Temperatur, Licht, Luftfeuchtigkeit

Überwinterungsfehler beim Zitronenbaum – was Sie vermeiden sollten

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Die richtige Überwinterung ist entscheidend für die Gesundheit Ihres Zitronenbaums. Erfahren Sie, wie Sie Ihren Baum optimal durch die kalte Jahreszeit bringen.

Zitronenbäume sind empfindliche Pflanzen, die bei falscher Überwinterung schnell Schaden nehmen können. Da sie nicht winterhart sind, müssen sie bei sinkenden Temperaturen in ein geeignetes Winterquartier umziehen. Laut Ökotest sind Zitronenbäume, wie alle Zitruspflanzen, bei Minusgraden gefährdet und sollten ab dem ersten Nachtfrost geschützt werden.

Vorbereitung auf die Überwinterung

Zitronenbäume sollten hell überwintert werden.

Bevor Sie Ihren Zitronenbaum ins Winterquartier bringen, ist eine sorgfältige Vorbereitung notwendig. Das Online-Gartencenter Bio Green empfiehlt, abgestorbene Blätter und Zweige zu entfernen und die Äste zu beschneiden, um die Krone zu formen und Platz für neues Wachstum zu schaffen. Ökotest ergänzt, dass ein Rückschnitt den buschigen Wuchs fördert und eine breitere Krone ermöglicht. Zudem sollten Sie den Baum auf Schädlinge kontrollieren.

Überwinterung im Freien oder drinnen

Es gibt zwei Hauptmethoden, um Zitronenbäume zu überwintern: draußen oder drinnen. Wenn Sie Ihren Baum im Freien überwintern, müssen Sie ihn gut vor Frost schützen. Bio Green schlägt vor, Pflanzenschutzsäcke und Heizkabel zu verwenden, um den Baum vor Kälte zu bewahren. Stellen Sie den Baum an einem geschützten Ort auf, z.B. nahe einer Hauswand, und verwenden Sie einen Kübelpflanzensack aus atmungsaktivem Vlies, um Frostschäden zu verhindern.

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Für die Überwinterung drinnen ist das richtige Verhältnis von Licht und Temperatur entscheidend. Bio Green empfiehlt, den Baum an einem hellen und warmen Ort bei zehn bis 15 Grad Celsius zu platzieren. Wenn das natürliche Licht nicht ausreicht, können Pflanzenlampen helfen, die Lichtintensität zu erhöhen.

Winterruhe? Diese Tiere können Sie trotzdem im Garten sehen

Igel im Laub
Igel gehören zu den Säugetieren, die einen echten Winterschlaf halten. Schlafende Igel sollte man deshalb weder stören noch wecken. Passen Sie bei der Arbeit im Garten auf, Igel nicht zu verletzen, insbesondere, wenn Sie Laub beseitigen. Finden Sie im Winter einen Igel, so sollten Sie ihn wärmen und einer Igelstation übergeben. © Kevin Sawford/Imago
Hermelin im Winter
Bestens gerüstet für den Winter sind Hermeline: Das Fell der Säugetiere wird im Winter weiß, was eine bessere Tarnung ermöglicht. Im Gegensatz zu anderen heimischen Säugetieren halten Hermeline keinen Winterschlaf. Selbst bei frostigen Temperaturen suchen sie nach Nahrung in Form von Mäusen und Vögeln. © Gerhard Kraus/Imago
Siebenschlaefer (Glis glis)
Der Siebenschläfer verbringt – wie sein Name bereits suggeriert – sieben Monate mit schlafen. Von September bis Mai, manchmal sogar Juni, graben sich die Tiere in Erdlöchern ein und rollen sich dort zusammen. Werden sie gestört, verbrauchen sie unnötig viele Energiereserven, was ihren Tod bedeuten könnte. © W. Willner/Imago
Damhirsch
Der Hirsch verlangsamt im Winter zwangsläufig seinen Stoffwechsel, denn als Pflanzenfresser findet er kaum bis keine Nahrung. Seine Körpertemperatur senkt sich vor allem in den Extremitäten. Sie bewegen sich wenig und schwerfällig, was sie zum leichten Ziel für Jäger macht. © Reiner Bernhardt/Imago
Rehe im Winterwald
Rehe sparen im Winter Energie, indem sie sehr viel schlafen. Sie finden meist nur wenig Nahrung, weshalb es wichtig ist, die Tiere nicht zu stören. Denn das kostet die ohnehin schon geschwächten Rehe viel Energie und sie könnten als Folge sterben. © Reiner Bernhardt/Imago
Eichhörnchen im Frost
Eichhörnchen halten wie Waschbären, Dachse und Braunbären Winterruhe. Vorher futtern sie sich keinen Winterspeck an, denn sie verlassen in der kalten Jahreszeit täglich für wenige Stunden ihr Versteck für die Nahrungssuche. Meistens haben sie sich im Herbst außerdem Nüsse in einem Versteck gesammelt, von denen sie im Winter zehren. Trotzdem können Sie die Tiere mit einem Futterhäuschen und einer Wasserschale unterstützen. © Kangarooarts/Imago
Wildschweine im Winter
Wildschweine sind ein Sonderfall: Da sie im Winter ein besonders dickes Fell bekommen, bleiben sie das ganze Jahr über aktiv, bewegen sich aber weniger. Um Nahrung müssen sie sich keine Sorgen machen, denn mit ihrer feinen Nase können sie sogar unter einer Schneedecke Eicheln und Pilze erschnüffeln. © Reiner Bernhardt/Imago
Fledermaus
Fledermäuse gehören nicht gerade zu den beliebtesten Tieren, denn sie übertragen Krankheiten und werden mit schaurigen Geschichten in Verbindung gebracht. Auch sie halten echten Winterschlaf, und zwar von November bis zum Frühjahr, wenn es wieder genügend Nahrung in Form von Insekten für sie gibt. © Maximilian Buzun/Imago
Murmeltier im Schnee
Murmeltiere zählen zu den echten Winterschläfern. Sie senken ihre Körpertemperatur und kuscheln sich aneinander. Meist liegt der Bau mehrere Meter unter der Erde. © Moodboard/Imago
Waschbär im Schnee
Waschbären werden in Deutschland immer verbreiteter. Sie halten keinen echten Winterschlaf, sondern nur Winterruhe. Bei Störungen werden die Tiere sofort aktiv, da sich ihr Herzschlag nicht verlangsamt. © Imagebroker/Imago

Pflege während des Winters

Während der Wintermonate ist es wichtig, den Zitronenbaum regelmäßig zu pflegen. Laut Bio Green sollte die Luftfeuchtigkeit hoch gehalten werden, um Schädlinge zu vermeiden. Verwenden Sie einen Luftbefeuchter und prüfen Sie die Blätter regelmäßig auf Krankheiten. Gießen Sie den Baum sparsam, besonders wenn er kühl überwintert wird.

Rückkehr ins Freie

Wenn die Temperaturen im Frühling steigen, können Zitronenbäume wieder nach draußen gebracht werden. Es empfiehlt sich, bis nach den Eisheiligen im Mai zu warten, um Frostschäden zu vermeiden. Gewöhnen Sie den Baum langsam an das Sonnenlicht, um Sonnenbrand zu verhindern. Junge Bäume gilt es, in frische Erde umzutopfen, um sie optimal auf die neue Wachstumsperiode vorzubereiten, so Ökotest.

Rubriklistenbild: © Depositphotos/Imago

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