VonAnna Katharina Küstersschließen
Winter verbinden viele Menschen mit blätterlosen Bäumen, schlechtem Wetter und leere Blumenbeeten. Dabei gibt es auch Pflanzen, die im Winter blühen.
Es ist keinesfalls nötig, dass ein Garten oder ein Balkon im Winter trist und grau daherkommen muss. Wer die richtigen Pflanzen kennt, der weiß sich auch in dieser Jahreszeit zu helfen und seinen Garten mit Farbtupfern zu versehen. Wichtig ist, dass die Pflanzen kälteresistent sind und auch eventuellen Schneefall gut vertragen. Der wohl bekannteste Vertreter unter den im Winter blühenden Pflanzen ist die Christrose.
Mehrjähriger Begleiter im Garten
Die Christrose lässt sich sowohl wunderbar im Garten oder im Balkonkasten als mehrjährige Bepflanzung setzen. Wer sich für die Sorte „Praecox“ entscheidet, der kann sich schon ab November über die weißen Blüte der Christrose freuen. Bis in den März hinein haben Gärtnerinnen und Gärtner dann garantiert einen blütenreichen Garten oder weiße Balkonkästen. Die Blüten gehören mit sieben Zentimetern Durchmesser sogar zu den größten Blüten unter den Wildblumen. Laut der Landwirtschaftskammer NRW erreicht die Staude eine Höhe zwischen 15 bis 30 Zentimetern.
Wer sich diesen Herbst eine Christrose im Topf kauft, sollte jedoch Folgendes beachten: Für die erste Winterzeit sollte die Pflanze an einem kühlen, hellen Ort im Haus oder der Wohnung stehen. Erst im März sollten Gärtnerinnen und Gärtner die Pflanze dann ins Freiland setzen. Danach kann die Christrose dann bedenkenlos auch im Winter draußen wachsen.
Darf es ein bisschen Farbe sein?
Möchten Gärtnerinnen und Gärtner im Winter nicht komplett auf Farbe verzichten, können sie sich Besen- und Schneeheide für den Topf oder das Beet besorgen. Besenheide blüht bis in den November hinein. Ein wenig später erblüht die Schneeheide, deren violetten und roten Blüten bis in den März hinein Farbe in den Garten bringen. Die Heidengewächse sind sehr anspruchslose Pflanzen, eignen sich also auch gut für Garten-Einsteiger. Einen hellen Standort bevorzugt die Pflanze. Der Erdballen darf nicht zu trocken sein, was besonders im Winter wichtig ist. Nicht selten vergessen Gärtnerinnen und Gärtner zu gießen, wenn es draußen kalt ist. Doch auch ein gefrorener Boden braucht von Zeit zu Zeit Feuchtigkeit. Wer seine Besenheide in einen Topf pflanzt, sollte diesen außerdem einpacken, damit die Erde nicht komplett durchfriert.
Duftschneeball im Garten
Gärtnerinnen und Gärtner, die etwas mehr Platz übrig haben, sollten über einen sogenannten Duftschneeball nachdenken. Der Strauch bringt wunderschöne, kleine und bunte Blüten ab November hervor und kann so eine ganze Gartenecke zum Blickfang machen. Wächst die Pflanze an einem geschützten, sonnigen Ort, blüht sie besonders intensiv und üppig. Der Strauch ist sehr pflegeleicht, weniger ist in diesem Fall oft mehr. Den Boden um den Strauch herum sollten Gärtnerinnen und Gärtner zum Beispiel in Ruhe lassen, da die Wurzeln oberflächennah wachsen.
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