Stachelige Säugetiere

Den Igeln im Herbst helfen: Mit fünf Tipps überlebt das Stacheltier den Winter

  • schließen

Ob als Besucher im eigenen Garten oder unter den Bäumen im Stadtpark, in der Herbstzeit lassen sich bei ein bisschen Glück einige Igel sichten.

Dabei ist es immer wieder eine freudige Überraschung, wenn die kleinen stacheligen Vierbeiner durchs bunte Herbstlaub rascheln. Höchstwahrscheinlich erwischen Sie die kleinen Säugetiere dann gerade bei der Nahrungssuche. Denn Igel halten etwa ab Mitte November die kalten Monate über einen tiefen Winterschlaf. Damit sie im März oder April wieder wach und richtig zu Kräften kommen können, müssen sie vor der Winterpause noch reichlich Futterreserven zusammentragen und einen geeigneten Unterschlupf suchen.

Dem Igel im Herbst zu trinken geben

Schon mit einer kleinen Schale Frischwasser können Sie dem benachbarten Igel etwas durch die kalten Jahreszeiten helfen. Diese sollte jedoch täglich gereinigt und aufgefüllt werden. So ermöglichen Sie den Igeln eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme und helfen den Tieren beim Überwintern.

Um gut durch den Winter zu kommen, benötigen Igel ein entsprechendes Winterquartier und genügend Futterreserven. (Symbolbild)

Wichtig ist, dass Sie beim Bereitstellen einer Trinkschale ausschließlich auf Wasser zurückgreifen. Auch wenn es nur gut gemeint ist, können Sie Igel, nicht wie Kleinkatzen, mit etwas Milch richtig schön aufpäppeln. Der enthaltene Milchzucker bekommt den kleinen Säugetieren gar nicht gut und verursacht bei ihnen Durchfall, wie die Serviceseite Bund.net schreibt.

Ein wenig Unterstützung bei der herbstlichen Futtersuche

Im Herbst, wenn die Tiere sich auf die Suche nach ihren Wintervorräten machen, ist es durchaus sinnvoll, ihnen etwas Futter bereit zustellen. Dabei ist wichtig, dass die vorgestellten Speisen nicht gewürzt, gesalzen oder gezuckert sind. Außerdem sollten sie kein Brot und keinen Kuchen fressen. Genauso bedeutend ist es, mit dem Füttern wieder rechtzeitig aufzuhören.

Was sich zum Füttern der Säugetiere besonders gut eignet:

  • Gekochtes Ei und Rührei
  • Katzen- oder Hundedosenfutter (möglichst zucker- und getreidefrei)
  • Durchgegartes Hackfleisch
  • Gekochtes Geflügelfleisch
  • Trockenfutter (speziell für Igel)

So sollten Sie nach dem ersten Frost oder Schneefall mit dem Füttern aufhören, da Sie den Igel sonst künstlich wach und von seinem Winterschlaf abhalten.

Wenig Gartenarbeit ab November

Um den stacheligen Vierbeinern ihre lebenswichtige Winterruhe zu ermöglichen, sollten Sie größere Arbeiten und Projekte im Garten entweder vor November erledigt oder aufs kommende Frühjahr verschoben haben. Denn Umbauarbeiten, Holz umschichten, Laubhaufen wegräumen, Rasen mähen und die Hecke schneiden kann so manchen Igel wieder aus seinem bereits begonnenen Winterschlaf aufwecken.

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

Das Laub, Laub sein lassen

Die Naturschutzseite Nabu-leipzig.de empfiehlt außerdem, das Laub sowohl im eigenen Garten, als auch in öffentlichen Parkanlagen und Grünflächen zumindest teilweise liegenzulassen. Halten Sie sich also beim Spaziergehen auf den Wegen und achten Sie darauf, dass sich auch Kinder und Hunde nicht durch die Laubhaufen wühlen. Dabei können, wenn auch versehentlich, sämtliche Winterquartiere zerstört werden.

Einen geeigneten Unterschlupf im eigenen Garten bieten

Wenn Sie bereits des Öfteren Igel auf Futtersuche durch Ihren Garten haben trippeln sehen, könnten Sie sich auch überlegen, ihnen einen entsprechenden Unterschlupf für den Winterschlaf zu schaffen. Wenn Sie nicht extra ein spezielles Igelhäuschen kaufen oder selbst zimmern möchten, reicht auch ein einfach gebauter Unterschlupf.

Suchen Sie sich hierfür einen ruhigen Platz in Ihrem Garten und schichten Sie einige Äste und Stöcke zu einem kleinen Haufen aufeinander. Bedecken Sie alles anschließend noch mit etwas Laub.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

Kommentare