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Frische Wäsche riecht nach Schweiß? Natron-Trick hilft gegen den Geruch

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Was tun mit Klamotten, aus denen der Schweißgeruch noch nicht mal mit der Wäsche verschwindet? Ein Hausmittel wirkt Wunder!

Frankfurt – Es ist das gewisse Etwas, das einem die Freude selbst am Lieblings-T-Shirt verderben kann: Penetranter Schweißgeruch, der sich hartnäckig in der Klamotte hält, obwohl sie frisch aus der Waschmaschine kommt. Doch was tun mit Kleidung, die ihren Eigengeruch entwickelt?

Zwei gute Nachrichten. Erstens: Es gibt ein wirksames Mittel, dass fast jedes Shirt rettet. Zweitens: Es ist kein teures Spezialprodukt, sondern ein billiges Wundermittel, das sowieso in fast jedem Haushalt zu finden ist.

Ein Mann schwitzt sehr stark, auf der Kleidung unter den Achseln bilden sich Schweißflecken.

Wäsche riecht nach Schweiß? Ein Hausmittel bekämpft den Geruch

Manche Verbraucher vermuten, dass ihre Waschmaschine nicht mehr richtig funktioniert, wenn T-Shirts, Hemden und Sportklamotten trotz eines heißen Waschgangs immer noch unangenehm nach Schweiß riechen. Aber häufig ist das gar nicht der Fall. Wenn Waschmittel und auch hohe Temperaturen es einfach nicht schaffen, intensiven Schweißgeruch zu beseitigen, hat das meist andere Ursachen.

Und es gibt eine einfache Lösung, anstatt zu teuren Spezialreinigern zu greifen. Natron neutralisiert unangenehme Gerüche. Und ist auch noch ein sehr preiswertes Hausmittel. Und gleichzeitig hilft es, dass die Waschmaschine wieder frisch und sauber wird.

Was Natron alles kann: Hausmittel ist eine Allzweckwaffe

  • Backofen reinigen: Eine Paste aus Natron und Wasser im Verhältnis 1:1 anrühren und diese auf verschmutzte Stellen im Backofen auftragen. Für einige Stunden einwirken lassen, am besten über Nacht. Anschließend lässt sich die Paste zusammen mit dem Schmutz problemlos mit einem Schwamm entfernen.
  • Abfluss freimachen: Eine Tasse reines Natron in den Abfluss geben, dann ein bis zwei Tassen Essig darauf geben. Mischung etwa 20 Minuten einwirken lassen und mit einem Liter kochendem Wasser nachspülen.
  • Blumen frisch halten: Ein Teelöffel Natron in der Blumenvase verlängert die Haltbarkeit von Schnittblumen.
  • Schlechte Gerüche neutralisieren: Um unangenehme Gerüche im Haushalt zu neutralisieren, ist Natron eine Allzweckwaffe. Eine offene Schachtel Natron wirkt im Kühlschrank Wunder. Auch bei übel riechenden Abflüssen, Katzenklos oder Mülleimern hilft es, eine kleine Menge Natron hineinzustreuen, um unangenehmen Mief zu bekämpfen.
  • Wasserkocher entkalken: Zwei bis drei Teelöffel Natron in den Wasserkocher geben und auflösen. Den Wasserkocher einmal durchlaufen lassen und anschließend gut mit Wasser spülen.
  • Ameisen vertreiben: Natronpulver an Stellen verteilen, wo die Ameisen auftauchen, wie entlang der Sockelleisten, in den Ecken des Raumes, in den Ameisenlöchern und möglicherweise sogar in Schränken. Das Natron neutralisiert die Ameisensäure im Körper der Ameisen und tötet sie ab.

Natron hilft gegen unangenehmen Schweißgeruch: So bekämpft das Hausmittel den Mief

Da Natron ein basisches Salz mit einem sehr hohen pH-Wert ist, kann es den säuerlichen Schweißgeruch, der einen niedrigen pH-Wert aufweist, neutralisieren.

Die Menge an Natron, die Sie verwenden sollten, hängt von der Menge und dem Verschmutzungsgrad Ihrer Wäsche ab. In der Regel sind zwei Esslöffel Natron ausreichend für einen Waschgang mit leicht verschmutzter Wäsche, während bei stark verschwitzt riechenden Sportklamotten eher vier Esslöffel benötigt werden.

