VonTeresa Tothschließen
Wegen der Gefahr von Metall wird ein Sojaprodukt des Herstellers Taifun-Tofu zurückgerufen. Die Verbraucherzentrale warnt vor dem Verzehr.
Kassel – Tofu ist eine gesunde und fleischfreie Alternative und bei vielen Vegetariern und Veganern beliebt. Wer gerne mit dem Pflanzenprodukt kocht, sollte beim Einkaufen allerdings aufpassen: Denn für ein Tofuprodukt des Herstellers Taifun-Tofu wurde ein dringender Rückruf gestartet – der zweite innerhalb kurzer Zeit.
Rückruf von Tofu: Keine Infos über mögliche gesundheitliche Folgen von Taifun-Tofu
Betroffen ist der Tofu Spinacia – ein mit Spinat, Muskat und Knoblauch gewürztes Sojaprodukt. Wie der Hersteller in einer Pressemitteilung erklärt, besteht die Gefahr von Metall in den Tofus. „Es ist nicht auszuschließen, dass sich vereinzelt Metallteile im Produkt befinden“, so Taifun-Tofu. Vom Verzehr wird daher dringend abgeraten – auch die Verbraucherzentrale warnt.
Ob der Verzehr gesundheitliche Folgen hätte, schreibt der Hersteller, der für seine Vielfalt an veganen Produkten bekannt ist, nicht. Laut Verbraucherzentrale kann ein häufiges Aufnehmen von Metallen, etwa durch Alufolie, die Nieren und Knochen schädigen. Außerdem kann es zu Entwicklungsstörungen führen.
Rückruf von Taifun-Tofu: Diese Produkte sind betroffen
| Tofu Spinacia: Charge | MHD |
| L239 | 18.05.2023 |
| L246 | 25.05.2023 |
| L254 | 02.06.2023 |
| L261 | 09.06.2023 |
| L267 | 15.06.2023 |
| L274 | 22.06.2023 |
Insgesamt sechs Produkte fallen unter den Rückruf. Kunden, die den Tofu gekauft haben, können diesen gegen Erstattung des Kaufpreises auch ohne Vorlage des Kassenbons im jeweiligen Markt zurückgeben. „Taifun entschuldigt sich bei den Verbraucher*innen für die entstandenen Unannehmlichkeiten - Qualität und Lebensmittelsicherheit haben höchste Priorität“, so das Freiburger Unternehmen. Taifun-Tofu gibt es in allen Bioläden sowie in ausgewählten Online-Shops. Dort wurden die verunreinigten Sojaprodukte bereits aus dem Sortiment genommen.
Neben Rückruf von Taifun-Tofu laufen noch weitere eilige Rückrufe
Derzeit läuft ein großer Mehl-Rückruf. Das Produkt kann beim Verzehr zu Benommenheit führen. Gefährlich können auch Müsliriegel der Marke Share werden: Wegen Glassplittern drohen innere Blutungen. (tt)
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