
Winterkresseblätter auf Knäckebrot, das mit Frischkäse bestrichen ist.
Barbarakraut oder Winterkresse. © imagebroker/Imago
Eine kräftige Feldsalatpflanze wächst in aufgelockerter Erde.
Das Praktische an Feldsalat: Er sät sich oft selbst aus und lässt sich dann wie Unkraut aus dem Rosenbeet ernten. © Shotshop/Imago
Eine Frau wäscht Grünkohlblätter in einem Küchenbecken
Ab Oktober beginnt die Ernte: Neue Grünkohlsorten benötigen nicht wie früher eine Kälteperiode, um zu schmecken. © Alice Dias Didszoleit/Imago
Weißkohl- und Rotkohlköpfe in Kisten an einem Marktstand
Wer Weiß- und Rotkohl nach November ernten möchte, sollte die Köpfe bei starkem Frost mit einem Vlies schützen. © CHROMORANGE/Imago
Frisch ausgegrabene Pastinakenwurzeln liegen auf der Erde
Pastinaken sehen unspektakulär aus, liefern aber bis in den Frühling süßlich-nussigen Nachschub.  © imagebroker/Imago
Ein Mann erntet Chicoree aus einem Erdhaufen.
Wächst im Dunkeln heran: Der Chicoree ist eine Kulturform der Zichorienwurzel (Wegwarte). © Belga/Imago
Eine Winterportulakpflanze mit Blüten
Winterportulak wird erst ab September ausgesät und ist auch mit Blüte essbar. © Nature Picture Library/Imago
Gelbe Steckrüben in einem Körbchen
Steckrüben sind ein unterschätztes Gemüse /Ernte? © Westend61/Imago

Auch wer im nächsten Jahr an der gleichen Stelle im Garten keine Topinamburpflanzen mehr wünscht oder nicht möchte, dass sie unter dem Zaun beim Nachbarn herauswachsen, sollte die Knollen gründlich ernten, da diese sonst laut Gärtner Pötschke im Frühjahr wieder austreiben. Alternativ kann man schon beim Pflanzen eine Wurzelsperre einbauen.

Rubriklistenbild: © Harald Lange/Imago

Kommentare