Hätten Sie’s gewusst?

Oranger Pfeil: Wissen Sie, was das Autobahn-Verkehrszeichen bedeutet?

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Auf der Autobahn sieht man hin und wieder ein großes Verkehrsschild mit orangefarbenem Pfeil darauf – doch kaum jemand kennt seine Bedeutung.

München – Mit dem orangen Pfeil werden wir im alltäglichen Verkehr nicht allzu häufig konfrontiert, denn das Verkehrszeichen steht nicht an jeder Straßenecke. Daher verwundert es auch nicht, dass vielen Autofahrern schleierhaft ist, was es eigentlich bedeuten soll. Wissen Sie, um was es geht – und warum Sie das Verkehrsschild nur auf Autobahnen finden?

Oranger Pfeil auf Autobahn: Welche Bedeutung hat das merkwürdige Verkehrsschild?

Wir haben des Rätsels Lösung: Bei dem großen orangen Pfeil, der auf schwarzumrandeten weißen Schildern prangt, handelt es sich um einen sogenannten „Umlenkungspfeil“. Das Verkehrszeichen, das – wie beispielsweise auch der „Rote Punkt“ – den Verkehrsfluss leiten soll, ist so ausschließlich auf Autobahnen zu finden.

Dieser orange Pfeil auf deutschen Autobahnen steht für eine sogenannte „Umlenkung“.

Die ungewöhnlichen Schilder weisen auf Umlenkungsführungen innerhalb des Autobahnsystems hin. Ist die kürzeste Strecke zu einem Fernziel blockiert, führt die orange ausgeschilderte Umlenkung über andere Autobahnen zum gleichen Ziel. (Seltsames Verkehrsschild in Schwarz-Weiß auf Autobahn: Was bedeutet es?)

Oranger Pfeil auf der Autobahn: Darauf weisen die „Umlenkungspfeile“ hin

Der orange „Umlenkungspfeil“ zeigt Autofahrer also alternative, parallel verlaufende Autobahnen an, die ein deutlich weniger hohes Verkehrsaufkommen haben. Trotz längerer Fahrtstrecke kann man sich so leicht orientieren und mithilfe der orangen Pfeile bleibt man immer auf der richtigen Route. Das Ende der Umlenkung wird durch einen diagonal durchgestrichenen orangen Pfeil signalisiert. (Illegales Autorennen auf A66: Tödliche Proll-Raserei – Haftbefehl wegen Mordverdacht)

Der „Umlenkungspfeil“ kann damit eine nützliche Hilfe zur Regulierung des Fernverkehrs auf der Autobahn sein – gerade bei zähfließendem Verkehr oder Stau.

Grundvoraussetzung für den orangen Pfeil ist allerdings ein hinreichend dichtes Autobahnnetz. Dies ist beispielsweise in der Metropolregion Rhein-Ruhr der Fall, wo sich der „Umlenkungspfeil“ in großer Zahl findet. Auch im Rhein-Main-Gebiet sowie in Teilen des Saarlandes finden sich einige Umlenkpfeile. (Verkehrszeichenerkennung: Wie es um eine Nachrüstung steht und ob es auch mit einer App klappt)

