VonSimon Monesschließen
Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass nur eine Minderheit der Deutschen das geplante Verbot von Verbrennungsmotoren ab 2035 befürwortet. Vor allem die ältere Generation ist skeptisch.
Geht es nach der Europäischen Union, dürfen ab dem Jahr 2035 keine Neuwagen mehr verkauft werden, die CO₂ ausstoßen. Heißt im Grunde: In zehn Jahren dürfen nur noch Elektroautos in den Handel kommen. Eine Ausnahme soll es nur für Verbrenner geben, die nur mit sogenannten E-Fuels betreiben werden. Doch kommt es wirklich dazu?
Angesichts der anhaltenden Absatzkrise der Elektroautos eine berechtigte Frage. Hinzu kommen Diskussionen innerhalb der EU über die Umsetzung des Verbrenner-Verbots. Und auch die Mehrheit der Deutschen ist laut einer aktuellen YouGov-Umfrage im Auftrag von mobile.de skeptisch, ob dieses bis 2035 umsetzbar ist.
Verbrenner-Verbot in der EU: Mehrheit der Deutschen bleibt skeptisch
Satte 76,5 Prozent der 2.194 Befragten sind der Ansicht, dass in zehn Jahren in Europa immer noch Diesel und Benziner neu zugelassen werden. Lediglich jeder Fünfte (22,1 Prozent) unterstütze ein Neuzulassungsverbot.
Besonders ältere Menschen ab 55 Jahren stehen dem geplanten Verbot in der EU kritisch gegenüber. Nur 15,5 Prozent dieser Altersgruppe bewerten das Vorhaben positiv. Im Gegensatz dazu sind die jüngeren Befragten, insbesondere die 25- bis 34-Jährigen, aufgeschlossener: 39,2 Prozent von ihnen unterstützen das geplante Verbot.
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Geringe Akzeptanz für Elektroautos: Scheitert das Verbrenner-Verbot?
Trotz der Skepsis gegenüber dem Verbrenner-Aus gibt es klare Forderungen für eine Mobilitätswende. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs wird von 51,3 Prozent der Befragten als wichtigste Maßnahme angesehen. Auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektroautos und Verbesserungen im Fernverkehr werden von rund 28 Prozent der Befragten als effektiv betrachtet.
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Bisher ist die Akzeptanz für Elektro- und Hybridautos in Deutschland gering. Rund 85 Prozent der Deutschen fahren weiterhin Benziner oder Diesel, schreibt T-Online.de. Nur 30,4 Prozent ziehen in Betracht, innerhalb der nächsten zehn Jahre auf alternative Antriebe umzusteigen.
Rubriklistenbild: © Bernd Leitner/Imago

