Elektro-Förderung

Umweltprämie für E-Autos ist beliebtes Fördermittel: 8,7 Milliarden Euro wurden ausgezahlt

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Die Umwelt- oder Innovationsprämie wird zwar reduziert, war bislang aber ein voller Erfolg: Käufer von Elektroautos kassierten 8,7 Milliarden Euro.

Langsam wird es knapp mit der Förderung: Wer noch die volle Summe von bis 9.570 Euro brutto für sein Elektroauto bekommen möchte, muss sich sputen. Die Zahl der Automodelle, die noch in diesem Jahr als Neuwagen zugelassen werden könnten (eine Voraussetzung für die Förderung), schrumpft angesichts langer Lieferzeiten rapide. Aus dem VW-Konzern etwa sind gar keine mehr zu bekommen. Und im nächsten Jahr sinkt der Zuschuss, für Plug-in-Hybride entfällt er ganz. Immerhin ist das für viele Kauf-Interessenten kein Grund, zu verzichten.

Die Umweltprämie erweist sich als Erfolgsmodell. (Symbolbild)

Umweltprämie gern genommen: 8,7 Milliarden Euro ausgezahlt

Trotzdem darf sich freuen, wer das Geld bekommen hat. Und das war nicht wenig: Insgesamt 8,7 Milliarden Euro schossen Hersteller und Staat Käufern elektrifizierter Autos zu. Drei Milliarden kamen von den Autokonzernen, der Löwenanteil von 5,7 Milliarden Euro aber vom Staat, letztendlich also den Steuerzahlern. 

Elektroauto laden: Diese zehn kommen nach 20 Minuten am weitesten

Kia EV6
Kia EV6: 309 Kilometer. Dank moderner 800-Volt-Ladetechnik fährt das Mittelklasse-SUV aus Südkorea klar an die Spitze. Die Version mit Heckantrieb und 77,4-kWh-Akku war das einziges Modell des Testfeldes, das die 300-Kilometer-Marke knackte. Basispreis: 46.990 Euro. © weigl.biz
Mercedes-Benz EQS 450+
Mercedes-Benz EQS 450+: 275 Kilometer. Die Luxuslimousine für mindestens 107.326 Euro holt aus der verwendeten 400-Volt-Technik dank präzisem Lade- und Temperatur-Management das Optimum heraus. Getestet wurde die Long-Range-Version mit 108-kWh-Akku und Heckantrieb. © Deniz Calagan/Mercedes-Benz AG
BMW iX
BMW iX: 273 Kilometer. Das große Elektro-SUV trat als xDrive50 mit serienmäßigem Allradantrieb zum Test in der Oberklasse-Kategorie an – und mit mächtigem 105,2-kWh-Akku. Der Basispreis des mächtigem Stromers liegt bei 84.600 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Hyundai Ioniq 5
Hyundai Ioniq 5: 272 Kilometer. Das südkoreanische SUV ist technisch mit dem Testsieger Kia EV6 verwandt, und nutzt dieselbe schnelle 800-Volt-Technik. Die sparsamere Heckantriebsversion kostet ab 43.900 Euro, getestet wurde die Ausführung mit 72,6-kW-Akku für 4.000 Euro Aufpreis. © Dino Eisele/Hyundai
Porsche Taycan GTS
Porsche Taycan: 271 Kilometer. In der Oberklasse lagen die Testwerte relativ dicht beieinander. In der Version GTS fährt der Elektro-Porsche (Basispreis 86.733 Euro) mit 93,4-kWh-Akku nur knapp hinter den Klassenbesten her, er kann ebenfalls mit 800 Volt laden. © Porsche AG
Audi e-tron GT quattro
Audi e-tron GT quattro: 237 Kilometer. Der viertürige, Elektrosportler mit Allradantrieb basiert auf dem Porsche Taycan und verfügt daher ebenfalls über schnelle 800-Volt-Technik und einen 93,4-kWh-Akku, ist aber etwas größer und geräumiger. Preis: ab 104.000 Euro. © Audi
BMW i4 eDrive40
BMW i4: 235 Kilometer. Die Elektroversion der konventionell angetriebenen 4er-Reihe ist das sportlichste Modell der Mittelklasse-Wertung. Als eDrive40 kostet er ab 59.200 Euro und verfügt über einen Akku mit 83.9 kWh Kapazität. © BMW
Tesla Model 3
Tesla Model 3: 221 Kilometer. Der Elektroauto-Pionier legt seit jeher mehr Wert auf Reichweite als auf schnelles Laden, was bei der Akku-Auslegung ein Zielkonflikt ist. Der Test der Long-Range-Version mit 82,1-kWh-Akku erfolgte an markeneigenen Superchargern. Basispreis des Model 3: 52.965 Euro. © Tesla
Polestar 2
Polestar 2: 218 Kilometer. Die noch junge Marke gehört zum chinesischen Geely-Konzern, die Autos werden von dessen Tochter Volvo entwickelt und in China produziert. Den Polestar gibt es ab 46.495 Euro, gemessen wurde die heckgetriebene Long-Range-Version mit 78-kWh-Akku. © Polestar
BMW iX3
BMW iX3: 201 Kilometer. Ein weiterer BMW nach dem bewährten Muster, ein Verbrennermodell zum Stromer umzurüsten. Das Mittelklasse-SUV kostet ab 67.300 Euro und verfügt über einen Akku mit 80 kWh Kapazität. © BMW

Umweltprämie gern genommen: Keine Daten zu Weiterverkauf ins Ausland

Die Zahl stammt von der Bundesregierung – als Antwort auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Deren Verdacht, eine erhebliche Zahl der geförderten Fahrzeuge würden ins Ausland verschoben (wie es bei Tesla-Modellen nach Ablauf der Haltefrist möglicherweise der Fall war), mochte die Regierung aber nicht bestätigen: Aufgrund der fehlenden Datengrundlage könne man dazu keine weiterführenden Angaben machen.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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