Top 10: Das sind die meistgebauten Autos aller Zeiten

BWM 3er-Reihe
Platz 10: BMW 3er-Reihe. 16 Millionen mal wurde BMWs beliebte Mittelklasse seit 1975 gebaut – in mehreren Karosserievarianten wie dem im Foto gezeigten Kombi Touring, und auch als Cabrio. Der BMW 3er wird aktuell in siebter Generation produziert, und auch bald voll elektrifiziert. Die Erfolgsstory kann also weitergehen. © Fabian Kirchbauer/BMW
Ford Model T
Platz 9: Ford Model T. Längst Geschichte, doch mit 16,5 Millionen produzierten Einheiten noch immer in den ewigen Top 10. Die 1908 vorgestellte „Tin Lizzie“ startete 1910 auf dem weltweit ersten Fließband in die Serienproduktion, und hielt mit nur wenigen Modifikationen (zu denen auch ein Panzer gehörte) und der Mono-Farbe schwarz bis 1927 durch. © Joseph Sohm/Imago
Lada 1200
Platz 8: Lada 1200. Oder Schiguli. Oder VAZ 2101. Der klassische russische (oder sowjetische) Pkw war unter vielen Namen bekannt und brachte es von 1966 bis 2007 auf 17,3 Millionen Einheiten. Er basierte auf dem Fiat 124, wies aber eine robustere Karossiere und weniger Komfort auf. © National Motor Museum/Imago
Toyota Hilux
Platz 7: Toyota Hilux. Der Pick-up-Truck ist vor allem in den USA begehrt, was für mittlerweile über 18 Millionen gebaute und verkaufte Exemplare reicht. Seit 1968 schätzen ihn seine Fahrer als robustes Allwege-Gefährt, auf dessen Pritsche afrikanische Warlords auch mal ein Maschinengewehr installieren. Derzeit ist die achte Generation unterwegs. © Toyota
VW Käfer
Platz 6: VW Käfer. Etwa 21,5 Millionen mal wurden VW 1200 und andere Versionen produziert, bis zum Wachwechsel durch den VW Golf war der originale Käfer hierzulande der Bestseller – aber auch in aller Welt beliebt. Entstanden aus dem 1938 für das Nazi-Reich entwickelten KdF-Wagen, wurde der VW noch 2003 in Mexiko produziert. © Gottfried Czepluch/Imago
Honda Civic
Platz 5: Honda Civic. In Europa nur ein weiterer VW-Golf-Gegner, ist dieser Kompaktwagen in den USA und in Japan seit Jahrzehnten ein Megaseller. Seit 1972 wurden über 27,5 Millionen Einheiten produziert, derzeit steht Generation Nummer elf bei den Händlern. © Honda
VW Passat Variant
Platz 4: VW Passat. Vielleicht etwas überraschend, aber auch der brave Mittelklassewagen hat es seit seinem Debüt 1973 auf über 30 Millionen Exemplare gebracht – allerdings inklusive der deutlich anderen US-Version. In Europa dominiert klar die Kombi-Variante, die neunte Generation ab 2023 wird es als Stufenheck gar nicht mehr geben. © Ingo Barenschee/VW
VW Golf
Platz 3: VW Golf. Auch wenn der gefühlt ewige Liebling der Deutschen derzeit gegen Tesla und den internen Konkurrenten T-Roc zu kämpfen hat: An über 35 Millionen produzierten Autos seit 1974 muss man erst mal vorbeikommen. Ob die derzeit aktuelle achte Generation noch einen Nachfolger bekommt, ist allerdings unsicher. Als elektrischer ID. Golf könnte der Inbegriff des Kompaktwagens aber trotzdem weiterleben. © Martin Meiners/VW
Ford F-150
Platz 2: Ford F-Serie. In den USA ist Pick-up-Truck Ford F-150 aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken, er und seine noch größeren F-Brüder verkörpern perfekt den American Way of Driving. Die elektrische Version Lightning beschert dem seit 1948 über 40 Millionen mal gebauten Nutz- und Lifestyle-Laster weiteren Zulauf. © Mark Phelan/Imago
Toyota Corolla
Platz 1: Toyota Corolla. Was den Deutschen der VW Golf ist, das ist für Amerikaner, Japaner und viele Europäer der Toyota Corolla. Seit 1966 wurden über 50 Millionen dieses Kompaktwagen gebaut, seine zwölfte Generation ist mittlerweile auch als Cross-Version zu haben. Das Maximum der Elektrifizierung ist allerdings ein Plug-in-Hybrid. © Slavko Midzor/Imago

Oranger Pfeil auf der Autobahn: Es handelt sich nur um eine Empfehlung

Wichtig zu wissen: Der orange Pfeil weist auf eine reine Streckenempfehlung hin. Wie bei allen Empfehlungen ist auch der orangene Pfeil nicht bindend. Laut Straßenverkehrsordnung (StVO) müssen Sie dem orangen Pfeil nicht folgen. Beachten Sie den Umlenkungspfeil nicht, verstoßen Sie auch nicht gegen die StVO. (Neuer Tesla Model Y: Glasdach macht Abflug – gleich am ersten Tag)

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Haben Sie also kein Navigationsgerät mit Echtzeit-Verkehrsinformationen zur Verfügung und möchten dennoch ohne lästigen, zeitintensiven und nervenaufreibenden Stau ihr Ziel erreichen, folgen Sie einfach vertrauensvoll den orangen Pfeilen auf der Autobahn. So kommen Sie auf jeden Fall an.

Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi/dpa (Montage)

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