VonSebastian Oppenheimerschließen
Die Autodiebstähle sind im vergangenen Jahr in Deutschland wieder deutlich angestiegen. Dabei haben Kriminelle besonders eine Art von Fahrzeug im Visier.
Wenn das Auto bei der Rückkehr nicht mehr da steht, wo man es abgestellt hat, gibt es im Grunde nur drei Möglichkeiten: Das Fahrzeug wurde abgeschleppt, man hat eigentlich woanders geparkt (diesen Fakt jedoch vergessen) oder der Wagen wurde gestohlen. Letzteres kam im vergangenen Jahr wieder deutlich häufiger vor: Laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden im Jahr 2022 in Deutschland 12.277 kaskoversicherte Fahrzeuge gestohlen – ein Anstieg um rund 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Autodiebstähle: Besonders Oberklasse-SUV sind bei Kriminellen beliebt
Die meisten Fahrzeuge wurden erneut in Berlin gestohlen – mit knapp 3.000 Fahrzeugen findet fast jeder vierte Autodiebstahl in der Bundeshauptstadt statt. Im Süden Deutschlands ist die Diebstahlgefahr laut der GDV-Auswertung deutlich geringer. Besonders begehrt bei den Kriminellen waren wieder Oberklasse-SUV: Das meistgestohlene Fahrzeug im Jahr 2022 war die vierte Generation des Jeep Grand Cherokee. Auch zwei Range-Rover-Modelle sowie Varianten des Lexus NX und des Toyota Land Cruiser befinden sich unter den Top Ten.
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Ebenso einfach wie wirksam – Diebstahlschutz selbst nachrüsten
Die Polizei nutzt die bei schweren Parkvergehen – die „Reifenkralle“, die den Reifen blockiert und nur mit einem passenden Schlüssel geöffnet werden kann. Mit einer „Lenkradkralle“ (werblicher Link) funktioniert dasselbe mit dem Lenkrad. Die simple Konstruktion lässt sich schnell und leicht fixieren und macht es Dieben unmöglich, den Wagen wegzufahren.
Auto gestohlen: Welche Versicherung kommt für den Schaden auf?
Wird einem das Auto gestohlen oder fest mit ihm verbaute Teile wie Lenkräder oder Airbags, dann kommt die Teilkasko-Versicherung (die immer auch Teil einer Vollkasko-Versicherung ist) für den entstandenen Schaden auf. Nicht fest im Fahrzeug verbaute Teile wie Smartphones oder andere Wertgegenstände werden in aller Regel nicht ersetzt.
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Schutz vor Autodiebstahl: Welche Maßnahmen das Risiko reduzieren können
Einen hundertprozentigen Schutz vor Autodiebstahl gibt es nicht, doch die Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes hat einige Tipps, die das Risiko reduzieren können. Unter anderem sollten Autofahrer folgendes beachten:
- Zündschlüssel immer abziehen: Selbst bei kurzer Abwesenheit – etwa beim Tanken. Nur dann ist normalerweise auch die Wegfahrsperre aktiviert.
- Lenkradschloss einrasten lassen: Auch das sollte beim Verlassen des Wagens Pflicht sein.
- Sperrsignal beachten: Fahrzeuge quittieren in der Regel das Verriegeln der Türen per Funkfernbedienung per optischen Signal (etwa ein Aufleuchten der Blinker). Wenn ein sogenannter Funkblocker die Übertragung der Fernbedienung stört, passiert dies nicht. Das Auto ist dann offen.
- Verdächtige Fotografen: Laut der Polizei werden hochwertige Fahrzeuge häufig auf Bestellung gestohlen. Wenn Personen ein Fahrzeug fotografieren, kann das die Vorbereitung für einen Diebstahl sein.
- Schlüssel nie unbeaufsichtigt lassen: Man sollte niemals den Autoschlüssel beispielsweise in einer Jackentasche an einer Garderobe oder eine Umkleide zurücklassen.
- Autoschlüssel sperren lassen: Wenn Ihnen der Autoschlüssel gestohlen wird, sollten sie schnellstmöglich zu einer Fachwerkstatt fahren, um diesen dort sperren zu lassen.
- Ersatzschlüssel nicht am oder im Auto verstecken: Diese Verstecke sind auch Dieben bekannt. Die Polizei weist darauf hin, dass laut Rechtsprechung ist das Zurücklassen eines Zweitschlüssels im Fahrzeug eine grobe Fahrlässigkeit ist, die den Versicherer im Falle des Auto-Diebstahls von der Leistung befreit.
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