Tierschützer im Einsatz

Rührendes Video: Verwaister Baby-Schimpanse umarmt seine Retterin – „Diese arme kleine Seele verdient es nicht“

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Im Kongo retten Tierschützer einen Baby-Schimpansen, der seine Mama verloren hat. Wie der Affe auf die Retterin reagiert, rührt die Menschen im Netz zutiefst.

Der illegale Handel mit Menschenaffen ist ein profitables Geschäft. Dabei haben Wilderer es auf Wildtierbabys abgesehen. Um an ein Tier zu gelangen, töten sie ihre Mütter. Anschließend bieten die Händler ihre „Ware“ zum Kauf an – so wie Baby-Schimpanse Kailo, der ebenfalls ein Opfer von Wildtierhandel ist. Mit seinen eineinhalb Jahren hat er schon viel durchgemacht. Doch er hat Glück: Tierschützer greifen ein und nehmen den verwaisten Primaten auf. Das Video seiner Rettung rührt die Menschen im Netz zu Tränen.

Rührendes Video: Verwaister Baby-Schimpanse umarmt Retter – „er ist ein Kämpfer“

Die gemeinnützige Organisation Lwiro Primates hat sich in der Demokratischen Republik Kongo auf die Rettung und Rehabilitation von verwaisten Affen und anderen Wildtieren spezialisiert. Baby Kailo ist eines der insgesamt 118 geretteten Schimpansen, die Opfer von Wilderei und Tierhandel geworden sind. „Nach einer langen Reise mit Flugzeug, Boot und Auto bekommt Kailo endlich die Umarmung, die er brauchte“, kommentiert das Team unter dem Instagram-Video von seiner Ankunft im Schutzgebiet, das in dem kleinen afrikanischen Dorf Lwiro liegt.

Dass der Affe nun in Sicherheit ist, scheint er instinktiv zu spüren. Denn kaum hat Mitarbeiterin Itsaso Vélez del Burgo Guinea die Türen der hölzernen Transportbox geöffnet, klettert der Baby-Schimpanse direkt in die Arme seiner Retterin – und lässt sie nicht mehr los. „Ohne mich zu kennen, sprang er einfach auf meinen Arm und hoffte, dass ich mich um ihn kümmern würde“, erklärt del Burgo gegenüber Newsweek. Für den jungen Schimpansen sei die Trennung von seiner Mama eine große psychische Belastung. In dieser Beziehung ähneln Affen den Menschen. „Die Babys werden erst entwöhnt, wenn sie etwa fünf Jahre alt sind und mindestens das erste Jahrzehnt ihres Lebens in der Nähe ihrer Mütter bleiben. Wenn sie bei uns ankommen, sind sie häufig traumatisiert, krank oder körperlich versehrt.“

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Illegaler Handel: Jedes Jahr verschwinden tausende Tiere aus der Wildnis

Obwohl Schimpansen und andere Menschenaffen durch nationale und internationale Gesetze geschützt sind, verschwinden laut der Expertin jedes Jahr mindestens 3.000 Tiere durch den illegalen Handel aus der Wildnis. Rund zwei Drittel davon seien Schimpansen. „Tragischerweise sind die wahren Zahlen wahrscheinlich viel höher“, sagt del Burgo betroffen. Doch nicht nur der Wildtierhandel lässt die Populationen weltweit schrumpfen. Die illegale Jagd und die Lebensraumzerstörung der Tiere sorgen dafür, dass Schimpansen von der Weltnaturschutzunion (IUCN) als gefährdete Art eingestuft werden.

Im Schutzgebiet: Kailo gewinnt Vertrauen und lässt es sich schmecken

In der Obhut der Tierschützer geht es Kailo zusehends besser. „Langsam gewinnt er Vertrauen und fängt sogar an zu spielen und zu lachen, was für Neulinge nicht üblich ist“, freut sich Itsaso Vélez del Burgo Guinea über die positive Entwicklung. Der Baby-Schimpanse hat außerdem einen gesunden Appetit. Sein Favorit: Passionsfrucht. In einem Update-Video, das Lwiro Primates mit der Community auf Instagram und Facebook teilt, schlürft der Affe genüsslich an dem Obst herum.

Jedes Jahr müssen unzählige Schimpansen aus den Fängen von Wilderern gerettet werden. (Symbolbild)

Damit er weiterhin Fortschritte macht, hat Kailo eine Leihmutter, die ihn rund um die Uhr betreut – so ähnlich wie eine Katze, die ein verwaistes Berglöwen-Baby adoptiert. Sobald die Quarantänezeit vorbei ist, lernt Kailo seine Artgenossen kennen. „Dann beginnt die eigentliche Rehabilitation, denn es gibt keine bessere Gesellschaft für einen Schimpansen als einen anderen Schimpansen“, betont del Burgo.

