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Obstbäume als Spalierobst? Kein Problem, solange Sie ein paar Dinge beachten

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Sie haben zu wenig Fläche für einen richtigen Obstgarten? Erziehen Sie Ihre Obstbäume einfach zu Spalierobst. So gelingt der Obstgarten auf kleinstem Raum.

Obstbäume als Spalierobst zu erziehen, hat zwei entscheidende Vorteile: Die Früchte erhalten ausreichend Sonnenlicht und die Bäume brauchen wenig Platz. Daher eignet sich diese Anbauform auch für kleine Gärten oder den Balkon. An der Hauswand stehen wärmeliebende Früchte besonders gern. Wir zeigen, wie Sie Pfirsich, Aprikose und Co. in Spalierobst an Ihrer Fassade verwandeln.

Was ist Spalierobst? 

Sieht gut aus und ist praktisch: Spalierobst lässt sich auch mit wenig Platz im Garten anbauen.

Beim Spalierobst wächst der Baum an einem Gerüst. Dieses sogenannte Spalier gibt es im Baumarkt zu kaufen, lässt sich aber auch einfach selbst herstellen. Dazu dünne, stabile Äste oder Bambus zu einem Gitter zusammenbauen – fertig. Dadurch erhält der Obstbaum später seine gewünschte Form. 

Welches Obst eignet sich als Spalierobst?

Die meisten Obstsorten können als Spalierobst angebaut werden. Äpfel eignen sich als frei stehendes Spalierobst, wärmeliebende Früchte wie Birne, Pfirsich, Aprikose und Feige stehen gern an der Hauswand. Die Fassade muss genügend Sonnenlicht abbekommen. Idealerweise wählen Sie eine nach Süden gerichtete Wand für Ihr wärmebedürftiges Spalierobst.

Spalierobst-Formen: Was ist der Unterschied zwischen Palmette und U-Spalier?

Es gibt unterschiedliche Spalierformen. Wenn Sie eine eher kleinere Wand haben, eignet sich das das U-Spalier. Größere Wände erlauben mehr Spielraum bei der Gestaltung. Verschiedene Palmetten oder eine Fächerform sind hier möglich.

  • U-Spalier: Trennen Sie den Mitteltrieb (Hauptast) über den ersten Leitästen ab. Diese Leitäste werden später senkrecht nach oben geleitet. So entsteht eine U-Form.
  • Verrier-Palmette (Doppel-U-Form): Das erweiterte U-Spalier besitzt ein äußeres und ein inneres U. Statt den Haupttrieb abzutrennen, entspitzen Sie diesen nur. Dadurch treiben mehr Leitäste oder Seitentriebe aus. Wie beim U-Spalier führen Sie geeignete Äste senkrecht nach oben. 
  • Waagrechte Palmette: Die Leitäste werden vom Mitteltrieb im rechten Winkel weggeführt. 
  • Fächerspalier: Statt im rechten Winkel ahmen die Leitäste eine Fächerform nach. Hierzu kappen Sie den Mitteltrieb auf der gewünschten Höhe.

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Wie werden Birne, Pfirsich, Aprikose und Feige zu Spalierobst?

Indem Sie ihnen eine besondere Form geben. Sie erziehen den Obstbaum in Spalierform. Dadurch wird aus einem herkömmlichen Obstbaum ganz einfach Spalierobst. Die Pflege der Bäume ist ähnlich wie bei frei stehenden Bäumen. Seien Sie sich beim Rückschnitt der Spalierbäume im Klaren: Ein Rückschnitt im Winter fördert, während ein Rückschnitt im Sommer das Wachstum bremst. Benutzen Sie für Schneide- und Sägearbeiten unbedingt geeignete Handgeräte (werblicher Link). 

Alte Apfelsorten: Zehn Sorten, die man mal kosten sollte

Rote Äpfel der Sorte Gravensteiner am Baum hängend
Der Gravensteiner ist seit 1669 bekannt und wird von vielen Allergikern gut vertragen. © CHROMORANGE/Imago
Ein Apfel der Sorte Prinz Albrecht von Preußen
Gestatten: Prinz Albrecht von Preußen. Pflegeleicht, mildsäuerlich und extrasaftig. © imagebroker/schreiter/Imago
Mehrere rote Äpfel der Sorte Winter-Goldparmäne
Leicht mehlig, aber würzig: Die Winter-Goldparmäne ist eine der ältesten Apfelsorten (um das Jahr 1510). © imagebroker/schreiter/Imago
Eine große Menge frisch gepflückter Äpfel der Sorte Cox Orange
Ein sehr allergener Apfel aus Übersee: Der aromatische Cox Orange ist trotzdem äußerst beliebt. © imagebroker/Imago
Drei Granny-Smith-Äpfel auf Holzunterlage
Wer hätte das gedacht: Der grellgrüne Granny Smith ist eine alte neuseeländische Sorte, die 1868 entdeckt wurde. © Panthermedia/Imago
Eine Hand hält einen Zweig, an dem drei Martini-Äpfel hängen
Der Apfel Martini hat nichts mit dem gleichnamigen Cocktail zu tun – schmeckt aber ebenfalls süßsäuerlich. © Manfred Ruckszio/Imago
Ein Mann hält in seinen Händen viele Boskopäpfel
Der Rote Boskop ist für seine säuerliche Note bekannt und eignet sich gut zum Einmachen oder Backen. © Lars Berg/Imago
Apfel Jonathan in Nahaufnahme
Schneewittchen entsprungen: Der oft rotbackige Jonathan hat ein sehr süßes, festes Fruchtfleisch. © McPHOTO/Imago
Weißer Klaräpfel an einem Apfelbaum
Der Klarapfel reift bereits Ende Juli und eignet sich sehr gut für Apfelmus und Apfelstrudel. © Seeliger/Imago
Mehrere Äpfel der Sorte Berlepsch in einem Korb
Der Apfel Goldrenette Freiherr von Berlepsch wurde 1880 gezüchtet und ist sehr knackig. © agefotostock/Imago

Trägt Ihr Baum besonders viele Blüten, können Sie einige entfernen. So konzentriert der Obstbaum seine Energie auf weniger Früchte und das Obst wird süßer und größer.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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