Größte Gefahr in Berlin

Deutlich mehr Autodiebstähle: Wie man sich vor den Kriminellen schützen kann

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Die Autodiebstähle sind im vergangenen Jahr in Deutschland wieder deutlich angestiegen. Dabei haben Kriminelle besonders eine Art von Fahrzeug im Visier.

Wenn das Auto bei der Rückkehr nicht mehr da steht, wo man es abgestellt hat, gibt es im Grunde nur drei Möglichkeiten: Das Fahrzeug wurde abgeschleppt, man hat eigentlich woanders geparkt (diesen Fakt jedoch vergessen) oder der Wagen wurde gestohlen. Letzteres kam im vergangenen Jahr wieder deutlich häufiger vor: Laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden im Jahr 2022 in Deutschland 12.277 kaskoversicherte Fahrzeuge gestohlen – ein Anstieg um rund 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Autodiebstähle: Besonders Oberklasse-SUV sind bei Kriminellen beliebt

Die meisten Fahrzeuge wurden erneut in Berlin gestohlen – mit knapp 3.000 Fahrzeugen findet fast jeder vierte Autodiebstahl in der Bundeshauptstadt statt. Im Süden Deutschlands ist die Diebstahlgefahr laut der GDV-Auswertung deutlich geringer. Besonders begehrt bei den Kriminellen waren wieder Oberklasse-SUV: Das meistgestohlene Fahrzeug im Jahr 2022 war die vierte Generation des Jeep Grand Cherokee. Auch zwei Range-Rover-Modelle sowie Varianten des Lexus NX und des Toyota Land Cruiser befinden sich unter den Top Ten.

Die Zahl der Autodiebstähle ist 2022 laut dem Versicherer-Verband GDV wieder deutlich angestiegen. (Symbolbild)

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Ebenso einfach wie wirksam – Diebstahlschutz selbst nachrüsten

Die Polizei nutzt die bei schweren Parkvergehen – die „Reifenkralle“, die den Reifen blockiert und nur mit einem passenden Schlüssel geöffnet werden kann. Mit einer „Lenkradkralle“ (werblicher Link) funktioniert dasselbe mit dem Lenkrad. Die simple Konstruktion lässt sich schnell und leicht fixieren und macht es Dieben unmöglich, den Wagen wegzufahren.

Auto gestohlen: Welche Versicherung kommt für den Schaden auf?

Wird einem das Auto gestohlen oder fest mit ihm verbaute Teile wie Lenkräder oder Airbags, dann kommt die Teilkasko-Versicherung (die immer auch Teil einer Vollkasko-Versicherung ist) für den entstandenen Schaden auf. Nicht fest im Fahrzeug verbaute Teile wie Smartphones oder andere Wertgegenstände werden in aller Regel nicht ersetzt.