Körpergeruch: Zehn Ausdünstungen, hinter denen Erkrankungen stecken können

Mann riecht an seiner Achsel
Schweiß ist normalerweise geruchsneutral, da er zu 99 Prozent aus Wasser besteht. Daher können starkes Schwitzen oder beißender Schweißgeruch auf Erkrankungen hindeuten. Möglicherweise steckt eine Schilddrüsenüberfunktion hinter dem unangenehmen Körpergeruch, da die Stoffwechselstörung häufig die Schweißproduktion ankurbelt. Gewichtsverlust, Schlafstörungen und Konzentrationsschwierigkeiten können weitere Symptome sein. © Naoki Nishimura/AFLO/IMAGO
Frau hält sich Nase zu
Hat der Schweiß einen fischigen Geruch, dann kann eine Stoffwechselerkrankung schuld daran sein. Trimethylaminuria wird auch Fischgeruch-Syndrom genannt und tritt bei Frauen häufiger auf als bei Männern. Die Ursache für die Störung kann ein Nieren- oder Leberleiden oder ein Gendefekt sein. Die Krankheit entsteht, wenn der Körper zu wenig des Enzyms Flavin produziert. Dieses ist dafür verantwortlich, das Gas Trimethylamin geruchlos in der Leber abzubauen. © Sorapop/IMAGO
Frau hält Hände an Bauch
Genauso wie Schweiß besteht auch Urin zum größten Teil (95 Prozent) aus Wasser und sollte deshalb in der Regel geruchsneutral sein. Riecht er allerdings einmal streng, kann eine Infektion mit E.-coli-Bakterien die Ursache sein. Sie siedeln sich im Harntrakt an und vermehren sich rasant in der Blase. Das Bakterium Escherichia coli ist der häufigste Erreger einer Blasenentzündung.  © Science Photo Library/IMAGO
Frau hält Hand an Schritt
Ein stechender Geruch im Intimbereich kann ebenfalls ein Warnsignal für eine Krankheit sein. So lassen viele Geschlechtskrankheiten und Pilzinfektionen den Intimbereich anders riechen. Hinzu kommen weitere Symptome wie etwa Rötungen, Juckreiz oder Brennen. In diesen Fällen sollten Sie die Ursache von einem Arzt abklären lassen. © Thomas Trutschel/photothek/IMAGO
Person hält Klopapier in Hand
Stuhlgang zählt an sich nicht zu den beliebtesten Körperdüften. Wenn er allerdings extrem übel riecht, könnten Sie möglicherweise an einer Laktose-Intoleranz leiden. Kann der Körper das Enzym Laktase nicht in ausreichenden Mengen herstellen, dann kann er den Zucker Laktose – der vor allem in Milchprodukten vorkommt – nicht verdauen. In diesem Fall sendet der Dünndarm die Laktose direkt in den Dickdarm, anstatt den Milchzucker ins Blut abzugeben. Unter starker Gasbildung wird er dort fermentiert und führt so schließlich zu Durchfall, Übelkeit, Bauchkrämpfen und übel riechender Flatulenz.  © Iordache Magdalena/IMAGO
Füße von Frau
Auch Käsefüße gehören zu den unangenehmen Körpergerüchen. Wer unter Käsefüßen leidet, neigt auch häufig zu Fußpilz. Hautpilze mögen besonders warme und feuchte Orte, um sich zu vermehren. Dabei sind aufgeweichte Haut und Juckreiz erste Anzeichen für das Leiden. Die Pilze zerfressen zusammen mit Bakterien die Hautschichten und setzen dadurch den typisch unangenehmen Geruch frei. © Sorapop/IMAGO
Mann bei Zahnarzt
Mundgeruch zählt ebenfalls zu den unangenehmen Körpgerüchen. Schlechter Atem ist meist harmlos und kann durch bestimmte Lebensmittel wie etwa Knoblauch, Zwiebeln oder intensive Gewürze entstehen. Allerdings kann auch eine Zahnfleischentzündung (Parodontitis) die Ursache für Mundgeruch sein. Weitere Anzeichen für eine übermäßige Besiedelung mit Bakterien sind eine faulig riechende Zahnseide oder Blutungen bei deren Anwendung. Im schlimmsten Fall kann eine nicht behandelte Zahnfleischentzündung zu Zahnausfall führen.  © YAY Images/IMAGO
Frau hält Hand vor Mund
Süßlicher Mundgeruch kann wiederum ein Anzeichen für eine Diabetes-Erkrankung sein. Riecht der Atem nach überreifem Obst, könnte Diabetes Typ 1 dahinter stecken. Dieser Eigenduft wird auf das Stoffwechselprodukt Aceton zurückgeführt, welches bei Insulinmangel entstehen kann. © Jochen Tack/IMAGO
Ärztin mit Patientin
Riechen sowohl der Atem als auch der Körper nach Urin beziehungsweise Amoniak, kann dies ein Hinweis auf ein Nierenversagen sein. In diesem Fall kann das Organ seine Aufgabe nicht mehr ausreichend erfüllen und verschiedene Stoffwechselprodukte nicht mehr abbauen. Infolgedessen bildet die Niere weniger Urin. Dadurch kommt es zu Wasseransammlungen im Körper und harnpflichtige Substanzen gelangen ins Blut. So entsteht der unagenehme Körpergeruch.  © Science Photo Library/IMAGO
Baby wird gewickelt
Neugeborene können sich noch nicht mitteilen, wenn sie Schmerzen haben. Daher sollten Eltern sich auf ihre Nase verlassen und Körpergerüche ernst nehmen. Riecht es unangenehm aus dem Ohr des Säuglings, dann kann dies beispielsweise ein Anzeichen für eine bakterielle Ohrenentzündung sein. Ein Harnwegsinfekt kann vorliegen, wenn es aus der Windel unangenehm riecht, obwohl das Baby ausreichend trinkt. Wenn Sie Gerüche wahrnehmen, die Ihnen nicht bekannt sind, sollten Sie deshalb einen Arzt aufsuchen. © The Trio Studio/IMAGO

Geheimtrick gegen stinkende Wäsche: Erst mit Natron und Seife, dann noch einmal normal wachen

Das Natron wird dazu einfach zusammen mit dem entsprechenden Waschmittel ins Waschmittelfach gegeben. Die Kleidung anschließend einfach „normal“ mit gewohnter Temperatur waschen. Die Belohnung: Frische, duftige Wäsche, ganz frei von Schweißgeruch.

Natron, auch bekannt als Speisesoda, Backsoda, Kaiser-Natron, Natriumhydrogencarbonat oder Natriumbicarbonat verbindet sich im Zusammenspiel mit Wasser zu einer reinigungsintensiven Lauge, die übrigens auch als exzellenter Fettlöser funktioniert. Damit ist Natron in Wasser aufgelöst ein denkbar simpler, aber eben auch genial-einfacher Allzweckreiniger, ebenso wie ein Universalmittel gegen üble Gerüche in der Wohnung. Sogar im Garten kann Natron als Alleskönner zum Einsatz kommen.

Rubriklistenbild: © Imago

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