Rote Liste: 10 Tierarten sind in Deutschland bedroht

Auch wenn es für so manchen Hobbygärtner komisch klingt: Die Gartenspitzmaus (lebt am liebsten in der Nähe von menschlicher Siedlungen) wird in Deutschland in der Roten Liste als gefährdet geführt.
Auch wenn es für so manchen Hobbygärtner komisch klingt: Die Gartenspitzmaus (lebt am liebsten in der Nähe von menschlichen Siedlungen) wird in Deutschland in der Roten Liste als gefährdet geführt. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Das Birkhuhn steht sowohl in Deutschland, als auch in Bayern auf der Rote Liste und ist fast überall verschwunden. Nur in der Rhön gibt es noch ein paar Exemplare. Förster und Naturschützer haben mit Wacholdersträuchen und Heidelbeeren kleine Biotope geschaffen.
Das Birkhuhn steht sowohl in Deutschland, als auch in Bayern auf der Rote Liste und ist fast überall verschwunden. Nur in der Rhön gibt es noch ein paar Exemplare. Förster und Naturschützer haben mit Wacholdersträuchern und Heidelbeeren kleine Biotope geschaffen. (Symbolbild) © Nature Picture Library/Imago
Libellen sind nicht nur wunderschöne Insekten, sie leisten uns Menschen auch tolle Dienste, indem sie Mücken oder Bremsen fern halten. Doch die Helm Azurjungfer Libelle ist vom Aussterben bedroht und gehört geschützt.
Libellen sind nicht nur wunderschöne Insekten, sie sind auch recht nützlich und leisten uns Menschen gute Dienste, indem sie Mücken oder Bremsen fern halten. Doch die Helm Azurjungfer Libelle ist vor allem durch den Verlust ihres Lebensraums vom Aussterben bedroht und gehört geschützt. (Symbolbild) © GFC Collection/Imago
Fliege ist gleich Fliege? Von wegen. Laut Bfn zählt die Steinfliege zu 46,4 Prozent zu den bestandsgefährdeten Arten.
Fliege ist gleich Fliege? Von wegen. Laut Bfn zählt die Steinfliege zu 46,4 Prozent zu den bestandsgefährdeten Arten.  © blickwinkel/Imago
Eine Fledermaus mag für manchen unheimlich wirken. Jedoch sind Fledermäuse extrem nützliche, unglaublich faszinierende und streng geschützte Tiere.
Eine Fledermaus mag für manchen unheimlich wirken. Auch weil darauf hingewiesen wird, dass die Insektenfresser Tollwut übertragen können. Jedoch sind Fledermäuse extrem nützliche, unglaublich faszinierende und streng geschützte Tiere. Die winzigen Geschöpfe benötigen unseren Schutz – auch die Mopsfledermaus. (Symbolbild) © Steffen Schellhorn/Imago
Für die meisten Autofahrer ein Ärgernis. Trotzdem: Der Iltis zählt zur Familie der Marder und wird in der Roten Riste als gefährdet eingestuft. Grund dafür sind intensive Landnutzung und ein Verlust des Lebensraums.
Für die meisten Autofahrer ein Ärgernis. Trotzdem: Der Iltis zählt zur Familie der Marder und wird in der Roten Riste als gefährdet eingestuft. Grund dafür sind intensive Landnutzung und ein Verlust des Lebensraums. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago
Man glaub es kaum, aber gefährdet ist auch der Feldhase.
Man glaub es kaum, aber gefährdet ist auch der Feldhase. Neben natürlicher Feinde, hat auch der Mensch damit zu tun. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
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So manchen Hobby-Gärtner erschreckt eine Schlange, die sich genüsslich in der Sonne badet. Meistens handelt es sich dabei um die ungefährliche Ringelnatter. Doch auch wenn die Kreuzotter zu den giftigen Schlangen zählt – steht sie auf der Rote Liste der stark gefährdeten Reptilien-Arten. (Symbolbild) © imagebroker/Imago
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Unter den Reptilien gilt die Europäische Sumpfschildkröte als vom Aussterben bedroht. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
Der Feldhamster taucht in der Roten Liste als vom Aussterben bedroht auf und zählt zu einer der am stärksten, bedrohten Säugetierarten Deutschlands. Ein Grund: Die stetige Intensivierung der Landwirtschaft.
Die Nagetiere kennt man eigentlich nur noch aus dem Kinderzimmer, wo sie liebevoll umsorgt und gepflegt werden. Doch was ist mit dem Feldhamster? Er taucht in der Roten Liste als vom Aussterben bedroht auf und zählt zu einer der am stärksten, bedrohten Säugetierarten Deutschlands. Ein Grund: Die stetige Intensivierung der Landwirtschaft. (Symbolbild) © blickwinkel/Imago

In den sozialen Netzwerken: Umarmung des Baby-Schimpansen geht zu Herzen

Von der Geschichte des Baby-Schimpansen zeigt sich die Community tief betroffen. Die Menschen können nicht begreifen, wie man einem unschuldigen Lebewesen die Mutter wegnehmen kann. „Was für ein grausamer Handel. Diese arme kleine Seele verdient es nicht, ein Opfer davon zu sein. Sagt nein zum Tierhandel!“, appelliert ein User. Zahlreiche andere danken den Tierschützern außerdem für ihren unermüdlichen Einsatz und die Rettung des Wildtiers. Hier eine Auswahl der Kommentare auf Instagram und Facebook:

  • „Das bricht mir das Herz.“
  • „Armes Baby 💔 es muss zu Tode erschrocken sein.“
  • „Der kleine Kailo brauchte diese Umarmung wirklich. 😥 Er ist aber ein Kämpfer.“
  • „Wie kann man so grausam, so gnadenlos gegenüber diesen armen und unschuldigen Geschöpfen desselben Schöpfers sein??? Schande darüber, Mensch zu sein.“
  • „Das arme Baby!!! Die Art und Weise, wie es sofort in deine Arme kommt!!! Das hätte nie passieren dürfen!!!“
  • „Diese armen kleinen Tiere! Wie kann irgendein Mensch das tun? Herzlos … Ich kann mir nicht vorstellen, was diese Babys ertragen und lebenslang mit diesen emotionalen Narben leben müssen.“
  • „Was für ein kostbares und süßes Baby. Meine Güte … Es verdient nichts, außer Umarmungen, Leckereien und ein Leben lang verwöhnt zu werden. 😘❤️“
  • „Danke, dass ihr dieses kostbare unschuldige Leben gerettet habt! 🙏🏻🙏🏻🙏🏻🙏🏻🙏🏻🙏🏻❤️“

Rubriklistenbild: © Edwin Remsberg/VWPics/Imago

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