Die zehn seltensten Autos der Welt – und was sie kosten

Das wertvollste Auto der Welt: Mercedes-Benz 300 SLR Uhlenhaut Coupé.
Uhlenhaut-Coupé: Teurer als der Mercedes 300 SLR Coupé, benannt nach dem Ingenieur und Daimler-Benz-Vorstand Rudolf Uhlenhaut, ist kein anderes Auto auf der Welt. Es erzielte bei einer Versteigerung 135 Millionen Euro. Ein weiteres Exemplar des für Autorennen konzipierten, aber nie eingesetzten 302-PS-Wagens von 1955 steht (ohne Motor) im Stuttgarter Mercedes-Museum. © Mercedes-Benz AG – Communicati
Ferrari 250 GTO
Ferrari 250 GTO: Gerade mal 39 dieser Rennwagen wurden von 1962 bis 1964 produziert. Damals kostete das Coupe mit 301 PS starkem V12-Motor 18.000 US-Dollar – vor einigen Jahren erzielte ein von Stirling Moss pilotiertes Exemplar bei einer Auktion über 38 Millionen Dollar. Ein anderer Wagen soll sogar für 70 Millionen Dollar privat verkauft worden sein. © Simon West/Imago
Aston Martin DB4 GT Zagato
Aston Martin DB4 GT Zagato: 20 Exemplare der leichteren und verbesserten Version des normalen DB4 wurden Anfang produzierte Aston Martin Anfang der 60er-Jahre. Eines der 314 PS starken Coupés mit viel Alu-Teilen wurde vor Kurzem für 14,3 Millionen Dollar versteigert. © Ingo Wagner
Mercedes 300 SL Flügeltürer
Mercedes 300 SL Flügeltürer: 1.400 Coupés und 1.858 Roadster baute Mercedes von 1954 bis 1963 – die frühere, geschlossene Version mit den charakteristischen, nach oben schwingenden Türen ist also die rarere und auch höher gehandelte. Der bisherige Auktions-Höchstpreis des bis zu 240 PS starken Sechszylinder-Sportlers liegt bei 4,62 Millionen Dollar. © Oscar Gonzalez/Imago
Lamborghini Veneno
Lamborghini Veneno: Der (wie bei der VW-Tochter üblich) nach einem Kampfstier benannte Extremsportler wurde ab 2013 nur fünf mal gebaut. Die Leistung des V12-Motors ist mit 740 PS gar nicht mal besonders spektakulär, trotzdem fand der Roadster für die aufgerufenen 4,5 Millionen Dollar problemlos seine Käufer. © Lamborghini
Maybach Exelero
Maybach Exelero: 2005 war so einiges anders. Die Mercedes-Benz Group hieß noch DaimlerChrysler, Maybach agierte als eigenständige Marke – und baute für den Reifenhersteller Fulda diese Version der Luxus-Limousine mit 700 PS starkem V12-Motor. Gerüchten zufolge kaufte ein US-Rapper das Einzelstück, das immer mal in TV-Serien und Musik-Videos zu sehen war, für acht Millionen US-Dollar. © Mercedes-Benz
Jaguar XKSS
Jaguar XKSS: Nur 16 Exemplare dieses 237 PS leistenden Roadsters bauten die Briten 1956 und 1957. Hollywood-Star Steve McQueen erstand einen für vergleichsweise lächerliche 5.000 Dollar, der Wert dieses speziellen Exemplars wird heute auf 30 Millionen Dollar geschätzt. Schnäppchenjäger können den „Jag“ aber schon für 1,5 Millionen schießen. © Daniel Prest/Imago
Ferrari Testa Rossa
Ferrari 250 Testa Rossa: Der Rennwagen wurde 1957 bis 1961 in verschiedenen Varianten und mit bis zu 390 PS 34 mal gebaut. Der mittlerweile legendäre Name steht für die roten Zylinderköpfe. Das bislang teuerste Exemplar wurde für 39,8 Millionen US-Dollar versteigert. © epa ansa Benvenuti/Ho
BMW 507
BMW 507: Der ikonische Roadster von Designer Albrecht Graf von Goertz wurde 1956 bis 1959 nur 252 mal gefertigt. Mit 150 PS war er seinem direkten Konkurrenten, dem offenen Mercedes SL 300, zwar leistungsmäßig unterlegen, US-Stars wie Elvis Presley griffen trotzdem zu – sein Exemplar ist heute wieder in BMW-Besitz. Der Marktwert für gut gepflegte 507 liegt bei etwa zwei Millionen Dollar. © Imago
W Motors Lykan HyperSport
W Motors Lykan HyperSport: Der durch den Film „Furious 7“ bekannte, 792 PS starke Supersportler ist das einzige nicht europäische Auto dieser Liste – er stammt nämlich aus dem Libanon. Seit 2012 wurde er sieben mal gebaut, im Preis von 3,4 Millionen Dollar sind 420 Diamanten an den Scheinwerfern inbegriffen. © Ali Haider

Schutz vor Autodiebstahl: Welche Maßnahmen das Risiko reduzieren können

Einen hundertprozentigen Schutz vor Autodiebstahl gibt es nicht, doch die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes hat einige Tipps, die das Risiko reduzieren können. Unter anderem sollten Autofahrer folgendes beachten:

  • Zündschlüssel immer abziehen: Selbst bei kurzer Abwesenheit – etwa beim Tanken. Nur dann ist normalerweise auch die Wegfahrsperre aktiviert.
  • Lenkradschloss einrasten lassen: Auch das sollte beim Verlassen des Wagens Pflicht sein.
  • Sperrsignal beachten: Fahrzeuge quittieren in der Regel das Verriegeln der Türen per Funkfernbedienung per optischen Signal (etwa ein Aufleuchten der Blinker). Wenn ein sogenannter Funkblocker die Übertragung der Fernbedienung stört, passiert dies nicht. Das Auto ist dann offen.
  • Verdächtige Fotografen: Laut der Polizei werden hochwertige Fahrzeuge häufig auf Bestellung gestohlen. Wenn Personen ein Fahrzeug fotografieren, kann das die Vorbereitung für einen Diebstahl sein.
  • Schlüssel nie unbeaufsichtigt lassen: Man sollte niemals den Autoschlüssel beispielsweise in einer Jackentasche an einer Garderobe oder eine Umkleide zurücklassen.
  • Autoschlüssel sperren lassen: Wenn Ihnen der Autoschlüssel gestohlen wird, sollten sie schnellstmöglich zu einer Fachwerkstatt fahren, um diesen dort sperren zu lassen.
  • Ersatzschlüssel nicht am oder im Auto verstecken: Diese Verstecke sind auch Dieben bekannt. Die Polizei weist darauf hin, dass laut Rechtsprechung ist das Zurücklassen eines Zweitschlüssels im Fahrzeug eine grobe Fahrlässigkeit ist, die den Versicherer im Falle des Auto-Diebstahls von der Leistung befreit.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

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